Arbeitszeugnis, Unibereich, Schlussformulierung

Hallo,

Wenn ein ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität um ein Arbeitszeugnis bittet, wie sieht dann die korrekte Schlussformulierung aus?

Der Mitarbeiter war in einem befristeten Drittmittelprojekt eingestellt. Er hat sehr gut gearbeitet, niemand will ihm eine schlechte oder fragliche Formulierung anhängen. Ein Jahr vor Ablauf des befristeten Vertrags hatte man ihm in einem Gespräch angeboten, eine Verlängerung zu beantragen (was allerdings - wie an der Uni üblich - mit Aufwand und Wartezeien verbunden gewesen wäre und ausserdem ohne Erfolgsgarantie). Er hatte geantwortet, dass er sich nach Ablauf des Projektes lieber in der freien Wirtschaft bewerben würde, was er inzwischen mit Erfolg getan hat.

Schreibt man in einem solchen Fall:

„Verlässt uns auf eigenen Wunsch“ (was ja irgendwie stimmt)

„Verlässt uns nach planmässigem Ablaufen des befristeten Projektes“ (was für mich zu neutral klingt - man kann nicht ersehen, dass wir ihn gerne behalten hätten)

oder erklärt man die Situation genauer, z.B. „Nach Ablauf des befristeten Projektes verlässt uns Herr XY auf eigenen Wunsch. Eine Verlängerung war ihm von uns angeboten worden“ (was so allerdings nicht stimmt, denn wir haben ihm nicht die Verlängerung angeboten, sondern nur die Möglichkeit, diese ohne Erfolgsgarantie zu beantragen.)

Wäre nett, einen passenden Vorschlag zu finden.

Mit vielen Grüssen, Peter

Hallo Peter,

wenn im Arbeitszeugnis zuvor bereits darauf hingewiesen wurde, dass Dein Drittmittelprojekt zeitlich befristet, würde ich folgenden Text empfehlen, den wir an meinem Institut für gewöhnlich verwenden:

Herr XY verlässt unser Institut auf eigenen Wunsch, nachdem er sein Forschungs- (bzw. Drittmittelprojekt) fristgerecht und planungsgemäß zum ??.??.2005 abgeschlossen hat. Wir danken ihm für seine stets ausgezeichneten Leistungen und die jederzeit sehr angenehme Zusammenarbeit. Für seinen weiteren Berufs- und Lebensweg wünschen wir ihm alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

Grüße,

Matthias