Zeitungsartikel: 'keiner will die freien jobs'

hallo,

schaut euch mal bitte diesen artikel hier an:

http://www.hna.de/hessen_kassel/13Keiner_will_die_fr…

frechheit! wie ich finde!

wie kann eine private arbeitsvermittlung über ihre eigenen kunden so herziehen und märchen erzählen?!

bitte um eure meinungen!

vielen dank im voraus.

gruß

Das ist der größte Blödsinn was die Frau Freudenstein von sich gibt.
Ich selber war Arbeitsvermittler bei einer großen Zeitarbeitsfirma und dort war der höchste Stundenlohn für ein Call Center Agent €12,50 brutto und war schon sehr hoch.
Die meisten werden durch Einmalzahlungen (pro Tag €20) gelockt, aber wenn sie Krank werden, bekommt keiner mehr dieses Geld und das wird nicht erwähnt.
Die meisten Jobs gibt es für €8,20 Brutto, da kann man sich selber ausrechnen was man bekommt. Wer will dann bei einem Arbeitslosengeld von ca. €1000 dort noch Arbeiten.
Ich selber Suche auch Mitarbeiter für meine eigene Firma, aber nicht über die Arbeitsagentur oder eines Personalvermittlers.

Schönen Gruß

Hi,

die Kommentare unten drunter sagen ja einiges aus… Ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen daß Leute attraktive Stellenangebote ablehnen und habe mich z. B. bei der Lektüre des Artikels, wenn Zahlen genannt werden, gefragt ob das netto oder brutto-Verdienste sein sollen. Es ist unseriös das offen zu lassen und nur eine Zahl zu nennen, mal ganz abgesehen davon daß der Familienstand und die Steuerklasse auch einen gewaltigen Einfluß auf das netto-Gehalt haben.

Ich halte diesen Artikel also auch für schlecht recherchierten Dummfug.

Gruß,

MecFleih

Ich selber Suche auch Mitarbeiter für meine eigene Firma, aber
nicht über die Arbeitsagentur oder eines Personalvermittlers.

was genau bzw. wen genau suchst du in welcher region?

Hallo meinerseits.

die Kommentare unten drunter sagen ja einiges aus… Ich kann

stimmt allerdings…

mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen daß Leute attraktive
Stellenangebote ablehnen und habe mich z. B. bei der Lektüre
des Artikels, wenn Zahlen genannt werden, gefragt ob das netto
oder brutto-Verdienste sein sollen. Es ist unseriös das offen
zu lassen und nur eine Zahl zu nennen, mal ganz abgesehen
davon daß der Familienstand und die Steuerklasse auch einen
gewaltigen Einfluß auf das netto-Gehalt haben.

Wie das bei Statistiken so ist: jeder präsentiert die Zahlen (*), die ihn im besten Licht erscheinen lassen. Aber wo Licht ist, ist auch Schatten :smiley:
Obwohl in dem Artikel auch ein Körnchen Wahrheit steckt: die finanziellen Leistungen des Staats senken den Anreiz zur Arbeitsaufnahme, solange die Arbeitsstelle diese nicht überbietet.
Zu deutsch: Arbeit muss sich wieder lohnen.
Und selbst dann sind auch noch andere Faktoren massgebend:
-passt die Person üerhaupt zur Arbeit ?
-wenn ja, wie lange ?
-…

(*)psychologisch wichtig sind übrigens noch möglichst genaue Zahlen

mfg M.L.

Hallo,

Zu deutsch: Arbeit muss sich wieder lohnen.

Ja, das stimmt.
Allerdings nicht nur unter dem einen Aspekt daß „faule Arbeitslose“ einen Job suchen sollen um dadurch deutlich mehr Geld kassieren zu können als sie allein durch die Sozialleistungen des Staates ohne Gegenleistung eh bekommen würden.
Sondern auch in dem Sinne daß ein Arbeitsloser, der bereit ist sich sein Geld zu verdienen, nicht das Gefühl bekommt ausgenutzt zu werden und eben sagen kann er für seine Mühen auch einen fairen Verdienst bekommt und somit besser dasteht als vorher, ohne Job.

