Hallo.
War das vielleicht eine Bewerbung via email ? Dann dürfte die Rücksendung via Papier etwas schwerer werden 
Es sei denn, da hat jemand vergessen die Bewerbungsunterlagen zuzufügen. Oder diese sind verloren gegangen…
Auf jeden Fall kann man das als Absage auffassen. ‚Eisschreiben‘ ist in dem Fall nicht angemessen (=Bewerber werden für später ‚auf Eis‘ gelegt)
HTH
mfg M.L.
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http://de.news.yahoo.com/050419/295/4i1m1.html
***Beitrag aus dem Newsletter von WS aktuell vom 20.04.05***
Unterrichtsstörung als Imagepflege [Pädagogik]
Berlin (Deutschland) - Unterrichtsstörer schaden sich und anderen. Selbst bekommen sie im Unterricht nichts mit, erhalten dadurch schlechte Noten und schaffen vielleicht den Schulabschluss nicht. Andere dagegen hindern sie am Lernen. Was treibt diese Schüler mit dem ausgeprägten Störverhalten? Forscher des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung haben jetzt herausgefunden, dass die Störer tatsächlich einen Prestigegewinn durch ihr Verhalten erzielen - allerdings nur einen kurzfristigen. Eltern und Lehrer sollten wissen, dass die betreffenden Schüler von ihrem Störverhalten auch profitieren, so die Forscher.
„In der Subkultur der Jugendlichen steigert die Missachtung des Lehrers oder das Stören eines langweiligen Unterrichts das Prestige“, sagt Ulrich Trautwein vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Trautwein und seine Kollegen Jürgen Baumert und Olaf Köller haben in ihrer Studie „Bildungsverläufe und psychosoziale Entwicklung im Jugendalter“ mehrere tausend Schülerinnen und Schüler von der siebten bis zur zehnten Klasse begleitet.
In der siebten Klasse befragten die Forscher die Schüler, wie oft sie absichtlich den Unterricht störten oder körperliche Gewalt gegen Mitschüler und Gegenstände ausübten. Außerdem sollten sie ihre eigene Durchsetzungsfähigkeit sowie ihr Anerkanntsein in der Klassengemeinschaft einschätzen.
Jahre später verglichen die Wissenschaftler die Selbsteinschätzung der Zehntklässler mit den Angaben, die dieselben Schüler früher als Siebtklässler gemacht hatten. Es zeigte sich, dass sich bei den aggressiven Schülern, die gegen Mitschüler oder gegen Sachen Gewalt ausübten, die Einschätzung der eigenen Durchsetzungsfähigkeit von der siebten bis zur zehnten Klasse im Durchschnitt etwas erhöht hatte. Besonders profitiert hatten jene Schüler von ihrem Problemverhalten, die sich in der siebten Klasse als nur wenig durchsetzungsfähig bezeichnet hatten. Ähnliche Befunde gab es bei den Unterrichtsstörern: Wer in Klasse 7 häufig den Unterricht gestört hatte, gab in der 10. Klasse an, sich als stärker von den anderen anerkannt zu wissen.
Die Forscher wollen aber keineswegs die Unterrichtsstörung als Mittel der Imagepflege propagieren: Sie machen darauf aufmerksam, dass sie natürlich nur die „Erfolgreichen“ unter den Störern haben untersuchen können. Schüler, die die zehnte Klase nicht erreichten, weil sie sitzen geblieben sind oder von der Schule verwiesen wurden, fielen aus der Untersuchung heraus. Eine nähere Untersuchung dieser Schülergruppe zeigte, dass darunter viele Unterrichtsstörer waren. Ungeklärt ist auch, wie Jugendliche, die durch Unterrichtsstörung auffielen, sich langfristig entwickeln - ob sie zum Beispiel Anerkennung durch Angsteinflößen erzwingen oder ob sie ein übersteigertes Selbstkonzept haben, das irgendwann an der Wirklichkeit zerbricht. „Auch wenn störendes Verhalten zunächst in manchen Fällen durchaus das Selbstbewusstsein und den Status stärken kann, so ist dies keineswegs der aussichtsreichste Weg für eine gute Entwicklung des Jugendlichen“, betont Trautwein. „Eltern und Lehrer sollten aber wissen, dass manche Schüler von ihrem Störverhalten auch profitieren.“ (wsa050415dm1)
Autor: Doris Marszk
Quelle: Max-Planck-Institut für Bildungsforschung