Bewerbung während der Ausbildung

Hallo Leute,
ich habe ein Problem:
Ich habe nach einem Jahr Arbeitslosigkeit eine Ausbildung zum Koch begonnen, will mich aber weiterhin in meinem Bereich als Dipl.-Wirtschaftsinformatiker bewerben (abgeschlossenes Studium im September 2003). Der Hintergrund war der, dass ich mich im ersten Lehrjahr weiter als WIler bewerbe und bei Erfolg die Ausbildung abbreche, ansonst mache ich die Ausbildung zu Ende und werde Koch, da meine Chancen nach 2 Jahren ohne Berufserfahrung im Informatikbereich ohnehin gleich Null sein dürften.
Nun ist die Frage, ob ich in meinen Bewerbungen die Ausbildung verschweige und als arbeittssuchend eine Lücke im Lebenslauf lasse oder ob ich die Ausbildung erwähnen soll. Allerdings stellt sich dann die Frage, wie ich das begründen soll. In der Bewerbung und später dann beim Vorstellungsgespräch, falls es dazu kommen sollte. Zum Beispiel auf ie Frage, warum ich einem jungen Mitbewerber den Ausbildungsplatz weg nehme, wenn ich vor hatte, mich erst einmal weiter als WIler zu bewerben.
Dazu sagen will ich noch: Koch war schon immer eine Alternative zum Studium. Das war also nicht einfach so eine Kurzschlussreaktion.

Bin für jede Hilfe sehr dankbar.
Grüße
Julius

Hi,

da die Ausbildung zum Koch für einen WIler doch ziemlich ungewöhnlich scheint, würde ich es auf jeden Fall erwähnen. Es macht dich interessant und lässt Kreativität und Phantasie vermuten. Zu viel Sorge ist auch nicht unbedingt begründet. Mein Bruder machte nach der Schule eine Maurerlehre. Heute ist er Chefarzt in einer niedersächsischen Rheumaklinik.

Gruß Tom

Das Problem ist wohl eher dass er diese Ausbildung erst vor 7 Wochen begonnen hat, und ich befürchte dass es so ausgelegt wird, dass er nicht weiß was er will, wenn er erst diese - komplett branchenfremde - Ausbildung anfängt und schon ein paar Wochen später wieder zurückschwenkt auf den „alten“ Beruf… Oder sehe ich das problematischer als es ist?

Viele liebe Grüße

Steffi

paar Wochen später wieder zurückschwenkt auf den „alten“
Beruf… Oder sehe ich das problematischer als es ist?

Er schwenkt ja nicht zurück. Wenn ich es richtig verstanden habe, hat er diesen WI-Beruf lediglich studiert aber noch nicht ausgeübt. Manche könnten natürlich ein Problem damit haben, dass er sich augenblicklich der Erlernung der Kochkunst widmet, was ja so überhaupt nichts mit WI zu tun hat. Mich (als Arbeitgeber) würde es allerdings beeindrucken - eben weil es ungewöhnlich scheint, und weil ich es gut finde, dass er flexibel ist und nicht untätig bleibt.

Viele Grüße Tom

Ich würde davon ausgehen das er sich im letzten Jahr erfolglos um eine Anstellung als WI beworben hat. Kochen schein ja ein Hobby von ihm zu sein, wenn es der zweite Berufswunsch war. Da ist es auch in Ordnung sich als Koch auszubilden (kochen als Hobby angeben).
Wenn er die Ausbildung abbricht hat er einem anderen Azubi möglicherweise die Ausbildungsstelle weggenommen. Der Ausbildungsbetrieb hat denke ich auch noch die Möglichkeit in Absprache mit der Kammer die Stelle neu zu besetzen.
Ausserdem ist es in Ordnung wenn ich mit dem Standbein das ich habe meine eigene Zukunft nicht sichern kann das ich mir ein weiteres Standbein aufbaue, wenn nicht absehbar ist das sich etwas ändert.

Ich würde es eher positiv Werten!

Gruß Thomas

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Danke schön erst einmal für die Antworten.
Ich habe mich jetzt auch in der Zwischenzeit dazu entschieden, die Ausbildung nit zu verschweigen, sondern sie - wie Thomas sagte - als mögliches zweites Standbein zu erwähnen. Denn es war in der Tat so, dass ich mich ein Jahr erfolglos als WIler beworben habe.
Der Grund, warum ich das verschweigen wollte, war die Sache mit dem Ausbildungsplatz, den ich eventuell einem anderen weg nehme.

Denn was sage ich bei einem Bewerbungsgespräch, wenn mich der Arbeitgeber fragt, warum ich einem anderen die Stelle weggenommen habe, wo klar war, dass ich mich weiter bewerben will??

Grüße und noch einmal Danke
Nic