Es ist IMHO auch ein Aspekt daß gerade im Niedriglohnsektor oft Bezahlungen geboten werden, die keine Wertschätzung für die Leistung des Arbeitsnehmers ausdrücken und den Eindruck erwecken schlichtweg „Abzocke“ zu sein. Da sollen Leute „Drecksarbeit“ erledigen und bekommen nicht mehr als ihnen auch an Sozialleistungen durch den Staat zusteht.
Ich finde es verständlich daß niemand einen Job machen möchte, bei dem er für seine Arbeit nicht korrekt - also besser als jemand, der nur von Sozialleistungen des Staates lebt - entlohnt wird.
Es ist dann IMHO nicht allein denjenigen, die einen solchen Job nicht machen wollen, anzulasten, sondern auch den Unternehmern, die durch ein solches Lohndumping die Situation von Arbeitslosen ausnutzen.

Gruß,

MecFleih

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Hallo,
in der Region Wittem.
Alles weitere können wir über Email besprechen.

Ich bekahm mal einen Job angeoten.

Folgende MUSS stellte die Firma:

  1. Sollte die PErson perfekt Setuerungsprogrammierung in Siemens, Rockwell und Modicom aufweisen. (Also ein Programmierer)
  2. Die Person sollte sich die PErson perfekt in der Elektrotechnik und der Elektronik auskennen (Also Elektrotechniker oder Meister)
  3. Sollte sich die Person perfekt in der Mechanik, Hdraulik und Pneumatik auskennen. (Also ein Mechaniker)
  4. Die person soll gut deutsch und englisch sprechen.
  5. Arbeitszeit 6 mal 8-10 Stunden Schicht (Also 48-60 Stunden/ Woche)
  6. FS und PKW
  7. Jetzt der hammer wo ich den dann auslachte: Die Person soll gut schweissen können weil die Firma Transportkisten und Wägelchen hat die ständig geschweisst brauchen.

Das ganze für ganz tolle 1500 Euro netto zeitarbeits Geld (Also inkl die mega Auslösen etc.)

Habe den damals gesagt ich rufe zurück udn habe seine Rel. Nummer im Telefon geblockt.

Für wie bescheuert halten die Zeitarbeitsfirmen eigentlich die Leute?
Wollen 4 Personen in einer. Programmierer, Elektromeister, Mechaniker, Schweisser in ner 60 Stunden Woche und zahlen nedmal für 1 Person 40 Stunden.
Das collste ist ja noch das es Arbeiten sind in der man in einer Verantwortung steht.

Hätte Er bei 3000 netto angefangen hätte ich mir überlegt Verhandlungen anzufangen.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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Hi,

die Kommentare unten drunter sagen ja einiges aus… Ich kann
mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen daß Leute attraktive
Stellenangebote ablehnen

Natürlich nicht… wer lehnt schon ein attraktives Stellenangebot ab? ABER: Ich frage mich auch, wer heutzutage ein einigermassen passendes Angebot ablehnt… wer kann sich das erlauben? Es macht durchaus Sinn, auch einen schlechter bezahlten Job anzunehmen, weniger zu verdienen und sich aus einer Festanstellung heraus wegzubewerben. Damit meine ich nicht, dass man JEDEN Job annehmen sollte und gleich den Kredit, den man dann benötigt, um sein Leben zu finanzieren, gleich mitbeantragen kann… Aber ein Lohnverzicht kann (bei längernder Arbeitslosigkeit) durchaus sinnvoll sein, wenn man dafür wieder in einen Arbeitsprozess eintritt…

und habe mich z. B. bei der Lektüre
des Artikels, wenn Zahlen genannt werden, gefragt ob das netto
oder brutto-Verdienste sein sollen.

Geh davon aus, dass es brutto ist

Ich halte diesen Artikel also auch für schlecht recherchierten
Dummfug.

Sicherlich ist die Form des Artikels nicht gerade die optimale. Ich finde es aber schade, wenn aufgrund dessen, der Inhalt als „Dummfug“ abgetan wird. Das ist es nämlich nicht.

