Hi annabell,
leider schreibst Du nicht was genau für einen Einleitungssatz Du meinst. Aber ich gehe einfach mal davon aus, dass Du in jedem Fall Dein Anschreiben nach all den Formalitäten (die üblicherweise mit „Sehr geehrter Herr xxx“ enden) fortsetzen willst 
Da hab ich eigentlich meist zwei Strategien gefahren, die beide den Hintergrund hatten, als nächstes Wort nicht „ich“ zu haben und das berüchtigte „hiermit“ zu vermeiden.
Am elegantesten ist natürlich, wenn Du schon vorab mit dem Herrn xx telefoniert hast. Dann schreibste nämlich, dass Du Dich bedankst für das nette/angenehme Telefongespräch heute Vormittag (nicht: „von vor 3 oder 4 Wochen“, da sollte natürlich „heute“ oder notfalls noch „gestern“ stehen *fg*).
Ansonsten ist’s auch ziemlich elegös, wenn die Firma einen markanten Wahlspruch, Werbeslogan hat. Also sowas wie „Geht nicht - gibt’s nicht“ oder „Nichts ist unmöglich“. Hinweise dazu findet man - so es nicht eine dieser bekannten Firmen ist - entweder in der Stellenanzeige oder auf der Homepage.
Wenn auch das nicht, dann wird’s komplizwickt. Denn dann brauchste ein mehr oder weniger geniales Standard-Gestammle. Also sowas wie „in Ihrer Anzeige vom… in der… suchen Sie“ (ziemlich doof, insbesondere da man davon ausgehen kann, dass der Kerl, der Deinen Schrieb liest noch gaaanz genau weiss zu welchem Datum und in welcher Zeitung er die Stelle ausgeschrieben hat). Also anders: „Kompetenz, Einsatzbereitschaft und Motivation gehören zu meinen persönlichen Eigenschaften und gerne möchte ich beim Marktführer im Bereich zzz mitarbeiten“ (nur dann gut, wenn besagte Schlagworte in der Stellenanzeige erwähnt wurden - ausserdem ist so eine Einleitung wohl eher Geschmackssache). Achja, der Oberkiller „Auf dem Arbeitsamt hat man mir gesagt, dass ich mich bei Ihnen bewerben soll.“ Du siehst, ohne Varianten 1 und 2 wird das echt schwierig und zumindest ich meinerlicherseits hab leider das ultimative Patentrezept nicht gefunden. Darum hab ich meistens irgendwas aus 1 bzw. 2 an de Haaren hergezogen
Aber solche Sätze solltest Du in einschlägigen Büchern und Internetseiten eigentlich finden und dann nach Deinem Geschmack plus Kenntnissen plus Firma abwandeln.
Zum Trost vielleicht noch der alte Autoren-Trick: keiner zwingt Dich, den ersten Satz wirklich als ersten zu schreiben. Sprich, fällt Dir partout nix ein, dann schreib halt erstmal den Rest vom Anschreiben, mach alles andere fertig und dann tust ein paar Stunden was anders. Danach liest Dir Dein Werk nochmal durch und meistens kommt der erste Satz dann von selber.
Ach ja - es gibt noch eine Variante 3, die ich eigentlich nur für Initiativbewerbungen genommen habe, die aber sicher auch auf Anzeigen funktioniert: Du lässt den Kram mit Betreff und „Sehr geehrte Damen und Herren“ weg sondern legst los mit "Als Pudelfriseuse mit 100 Jahren Berufserfahrung im Bereich der Pudel-Dauerwelle sowie Dackelhaarfärbung (Fachrichtungen rosarot und himmelgrün) bin ich auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung. / wenn Du willst jetzt ein Satz von wegen, dass Du die Anzeige interssant fandest (ich frag mich immer, wie einen solche stummen Teile „ansprechen“ können, mich schweigen die immer an, aber egal *fg*) / Dann weiter mit „ich kann“ und Aufzählung (ein Bezug zu dem, was in der Anzeige steht ist bestimmt hilfreich!) - diese Aufzählung kann auch stichpunktartig sein. Und als letztes „ich wünsche mir“ wieder mit Punkten (da kann dann stehen „eine selbstständige Tätigkeit mit Hundemaulzuhälter“ oder „Mitarbeit beim führenden Hinterposemuckeler Hundesalon“ oder was eben auch. Wie oben sind da Schlagwörter aus der Stellenanzeige oder dem Internet ziemlich hilfreich, so sich sich mit Deinen Wünschen decken. Sprich, es bringt gar nix, wenn die Firma jung, dynamisch und erfolgreich ist (oder zumindest das von sich behauptet) während Du alt, unflexibel und erfolglos bist
Such Dir also die Punkte raus, die echt zu Dir passen.
*wink*
Petzi
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]