Hallo zurück
Schön, dass du antwortest, ich hätte schon fast vermutet, dass mein Post im Nichts verpufft.
Du hast Recht. Ich bin nicht der älteste und noch recht frisch im geschäft. Aber das hat den Vorteil, dass ich noch formbar bin.
Und was das Wichtigste ist: Ich bin überzeugbar.
Meine Aussagen beziehen sich auf meine Erfahrungen, aber auch auf die Erfahrungen von Kollegen, da ich gerne und viele Dinge einfahc erfrage.
Erlebt habe ich auch schon witzige Dinge, wie ein Schreiben, dass dem Arbeitszeugnis beigelgt war, dass sich der Schreibende weigere " zur vollsten Zufriedenheit" zu schreiben und dass, das „zur vollen Zufriedenheit“ wie eine 1 zu bewerten sei.
Und ich habe wohl bemerkt, dass es da zwei Grüppchen von Berwertern gibt und es ist auf jeden Fall interessant mit einem Verfechter der traditionellen Methode zu schreiben.
Wie lange bist Du schon im Personalwesen verschiedener großer
und mittelständischer Betriebe tätig?
1/2 Jahr
Mir fallen ad hoc drei Personalleiter größerer Unternehmen
ein, die sich mit der deutschen Rchtschreibung gut genug
auskennen, um genau dieses in unserem Duden nicht existente
Wort zu vermeiden!
Mir einer
Glaubst Du, dass die keine sehr guten zeugnisse schreiben
(können)?
Bestimmt, aber was ist wenn der Kandidat, den sie ja wärmstens empfehlen, eben bei einem kleinen dummen Personaler landen, der da rüber stoplert?
Hat sich dann die Nichtbefolgung des Gewohnheitsrecht nicht negativ ausgewirkt?
(mal abgesehen, dass niemand aussortiert wird, wenn da „vollen Zufriedenheit“ steht)
- Tätigkeitsbeschreibung
Die ist in der Tat extrem(st *lol*) wichtig!
Witzig finde ich, dass man hier in manchen Postings diese
persönliche Note eines Arbeitszeugnisse zu betont.
Was ist daran witzig?
Ein fähiger Personaler (und davon gibt es mehr, als Du
vielleicht denkst) ist durchaus in der Lage ein sehr gutes
Zeugnis mit einer persönlichen Note höher einzuschätzen, als
einen Formbrief! Daran erkennt man nämlich, dass der Schreiber
sich Gedanken dazu gemacht hat!
Aber fakt ist, dass sich viele Unternehmen einen Dreck drum
scheren… und damit gewinnen die Codes an bedeutung.
Ich will nicht abstreiten, dass es einige Unternehmen
git - viele halte ich für eine sehr relative Bewertung.
Zum Beispiel meine jüngste Erfahrung mit einem großen
deutschen/ internationalen Telekommunikationsunternehmen :
Da ist das Erstellen von Arbeitszeugnissen von Praktikanten
mal eben zentralisiert worden. Die Abteilung erhält einen
Fragebogen und macht bei 6 Fragen Kreuze. Der Rest passiert
automatisch
Unter anderem auch bemüht, zufrieden, voll zufrieden, vollsten
zufriedenheit.
Das ist eine Erfahrung - wie gesagt: Ich kenne sehr
viele Personalfuzzies, die ein Zeugnis lesen und schreiben
können! Und einer, der es nicht kann, den stört auch
die persönliche Note nicht!
Bang…
da platzt der traum vom Arbeitszeugnis-Gesamtbild
Deiner vielleicht! Ich persönlich träume nicht, ich stehe
mitten in der Realität!
Und wenn es 80 % der Branche macht, dann stehen die letzten
mit Liebe Schreiber einfach auf verlorenem Posten.
Woher nimmst Du denn diese absurde Zahl?
wenn man ein Zeugnis in der Hand hat, und dann merkt man schon ob es wirr liebevoll zusammengedicht ist, oder eben nach einem Schema abgehakt wurde.
Und da beruht die Zahl einfach auf Empirie…
Nochmal: Es kann hilfreich sein, einige von den ach so
bösen Codes zu kennen! Allerdings ist es kein großes Problem,
auch ein Zeugnis mit der Floskel "zu unserer vollsten (würg)
Zufriedenheit in die Nähe einer klassischen 4 zu drücken!
und was bringt dir das dann, wenn jemand der sich auf Floskeln verlässt ihn dann einstellt?
Warum verwendest du dann nicht die floskeln und gibst ihm ne offizielle „hat sich bemüht“?
Einfacher wäre es wirklich, diesen Passus „muss wohlwollend
formuliert sein)“ aus dem Gesetzbuch zu streichen! Schließlich
dürfen Schulen ja auch „vernünftig“ beurteilen…
Ja, das wäre einfacher…
Also zusammenfassend:
Würde mich freuen, dein Pädoyer für ein persönliches Arbeitszeugnis zu lesen.
Grüße
Patrick