Es IST schwer, Jobs für ungelernte Leute zu besetzen, weil die natürlich auch nicht entsprechend üppig entlohnt sind… insofern kann ich dem Artikel nicht widersprechen. Ich habe auch schon dermaßen viele wenig bis gar nicht qualifizierte Arbeitslose erlebt, die mind. ihre 1500,- netto zzgl Urlaubs- und Weihnachtsgeld haben wollten, dass ich mich frage, auf welcher Basis deren Ansprüche bestehen?

Natürlich ist es stressig 8 Stunden im Call Center zu arbeiten, natürlich ist es anstrengend, 8 Stunden zu putzen… und natürlich sind das nicht gerade hochbezahlte Jobs… aber wenn ich in dem Moment keine besser bezahlte Alternative habe… dann mach ich doch diesen Job und laufe nicht Gefahr, längstzeitarbeitslos zu werden… oder seh das wirklich nur ich so?

Gruß
Xelya

Hallo.

http://www.hna.de/hessen_kassel/13Keiner_will_die_fr…

Die HNA ist für mich keine seriöse Informationsquelle, wenn es über Theater- und Kinoprogramme sowie die Nordhessenmeisterschaften im Bierdeckelweitwurf zu Ermetheis hinausgeht. Deswegen ist der von Dir zitierte Artikel ein Produkt aus dem Propagandaressort des Verlages und auch als solcher zu behandeln.

Auch ich erleide diese „Zeitung“ täglich. Warum bestelle ich sie nicht ab? Die HNA hat in Nordhessen/Südniedersachsen Outback ein echtes Monopol. D.h., wenn man überhaupt noch etwas aus der Region mitbekommen will, ist man auf dieses Blatt angewiesen.

Jetzt zum Kern der Sache : Seit einiger Zeit gehört die HNA zum Dunstkreis des „Münchner Merkur“, mit entsprechenden politischen Vorgaben, ohne dass die Beschäftigten die bei großen Zeitungen üblichen Standards erfüllen. Heraus kommen dann Propagandaartikel wie der von Dir genannte. Man merkt die Absicht und wird verstimmt.

Der Umgang mit Fakten seitens der HNA ist ebenfalls von keinerlei Sachkenntnis getrübt. Das trifft den politischen Sektor wie auch den allgemeinen; ein paar Beispiele :

  • Eine alte Dame wird im März 2005 100 Jahre. Die erste Zeile im dazu verbrochenen Artikel lautet sinngemäss : „Der Erste Weltkrieg sollte in wenigen Monaten beginnen …“.

  • Zum 170. Jahrestag der ersten Eisenbahn (Nürnberg - Fürth) behauptet die HNA rotzefrech, die erste „deutsche“ Lok (‚Adler‘) sei 1835 bei Henschel in Kassel gebaut worden. Schade, dass Henschel erst 1848 mit der Lokomotivproduktion begann und der ‚Adler‘ in Wirklichkeit aus England stammte …

  • Zum soundsovielten Todestag von ‚Buffalo Bill‘ erscheint ein kurzer ‚biographischer Abriss‘ (unter einem Originalfoto … von Karl May), in dem es heißt, ‚Sitting Bull‘ sei „Mitglied“ der Truppe von BB gewesen. Ja, sicher; in dem Sinne, in dem ein Tanzbär Belegschaftsmitglied im Zirkus ist - der Siouxhäuptling wurde nämlich, in einen Käfig gesperrt, vorgeführt …

Diese Recherchequalität der besagten „Zeitung“ sollte politische Aussagen in demselben Blatt eigentlich zur Genüge relativieren können. Oder auch entlarven als üble erzreaktionäre Propaganda. Dazu passt auch die nicht erfolgende Reaktion der Schmutzwerfertruppe auf kritische Leserbriefe. Die Vorgänge rund um die Wahl des OB in Kassel, bei der der Lieblingskandidat der HNA trotz deren massiver Unterstützung auf das werte Antlitz fiel, sind ebenfalls erhellend - im Onlineforum hagelte es Kritik für die Eingriffsversuche des Blattes in den Wahlkampf, ohne dass die "Zeitung"sleser davon auch nur rudimentär informiert worden wären …

Gruß kw