im Zuge einer Bewerbung werde ich vom adressierten Unternehmen darum gebeten, der Bewerbung einen Gehaltswunsch beizufügen. Ich habe eine Vorstellung davon, was ich erwarten kann, jedoch weiß ich nicht so recht, wie man das formulieren soll damit es sich nicht fordernd oder was auch immer wirkt.
schreib ganz einfach sowas wie „Ein jährliches Gehalt von XX.XXX Euro würde meinen Vorstellungen entsprechen.“ Den Satz kann man prima direkt hinter dem frühesten Eintrittstermin bzw. der Kündigungsfrist anbringen. Also gegen Ende des Anschreibens.
Das Unternehmen will lediglich wissen in welchem Gehaltsgefüge Du Dich bewegst und ob die Größenordnung zu den eigenen Vorstellungen passt.
Der Formulierung wird ansonsten wenig Bedeutung beigemessen.
Es geht rein um den Betrag, und der sollte sorgfältig überlegt und bedacht dort eingesetzt werden.
Bzgl. einer Gehaltsziffer: wer zuerst eine Zahl nennt, hat verloren. Hab ich schon oft gehört, oft im Freundeskreis erlebt.
Es ist ein zweischneidiges Schwert. Ich habe immer mit Floskeln gearbeitet wie „nicht nur berufl. sondern auch finanz. Verbesserung“ oder Gegenfragen wie „wie hoch die Position vorher dotiert war“ usw.
Bis jetzt hatte ich damit immer Glück gehabt und man hat dann bei der Vertragsverhandlung noch anständig verhandelt.
An diese Frage muss man mit viel Intuition ran gehen, da wirds keine Patentlösung geben. Aber schau mal zu o.g. Link.
Bzgl. einer Gehaltsziffer: wer zuerst eine Zahl nennt, hat
verloren. Hab ich schon oft gehört, oft im Freundeskreis
erlebt.
Den Spruch kann ich nicht nachvollziehen. Wenn ich eine Gehaltsziffer nenne, dann ist das in der Regel etwas mehr, als ich als Minimum erwarte. Bekomme ich damit den Job, dann ist das für mich Ok, bekomme ich ihn aufgrund meiner Gehaltsforderung nicht, dann weiß ich, dass ein Vorstellungsgespräch für beide Seiten Zeitverschwendung gewesen wäre (was ich aus eigener Bequemlichkeit vermeiden möchte).
Dass mein zukünftiger Arbeitgeber nicht lacht, dafür sorge ich, indem ich mich vorher informiere(!) und realistische Forderungen stelle.
Ich habe bei all meinen Bewerbungen Gehaltsziffern genannt und immer das bekommen, was ich letztendlich wollte (und für etwas anderes hätte ich auch nicht gewechselt)…
schreib ganz einfach sowas wie „Ein jährliches Gehalt von
XX.XXX Euro würde meinen Vorstellungen entsprechen.“ Den Satz
kann man prima direkt hinter dem frühesten Eintrittstermin
bzw. der Kündigungsfrist anbringen. Also gegen Ende des
Anschreibens.
@Achim: Danke für diesen Tipp, der hilft mir sehr weiter, ich habe es auch so umgesetzt in etwa
@die anderen: auch vielen Dank, speziell für den jova-nova link
ich halte es wie Jürgen.
Erstens, wenn ein Unternehmen explizit eine Gehaltsvorstellung verlangt, dann kann ich nicht drum herum schreiben und keine Antwort geben.
Zweitens, hat man sich selbst doch etwa ein finanziellen Rahmen gesteckt. Das gleiche wird das Unternehmen auch gemacht haben.
Also sollte man doch mit offenen Karten spielen und keine Zeit zu verschwenden.
Ich verwende übrigens immer mein aktuelles Gehalt. Davon ausgehend das ein Wechsel immer mit ein paar Euro mehr dotiert ist!
Gruß
Andy
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tja, du informierst dich vorher, aber ab einer gewissen Berufserfahrung, gewissen Praxis und Position sind die Gehälter frei verhandelbar.
Dann wird’s interessant.
Oder glaubst du, wenn du dich „vorher informierst“ und du meinst z.B. 3500 Euro wären angebracht, angemessen, whatever und nennst diese Summe, tja, der Arbeitgeber sich aber einen Rahmen von 3600-3900 gesteckt hat … meinst du, dass du, dass er dann zu dir sagt, och, wir hätten ihnen schon mehr gegeben? Blöd wäre er …
Ich sage daher immer nur realistisch mein letztes Gehalt und dass ich mich nicht nur beruflich, sondern natürlich auch finanziell verbessern möchte - der Rest ist „Poker“ und nicht nur „Karten auf den Tisch legen“ - wie beim Poker an sich auch …
Oder glaubst du, wenn du dich „vorher informierst“ und du
meinst z.B. 3500 Euro wären angebracht, angemessen, whatever
und nennst diese Summe, tja, der Arbeitgeber sich aber einen
Rahmen von 3600-3900 gesteckt hat … meinst du, dass du, dass
er dann zu dir sagt, och, wir hätten ihnen schon mehr gegeben?
Blöd wäre er …
Öhm - wenn er echtes Interesse an Deiner Person hat - wieso nicht?
Soo unüblich ist das nicht!
Ich sage daher immer nur realistisch mein letztes Gehalt
…womit doch auch Du eine konkrete Zahl ins Spiel bringst (was, wenn der neue AG Dir eigentlich freiwillig 300,-€ mehr gezahlt hätte - damit ist doch Dein Argument ad absurdum)
und
dass ich mich nicht nur beruflich, sondern natürlich auch
finanziell verbessern möchte - der Rest ist „Poker“ und nicht
nur „Karten auf den Tisch legen“ - wie beim Poker an sich auch
…
OK - nicht nur Karten auf den Tisch ist schon treffender formuliert!
LG
Guido, der in den letzten drei Monaten bei frischen Hochschulabsolventen einige Gehaltsforderungen gesehen hat, die ihn zum Lachanfall animierten
tja, du informierst dich vorher, aber ab einer gewissen
Berufserfahrung, gewissen Praxis und Position sind die
Gehälter frei verhandelbar.
Dann wird’s interessant.
Da ich mittlerweile 7 Berufsjahre auf dem Buckel habe und mehrfach bereits gewechselt habe, ist mir dieser Zusammenhang durchaus bewusst…
Oder glaubst du, wenn du dich „vorher informierst“ und du
meinst z.B. 3500 Euro wären angebracht, angemessen, whatever
und nennst diese Summe, tja, der Arbeitgeber sich aber einen
Rahmen von 3600-3900 gesteckt hat … meinst du, dass du, dass
er dann zu dir sagt, och, wir hätten ihnen schon mehr gegeben?
Blöd wäre er …
Ich weiß ziemlich genau, wieviel ich wert bin. Und diese Zahl nenne ich dann auch. Und wie gesagt: Dass mein Wunsch-Arbeitgeber nicht lacht, dafür sorge ich schon durch mein Wissen:wink:
Ich sage daher immer nur realistisch mein letztes Gehalt
Das mach ich entschieden nicht. Ich will mich schließlich gehaltstechnisch verbessern:wink: