Infos zu HartzIV

Hallo zusammen, ich bekomm nur noch wenige Tage Arbeitslosengeld und dann bin ich Opfer von Hartz 4. Schon der Antrag alleine versetzt einen wirklich in Angst und Schrecken.
Wer kann mir Tipps und Infos geben, was das Arbeitsamt wissen muss und was ich denen besser nicht sage. Muss ich denen wirklich meine gesamten finanziellen Verhältnisse preisgeben, ich meine jeder hat doch Geld zurückgelegt in Sparbriefe oder was auch immer. Haben die Einblick in meine Kontoauszüge oder dürfen die Auskünfte von der Bank einholen? Und muss ich wirklich umziehen wenn die meine Wohnung für zu teuer finden?

Hallo Manuela,

deine Fragen sind alle mit ‚ja‘ zu beantworten - aber sie waren ja sowieso nur rhetorisch gemeint, oder ?

…fragt die Steuerzahlerin Carolin die dich mitfinanzieren wird

Hallo !
Auch für Dich steht schon ein Pole oder Tscheche oder ein anderer bereit,Deinen Job zu übernehmen ! Für einen Bruchteil des Lohnes !

Kotzt mich langsam an,die dauernden Vorwürfe oder Vorhaltungen,wie viel man doch für andere zahlt. Keine Angst,das es Dich nicht mal selbst trifft ?
Ich habe Arbeit,falls Du es wissen willst ! Aber ich fühle mit,wie es anderen gehen kann. Such mal nach Arbeit !

mfG Steffen

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Hallo Manuela,

ich bekomm nur noch wenige Tage Arbeitslosengeld und dann bin ich
Opfer von Hartz 4.

hierzu möchte ich erst mal mein Mitgefühl ausdrücken. Ich kann mir gut vorstellen, dass das nicht leicht ist.

Schon der Antrag alleine versetzt einen wirklich in Angst und Schrecken.

Das haben viele Anträge und Formulare so an sich.

Wer kann mir Tipps und Infos geben, was das Arbeitsamt wissen
muss und was ich denen besser nicht sage. Muss ich denen
wirklich meine gesamten finanziellen Verhältnisse preisgeben,
ich meine jeder hat doch Geld zurückgelegt in Sparbriefe oder
was auch immer. Haben die Einblick in meine Kontoauszüge oder
dürfen die Auskünfte von der Bank einholen? Und muss ich
wirklich umziehen wenn die meine Wohnung für zu teuer finden?

Sofort Einblick in Deine Kontoauszüge haben sie nicht, aber seit der letzten Gesetzesänderung können sie auf jeden Fall abfragen, was für Konten Du unterhältst. Und wenn da Depot-Konten dabei sind, die Du im Antrag nicht angegeben hast, dann haben sie einen Grund, einen richterlichen Beschluss zur Überprüfung der Konten zu erwirken. So habe ich diese Gesetzesänderung zumindestens verstanden.

Du sparst Dir also jede Menge Scherereien, wenn Du die Informationen gleich herausrückst.

Gruß, Karin

Hallo Steffen,

Auch für Dich steht schon ein Pole oder Tscheche oder ein
anderer bereit,Deinen Job zu übernehmen ! Für einen Bruchteil
des Lohnes !

Pure Panikmache…

Kotzt mich langsam an,die dauernden Vorwürfe oder
Vorhaltungen,wie viel man doch für andere zahlt. Keine
Angst,das es Dich nicht mal selbst trifft ?

Komischerweise käme ich nicht auf den Gedanken, in einem solchen Falle meine Vermögensverhältnisse nicht offenlegen zu wollen, da ich dies von mir aus als Betrug an der Allgemeinheit empfände. Aber nun gut…

Ich habe Arbeit,falls Du es wissen willst ! Aber ich fühle
mit,wie es anderen gehen kann. Such mal nach Arbeit !

Natürlich. Aber Fragen im Hinblick auf: „Darf ich den Steuerzahler betrügen, der mich in Zukunft finanzieren wird“ darf man durchaus als Steuerzahler in den falschen Hals bekommen. Auch Aussagen, man sei „Opfer“ von Hartz 4 sind ebenfalls durchaus grenzwertig, bei allem Verständnis für die Lage des/-r einzelnen.

