Antwortschreiben (?)

Hallo Erfahrene !

Da mir die Erfahrung fehlt :

was bedeutet ein Antwortschreiben auf eine Bewerbung in dieser Form :

Sehr geehrter xy,

ich danke für die Zusendung Ihrer Bewerbung.
In gleicher Post sende ich Ihnen die Bewerbungsunterlagen zurück.

Mit freundlichen Grüßen

xx

sonst kein Kommentar, nix.
Äääh, was soll das ?

Angel

ist das eine ziemlich unhöfliche Antwort.

Oder seh ich das falsch ?

Hallo,

da scheinst Du ja postwendend Deine Unterlagen zurück bekommen zu haben. Entweder Du hast Dich auf eine Stelle beworben, die einige Nummern zu groß ist (Die Stelle des Papstes ist vergeben), oder in Deinen Bewerbungsunterlagen war etwas mehr als auffällig schlecht (Es liegt eine Sardine als Lesezeichen drin. Du hast mehr Rechtschreibfehler als Wörter. Du hast mit Hi begonnen. )

Ich hatte das bei meinen Bewerbungen auch schon erlebt. Möglicherweise ein Service der Post.

Glück und Ausdauer.

Gruß

Peter

Hallo Angel,

vermutlich (sehr sicher) ist das eine Absage.

Vielleicht hat der Chef zur Sekretärin gesagt :
„Schicken Sie die Unterlagen zurück…“ und
GENAU das hat sie getan.
Üblicherweise setzt man noch irgend einen „tröstenden“
Satz dazu wie „…leider haben wir uns für einen
anderen Bewerber entschieden, wir wünschen Ihnen …“
Was ja auch nicht sehr viel hilft.

Bei dieser Firma kannst du ja nichts mehr verlieren,
wäre also eine Möglichkeit bei dem Verantwortlichen
einfach mal anzurufen und zu erfragen warum du eine
Absage erhalten hast - ob du ne ehrliche Antwort erhältst
ist natürlich fraglich. Wenn du offen und direkt fragst
erhältst du aber vielleicht ein paar Tips, evtl. auch
wo du dich sonst noch bewerben könntest.

Liebe(s) Gruess(l)e
R2D2

Hallo Peter,

trifft eigentlich alles nicht zu, was Du da so aufzählst.

Aber irgendetwas wird´s wohl gewesen sein.
Ich habe aber momentan (und wahrscheinlich überhaupt)
keinen Bock nachzuhaken.

Ich hatte mich für eine berufsfremde Sparte beworben,
da ich einfach gerne umsatteln möchte.

Ich denke, dass ich eher überqualifiziert bin, was mir aber
nichts ausmacht.

Ich bin auch nicht arbeitslos, sondern stehe in einem Beschäftigungsverhältnis, das ich aber nur zu gerne beenden würde.

Im schriftlichen Bewerben habe ich keine Erfahrung, da ich mich
mein Leben lang immer nur persönlich beworben habe und immer vom Fleck weg engagiert wurde.

Na und jetzt schau ich halt blöd.

Angel

Hallo.

War das vielleicht eine Bewerbung via email ? Dann dürfte die Rücksendung via Papier etwas schwerer werden :wink:
Es sei denn, da hat jemand vergessen die Bewerbungsunterlagen zuzufügen. Oder diese sind verloren gegangen…
Auf jeden Fall kann man das als Absage auffassen. ‚Eisschreiben‘ ist in dem Fall nicht angemessen (=Bewerber werden für später ‚auf Eis‘ gelegt)

HTH
mfg M.L.

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http://de.news.yahoo.com/050419/295/4i1m1.html

***Beitrag aus dem Newsletter von WS aktuell vom 20.04.05***
Unterrichtsstörung als Imagepflege [Pädagogik]

Berlin (Deutschland) - Unterrichtsstörer schaden sich und anderen. Selbst bekommen sie im Unterricht nichts mit, erhalten dadurch schlechte Noten und schaffen vielleicht den Schulabschluss nicht. Andere dagegen hindern sie am Lernen. Was treibt diese Schüler mit dem ausgeprägten Störverhalten? Forscher des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung haben jetzt herausgefunden, dass die Störer tatsächlich einen Prestigegewinn durch ihr Verhalten erzielen - allerdings nur einen kurzfristigen. Eltern und Lehrer sollten wissen, dass die betreffenden Schüler von ihrem Störverhalten auch profitieren, so die Forscher.

„In der Subkultur der Jugendlichen steigert die Missachtung des Lehrers oder das Stören eines langweiligen Unterrichts das Prestige“, sagt Ulrich Trautwein vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Trautwein und seine Kollegen Jürgen Baumert und Olaf Köller haben in ihrer Studie „Bildungsverläufe und psychosoziale Entwicklung im Jugendalter“ mehrere tausend Schülerinnen und Schüler von der siebten bis zur zehnten Klasse begleitet.

In der siebten Klasse befragten die Forscher die Schüler, wie oft sie absichtlich den Unterricht störten oder körperliche Gewalt gegen Mitschüler und Gegenstände ausübten. Außerdem sollten sie ihre eigene Durchsetzungsfähigkeit sowie ihr Anerkanntsein in der Klassengemeinschaft einschätzen.

Jahre später verglichen die Wissenschaftler die Selbsteinschätzung der Zehntklässler mit den Angaben, die dieselben Schüler früher als Siebtklässler gemacht hatten. Es zeigte sich, dass sich bei den aggressiven Schülern, die gegen Mitschüler oder gegen Sachen Gewalt ausübten, die Einschätzung der eigenen Durchsetzungsfähigkeit von der siebten bis zur zehnten Klasse im Durchschnitt etwas erhöht hatte. Besonders profitiert hatten jene Schüler von ihrem Problemverhalten, die sich in der siebten Klasse als nur wenig durchsetzungsfähig bezeichnet hatten. Ähnliche Befunde gab es bei den Unterrichtsstörern: Wer in Klasse 7 häufig den Unterricht gestört hatte, gab in der 10. Klasse an, sich als stärker von den anderen anerkannt zu wissen.

Die Forscher wollen aber keineswegs die Unterrichtsstörung als Mittel der Imagepflege propagieren: Sie machen darauf aufmerksam, dass sie natürlich nur die „Erfolgreichen“ unter den Störern haben untersuchen können. Schüler, die die zehnte Klase nicht erreichten, weil sie sitzen geblieben sind oder von der Schule verwiesen wurden, fielen aus der Untersuchung heraus. Eine nähere Untersuchung dieser Schülergruppe zeigte, dass darunter viele Unterrichtsstörer waren. Ungeklärt ist auch, wie Jugendliche, die durch Unterrichtsstörung auffielen, sich langfristig entwickeln - ob sie zum Beispiel Anerkennung durch Angsteinflößen erzwingen oder ob sie ein übersteigertes Selbstkonzept haben, das irgendwann an der Wirklichkeit zerbricht. „Auch wenn störendes Verhalten zunächst in manchen Fällen durchaus das Selbstbewusstsein und den Status stärken kann, so ist dies keineswegs der aussichtsreichste Weg für eine gute Entwicklung des Jugendlichen“, betont Trautwein. „Eltern und Lehrer sollten aber wissen, dass manche Schüler von ihrem Störverhalten auch profitieren.“ (wsa050415dm1)

Autor: Doris Marszk
Quelle: Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

Hallo Angel,

also in meiner Ex-Firma war das Standard.
Scheffin (doof): Lehrling, schick mal die Unterlagen zurück!
Lehrling (noch döfer): quetscht die schöne Mappe in einen kleinen Briefumschlag
Scheffin: Wo kannen ich das unterschreiben?
Lehrling: Auf dem Umschlag, vielleicht?
Scheffin: Neinnein, wo issn das Anschreiben?
Lehrling: Wat fürn Ding?
Scheffin: Na, sowas wie Ihr in der Berufsschule immer macht.
Lehrling: Ach so - Schiffe versenken! *strahlt*
Scheffin: Nein, Du schreibst einen Brief und sagst ab.
Lehrling: Wiiiieeeeee jeeeetzt?
Scheffin: Kreuzdonnerwetter ich hab noch zu tun. Ist doch egal, mach’s halt wie Du denkst!
Lehrling schreibt:

Sehr geehrter xy,

ich danke für die Zusendung Ihrer Bewerbung.
In gleicher Post sende ich Ihnen die Bewerbungsunterlagen
zurück.

Mit freundlichen Grüßen

xx

*grins* Merkste was? Völlig egal ob Deine Bewerbung perfekt war oder nicht, ob Du vielleicht eine Super-Qualifikation hast. Die Botschaft ist einfach, daß Du zur falschen Zeit an den falschen Ort geraten bist. Alternativ könnte es auch noch heißen, daß Du Deine Bewerbung in einen Sauladen geschickt hast. Aber sowas würd ich von meiner Exfirma niiieeeemalsnicht behaupten *Fingerkreuz*

Also mach Dir keine Gedanken, wenn Deine Bewerbung okay ist lag’s wirklich nur an dieser Firma. Hefte es ab zu den anderen Absagen oder in Deine Kuriositätensammlung und lass Dich bloß nicht entmutigen von solchen Trotteln!

*wink*

Petzi

Hallo, Angel,
es ist eine sehr knapp gehaltene Antwort, aber unhöflich wäre etwas anderes. Ich denke mir, dass der Stil eines Arbeitgebers sich auch im Absageschreiben widerspiegelt - auch Absagen kann man höflich formulieren.
Ich bekam einmal meine Mappe zurück mit einem beigelegten Blatt, das aus einer Kopie (auf DinA4)eines anderen Blattes (DinA5, schräg kopiert)bestand, keine namentliche Anrede, nichts in der Art (immerhin auf eine Stelle mittlere Führungsebene - ich hatte danach schon das Gefühl, als ob dies letztlich auch für mich nicht das richtige Unternehmen gewesen wäre). Als Bewerber lernt man nunmal die unterschiedlichsten Menschen kennen…auch wenn´s schwerfällt: nicht persönlich nehmen und einfach darüber stehen.
Gruß,
Andeas.

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Einmalig und immer ?
Hallo,

solange du nicht alle deine Bewerbungen mit solchen oder ähnlichen Schreiben zurück bekommst, würde ich es einfach als Unhöflichkeit bzw. Unfähigkeit des Unternehmens sehen.

Wenn Deine Absagen immer so aussehen, hast du ein Problem.

Gruß

Matthias

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

euch allen für Trost und Zuspruch !!!

Angel

Hallo Angel,

lass Dich von solchen Volltrotteln nicht ärgern. Zwecks Trost erzähle ich Dir mal meine schönsten drei Bewerbungserlebnisse:

  • Bewerbung als Praktikant bei einem Verlag (schon viele Jahre her). Absage nach 6 Monaten. Meine Unterlagen waren vergilbt, zerknickt und mit Kaffeeflecken verziert. Der Umschlag der Rücksendung war unterfrankiert, ich musste Porto nachzahlen.
  • Vorstellungsgespräch für Position X. Mitarbeiter sagt mir sofort, dass man jetzt keinen X einstellt. Konnte mir allerdings auch nicht sagen, welche Beschäftigung das Unternehmen mir ansonsten anbieten würde und warum ich eingeladen worden bin.
  • Bewerbung verfasst im Januar. Erster Anruf des Unternehmens Ende März. Entschuldigung des Personalers, weil es so lange gedauert hätte. Ob ich denn noch interessiert wäre. Man würde sich später wieder melden wegen Vorstellungsgespräch. Dann Funkstille. Ich hake nach - unfreundliches Gequäke, man wäre noch in der Entscheidungsphase. Mitte Juni schicke ich nochmals meine Unterlagen zu dem Unternehmen, da sich bei mir neue Qualifikationen ergeben hatten. Keine Reaktion. Ende September dann ein Mail: Entschuldigung des Personalers, weil es so lange gedauert hätte. Ob ich denn noch interessiert wäre. - Nein, mittlerweile hatte ich woanders unterschrieben … es ging bei diesem Job übrigens um einen höheren Managementposten mit ca. 10 Jahren Berufserfahrung, Doktortitel oder MBA wären auch gerne mitzubringen …

Lass Dich nicht unterkriegen! Ich hab auch so einiges erlebt bei der JObsuche.

Liebe Grüße und ein dickes Trostpflaster
Anna