Hallo Petzi!
Erstmal danke für Deine ausführliche Antwort!
Andererseits hat meine Erfahrung gezeigt, dass eine
„persönliche“ Bewerbung mehr Erfolg hat als die grosse
Giesskanne. Mit persönlich meine ich nicht so sehr das
persönliche Vorbeischlappen und
An-der-Rezeption-abgewimmelt-werden sondern der persönliche
Kontakt mit dem Ansprechpartner. Der kann auf verschiedene
Wege zustande kommen: Du kennst ihn, Du triffst ihn auf ner
Messe, Du hast vorher mit ihm telefoniert, Du kennst seinen
Namen etc. Denn das legt man nicht ganz so leicht aus der Hand
wie ein „To whom it may concern“ :-
Es ist schon so, daß ich die Personen persönlich anschreibe - hinten ist ja jede Menge Platz
und auch genau weiß, an wen es gehen soll. Das erfordert natürlich viel Recherche vorher, aber ohne eine persönliche Ansprache und ein paar Sätze dazu würde ich das nicht machen…
Und genau hier sehe ich den Punkt, wo ich Deine Idee nicht soo
glorreich finde: denn ich glaube nicht, dass Du eine
Internetseite basteln kannst, die alle 150 Empfänger
gleichermassen anspricht. Schon gar nicht persönlich (siehe
oben).
Naja - bei einer Bewerbung weiß man das ja auch nicht so genau. Hast natürlich recht. Aber es geht mir ja nicht darum, daß 150 Leute auf meine Website gehen, sondern vielleicht mal 15 oder so…
Auch die Sache mit der CD finde ich zwar lustig (und
wohl in Deinem Job auch durchaus logisch) aber ich als
Personaler hätte doch Skrupel eine CD von „irgendeinem
dahergelaufenen Bewerber“ einzuwerfen.
Lustig soll das nicht sein. Es ist leider so, daß eine Bewerbung ohne Aircheck sofort in den Müll kommt. Das ist der Programmchef gewöhnt, daß er sich einen Aircheck anhört, sonst kann er ja niemals wissen, ob die Person in den Sender passen würde. Ich hab ja bei genügend Sendern gearbeitet, das ist so, als würde man bei einem Lebenslauf das wichtigste weglassen oder bei einer Bewerbung als Modedesigner keine Arbeitsproben beilegen.
Dieser Link wird bei Mail-Bewerbungen natürlich noch
logischer: Du schickst Deine konventionellen Unterlagen als
pdf und im Anschreiben (=Mailtext) den Link auf Deine
Arbeitsproben. Dann muss Potentiell-Scheffe nur noch klicken
*fg*
Stimmt - ist auch nicht schlecht. Ich denke aber eher, dass das viel weniger auffällt…
Aber Hand auf’s Herz: wie oft folgst Du Links die auf
irgendwelchen dahergelaufenen Werbepostkarten zu Dir kommen?
Naja, die Leute, die da arbeiten bekommen eigentlich niemals irgendwelche Postkarten persönlich zugeschickt außer Einladungen - schon gar nicht Werbung.
Wie lange wirst Du Dich
wohl auf der Homepage aufhalten? Gerade wenn Du eigentlich
keine Zeit dafür hast (wovon wir ja beim vielbeschäftigten
Personaler ausgehen). Uuuuund? Na siehste - und so geht’s dem
Personaler mit irgendwelchen Postkarten (die eh nur mit Glück
zu seinen Händen gelangen) wohl auch.
Naja, mir ist es noch nie untergekommen, daß sowas jemand geschickt hat, deshalb dacht ich, würde es wohl Interesse erregen, weil es mal was anderes ist. Und da sind die ja immer ganz scharf drauf. Es ist ja auch kein „Personaler“ in dem Sinne, sondern normalerweise jemand, der sich um das Programmm kümmert (Programmchef) und dann 2-3 mal pro Woche eine Moderatorenbewerbung auf den Tisch bekommt…
Darum würde ich statt 200 Stück mal 50 cent = 100 Euro lieber
10 ganz persönliche Bewerbungen und auf die Firma
zugeschnittene Bewerbungen verschicken. Allerdings zeigt die
Erfahrung auch (leider), dass selbst die aufgefeilteste,
genialste Bewerbung ganz und gar nix bringt, wenn Dein Profil
gerade nicht auf den Bedarf der Firma passt.
Ganz genau. Und es geht mir nicht um 10 Sender. Denn bei so wenigen ist es fast sicher, daß das Profil nicht so gut paßt. Und das weiß man eben vorher nicht. Deshalb die Menge - es gibt normalerweise nie mehr als 4-5 Sender auf die jemand paßt - aber die muß man erstmal finden unter ca. 250 existierenden…
Also ich für meinen Teil würde das Teil wegwerfen ohne auf die
Homepage geschaut zu haben. Weil ich nämlich Massensendungen
doof finde, weil ich nicht weiss, ob ich mir (und noch
schlimmer: meinem Firmenrechner) vielleicht nen Dialer/Virus
einfange, weil ich 100 andere „übersichtliche“ Bewerbungen im
Papierformat habe.
Wieso soll er denn denken, es sei eine Massensendung? Er wird persönlich angesprochen, es wird auf seinen Sender eingegangen. Wie bei einer Bewerbung - bei jedem das gleiche außer das persönliche Anschreiben.
Aber ich mag nicht repräsentativ sein. Und
wie sagte schon der alte Goethe immer „Versuch macht kluch“
Ich probier es einfach mal aus und sag Euch dann Bescheid 
In diesem Sinne viel Erfolg - mit welcher Strategie auch immer
Vielen Dank!
Petzi
M.