Freiberuflich

Hallo,

ich wollte mich bei verschiedenen Unternehmen bewerben und mich anstelle einer Festanstellung in ein freiberufliches Verhältnis begeben.
Ich stelle nun aber nach Aussagen Anderer fest, dass, nicht unbedingt jedes Unternehmen darauf „begeistert“ oder sagen wir einfach „verständnisvoll“ reagiert.
Mich würde nun interessieren, wie man im Vorfeld herausfinden könnte, wie das Unternehmen reagiert, oder wie man fragen nach einem „Warum“ begegnet.
Nun, ich weiss warum ich den Weg wähle, ich weiss aber auch, dass dieser dem potentiellen Arbeitgeber nun überhaupt nix angeht…

Gruß
Theo

Warums
Moin,

Mich würde nun interessieren, wie man im Vorfeld herausfinden
könnte, wie das Unternehmen reagiert, oder wie man fragen nach
einem „Warum“ begegnet.

Mal eine mögliche Frage: Was passiert, wenn wir Ihnen einen termingebundenen Auftrag geben, und Sie dann plötzlich erkranken ?

Wer garantiert uns, dass Sie nicht plötzlich den Kram hinschmeißen oder Konkurs anmelden, wenn wir uns auf ihre Leistung verlassen ?

etc.

Unternehmen legen Wert auf verlässliche, gut eingearbeitete Mitarbeiter. Zwar kann auch ein beim Unternehmen Angestellter plötzlich erkranken oder kündigen, nur kann das Unternehmen sich dann selbst um eine Vertretung in eigenen Reihen frühzeitig kümmern. Das gibt natürlich ein bestimmtes Maß an Planungssicherheit. Somit dürfte klar sein, je wichtiger die betreffende Funktion für den Unternehmenszweck, desto schwieriger wird es sein, Unternehmen dazu zu bringen, diese auszugliedern. (Leider schreibst du nicht, um welche Art der freiberuflichen Tätigkeit es sich handelt).

Gruß
Marion

PS: Ich hoffe, du kannst den Firmen wenigstens die Vorteile schmackhaft machen, sonst hast du wenig Chance.

Hallo Marion,

ich hab das mal etwas auf mich wirken lassen.

Mal eine mögliche Frage: Was passiert, wenn wir Ihnen einen
termingebundenen Auftrag geben, und Sie dann plötzlich
erkranken ?

Dies sollte ein gleiches Risiko darstellen, als wenn der festangestellte MA erkrankt. Allerdings ist eines richtig, der Gang zum Arzt ist sicherlich deutlich seltener. Nehme ich einen Auftrag in solcher Form an, liesse sich dieser auch versichern.

Wer garantiert uns, dass Sie nicht plötzlich den Kram
hinschmeißen oder Konkurs anmelden, wenn wir uns auf ihre
Leistung verlassen ?

Hier muss ich sagen, diesen Argumenten kann ich so nicht folgen. Denn würde ich Ihr Unternehmen beauftragen, hätte ich genau das gleiche Risiko. Jetzt kann man natürlich sagen, unser Unternehmen hat die und die Größe usw. aber das sichert keineswegs ein solches Risiko. Warum ? Man kennt sich nicht. Folglich muss man sich das Vertrauen seiner Kunden erwerben. Ich denke doch aber, dass dies für jeden Bereich gilt.

etc.

Unternehmen legen Wert auf verlässliche, gut eingearbeitete
Mitarbeiter. Zwar kann auch ein beim Unternehmen Angestellter
plötzlich erkranken oder kündigen, nur kann das Unternehmen
sich dann selbst um eine Vertretung in eigenen Reihen
frühzeitig kümmern. Das gibt natürlich ein bestimmtes Maß an
Planungssicherheit. Somit dürfte klar sein, je wichtiger die
betreffende Funktion für den Unternehmenszweck, desto
schwieriger wird es sein, Unternehmen dazu zu bringen, diese
auszugliedern. (Leider schreibst du nicht, um welche Art der
freiberuflichen Tätigkeit es sich handelt).

Es geht um den Bereich der Software Erstellung und Dienstleistung.
…aber das Argument ist natürlich richtig. Will man im Unternehmen Karriere machen, dann würde die Beschäftigung als Freelancer nicht in Frage kommen.

aber andersherum, die meisten Unternehmen beschäftigen keine Informatiker, weil die für Ihren Bereich zu teuer sind. Mein Gedankenansatz war nun; Mir ist doch im Grunde egal, ob ich in einem Unternehmen Vollzeit bin, oder in vieren für eine vereinbarte Stundenzahl. Ich stehe dafür zur Verfügung sofort wenn ein Problem besteht und solang bis dies gelöst ist. Das Unternehmen kann meine Dienste in Anspruch nehmen und erhält eine Rechnung und damit ist das erledigt. Der Rest der Verwaltung ist meine Sache.

Gruß
Theo

Hi Theo,

egal, wie man es dreht und wendet: Überall in der Wirtschaft, auch für uns selbständige Anbieter von Informatikdienstleistungen wird leistungsbezogen bezahlt.
D.h. wenn Du ein absolutes Spezialwissen mitbringst, kann Deine Rechnung mit „vereinbarten Stundenzahlen in n Unternehmen“ aufgehen.
Wenn nicht, dann werden sich die Unternehmen einen angestellten Informatiker oder sogar einen Seiteneinsteiger mit praktischer Erfahrung nehmen. Der ist dann wahrscheinlich kostengünstiger und immer da wenn man ihn braucht. Denn…mit Deinen „vier“ oder mehr oder weniger Kunden kann es sein, dass Dich Montag bis Donnerstag gar keiner sehen will und am Freitag plötzlich alle. Und die wollen nicht warten, wenn Du schon eine teure Leistung für einen wichtigen Bereich (auch hier regieren Angebot und Nachfrage: je wichtiger die Sache, desto teurer kannst Du sie verkaufen) verkauft hast. Und wenn es so unwichtig ist, dass sie lange warten können, reicht es Dir vielleicht
wieder nicht?

Unternehmen beschäftigen in Bereichen, die sie gut planen können, Angestellte. Zum Abbau von Spitzen - kann sein: zuwenig oder nicht
die richtigen Angestgellten für eine bestimmte Aufgabe - nehmen sie Freiberufler. Unterm Strich kostet der eine wie der andere. Der Angestellte bringt Risiken mit hinsichtlich Krankheit und Weiterbeschäftigung auch während kurz- und mittelfristiger Auftragseinbrüche.
Außerdem hat er ein 12-Monatsgehalt für 10,5 Monate Arbeit bei 6 Wochen Urlaub im Jahr. Der selbständige Dienstleister hat 10,5 Monatsgehälter bei 10,5 Monaten Arbeit :wink: Er hat keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und keine Beschäftigung bei Auftragsarmut des Auftraggebers.
Soviel teurer ist er damit nicht, bei einem realistischen Stundensatz. Klar, ein kleiner Aufpreis ist drin, schließlich braucht Dich der
Auftraggeber. Mit Dir konkurrieren aber wieder Dutzende andere, und die drücken wieder den Preis.

Naja, nimm es als Denkansatz. Bedenke: freie Marktwirtschaft, Angebot und Nachfrage, etc.

Hoppla, jetzt hab ich das nochmal gelesen und stelle „off topic“ fest. Ich lasse es aber stehen, weil ich mir vorstellen kann,
dass Dir das trotzdem helfen kann. Und…indirekt kannst Du auch hinsichtlich „Begeisterung“ der Unternehmen hinsichtlich Deines
Angebots etwas herauslesen :wink:

Viele Grüße
Bonsai