Grüße
Jürgen

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Hallo,

Komischerweise käme ich nicht auf den Gedanken, in einem
solchen Falle meine Vermögensverhältnisse nicht offenlegen zu
wollen, da ich dies von mir aus als Betrug an der
Allgemeinheit empfände.

eine löbliche und vorbildhafte Einstellung! Schön wäre es, wenn unsere Volksvertreter ebenso offen ihre diversen Nebeneinkünfte und Zulagen aufdecken würden. Erst jetzt, nach Inkrafttreten des NRW-Korruptionsbekämpfungsgesetz, kam heraus, daß der Düsseldorfer OB allein für die Teilnahme an zwei Aufsichtsratsitzungen des Stromversorgers RWE 23.000 Euro erhielt. Zuvor hatte sich der OB strikt geweigert, seine Bezüge offen zu legen. Verständlich. Ein netter Stundenlohn. Den die Allgemeinheit zahlen darf . . .

Auch Aussagen, man sei „Opfer“ von Hartz 4 sind
ebenfalls durchaus grenzwertig, bei allem Verständnis für die
Lage des/-r einzelnen.

Solange der elementare Bestandteil der Hartz-Reform, nämlich die Schaffung von mehr Arbeitsplätzen durch entprechende Anreize und eine intelligente Wirtschaftspolitik, nicht umgesetzt wird, halte ich es für legitim, wenn von Kürzungen Betroffene sich als Opfer eines einseitigen und verfehlten Reformkonzeptes sehen.

Grüße
Jürgen

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Moin,

halte ich es für legitim, wenn von Kürzungen
Betroffene sich als Opfer eines einseitigen und verfehlten
Reformkonzeptes sehen.

Das kannst du natürlich halten wie du willst, nur da ich als einziges „Opfer“, dass Alg II Bezieher bringen müssen, eine geringere finanzielle Zuwendung als bislang und die Verpflichtung, alles Mögliche zur Wiederaufnahme bezahlter Arbeit zu unternehmen, sehe, hab ich für diese Haltung wenig Verständnis. Oder willst du in Zukunft noch mehr von deinem Bruttolohn abgeben, um diese „Opfer“ zu finanzieren ?

Aber lass mich raten, deine Haltung ist vermutlich nur so lange gut, wie sie von anderen finanziert werden soll.

Gruß
Marion

Hallo Michael,

eine löbliche und vorbildhafte Einstellung! Schön wäre es,
wenn unsere Volksvertreter ebenso offen ihre diversen
Nebeneinkünfte und Zulagen aufdecken würden.

Was bitte sehr hat das eine mit dem anderen zu tun?

Erst jetzt, nach
Inkrafttreten des NRW-Korruptionsbekämpfungsgesetz, kam
heraus, daß der Düsseldorfer OB allein für die Teilnahme an
zwei Aufsichtsratsitzungen des Stromversorgers RWE 23.000 Euro
erhielt. Zuvor hatte sich der OB strikt geweigert, seine
Bezüge offen zu legen. Verständlich. Ein netter Stundenlohn.
Den die Allgemeinheit zahlen darf . . .

Schön für ihn, allerdings haben Aufsichtsratsmandate durchaus weitere Pflichten außer der Teilnahme an den offiziellen Sitzungen. Aber das weißt Du sicher, genauso, wie Du weißt, dass das Einkommen der Aufsichtsräte die Aktionäre zahlen…

Solange der elementare Bestandteil der Hartz-Reform, nämlich
die Schaffung von mehr Arbeitsplätzen durch entprechende
Anreize und eine intelligente Wirtschaftspolitik, nicht
umgesetzt wird, halte ich es für legitim, wenn von Kürzungen
Betroffene sich als Opfer eines einseitigen und verfehlten
Reformkonzeptes sehen.

Na ja, irgendwie habe ich da eine andere Einstellung gegenüber Zuwendungen eines Sozialstaats. Ich würde mir nicht als Opfer vorkommen, wenn mir jemand hilft. Auch wenn es vielleicht jetzt weniger ist als noch vor 5 Monaten. Aber auch das unterscheidet mich wohl von vielen Deutschen…

Grüße
Jürgen

Hallo

Schön für ihn, allerdings haben Aufsichtsratsmandate durchaus
weitere Pflichten außer der Teilnahme an den offiziellen
Sitzungen. Aber das weißt Du sicher, genauso, wie Du weißt,
dass das Einkommen der Aufsichtsräte die Aktionäre zahlen…

Aber sicher doch - nur etwas kurz gedacht. Schau doch einmal an das Ende der Kette. Da ist der Verbraucher, der über seine Stromrechnung für die Gewinne des Stromkonzerns und seiner Aktionäre sorgt, die die Aufsichtsräte bezahlen . . .

Ich würde mir nicht als Opfer vorkommen, wenn mir jemand hilft. Auch :wenn es vielleicht jetzt weniger ist als noch vor 5 Monaten.

Die Regelbezüge, die für ALG-II gelten - und die du ja sicher kennst - sichern den Beziehern ein Leben am Rande des Existenzminimums. Die Bezieher sollen also dankbar dafür sein, daß der Staat sie nicht verhungern lässt, ihnen die Wohnung finanziert und ihre Arztrechnungen bezahlt? Auch ich finanziere ALG-II-Bezieher mit. Für mich ist diese Form der Hilfe jedoch eine Selbstverständlichkeit, und ich erwarte wahrlich keine Dankbarkeit.

Gruß

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nur bares ist wahres.

hatte eigentlich gehofft, über das forum tipps zu bekommen, statt dessen wird man von den anderen der „arbeitenden bevölkerung“ nur nieder gemacht, als ob man ein aussenständiger sei. dabei tut ihr grad so, als gäbe es die 5 oder 7 million oder wie viel wir in wirklichkeit auch immer haben überhaupt nicht.
ich selbst bin 2 mal wegen dem job umgezogen, von kassel nach münchen, von dort nach 3 jahren nach hamburg. da soll mir mal einer sagen ich will nicht arbeiten, oder beute den armen steuerzahler ja nur aus. vor ein paar jahren gab es mal den spruch wer auch wirlich arbeiten will, der findet auch arbeit. aber das stimmt nicht mehr. so was kann nur einer sagen, der die arbeitslosigkeit selbst noch nicht am eigenen leibe erfahren hat und nicht weiss wie es ist.
euch allen, die solch eine meinung vertreten, wünsche ich nur, selbst mal in eine solche situation zu kommen, den job zu verlieren und nicht zu wissen wie es weitergehen soll, wenn all die träume die man sich so macht wegen einer kündigung den bach runtergehen und man von den anderen auch noch solche scheisse überflüssigen kommentare zu hören bekommt!!!
in was für einer gesellschaft leben wir überhaupt?!?!

Kopf hoch Mädel!
Hallo Manu,

Kopf hoch Mädel!!! Ich mein das nicht als Scherz. Wenn du dich als Opfer siehst wirst du auch als Opfer behandelt. Und bekommst mit aller Ehrlichkeit (und Härte) die Meinung von anderen (wie z.B. von Carolin weiter unten) in den Magen gerammt. Warum eigentl.??

Sicherlich, vom Konsum bzw. Materialismus musst du dich verabschieden. Aber darüber hinaus hast du auch ein Geschenk erhalten: Zeit. Während sich andere in ihren Jobs aufreiben kannst du die Seele baumeln lassen und dir die Gesellschaft ansehen.

Immerhin, über die Grundversorgung bist du ja abgesichert. Das sich damit ganz gut leben lässt, seh ich an etlichen Freunden und Bekannten. Darüberhinaus: Suche nach Dingen die nicht gemacht werden müssen, aber getan werden könnten!

Um deine Frage zu beantworten: Ja die Behörden können Einsicht in deine Kontenstammdaten nehmen und werden dies auch tun, wenn sie einen Grund dazu haben.

Grüße und viel Glück!
Kroeger