Fragen zur vertraglichen Arbeitszeit

Hallo,
ich habe eine vertraglich geregelte 40-Std.-Woche von der ich ehrlich gesagt vielleicht 20 Std. produktiv bin und den Rest untätig Zeit absitze, da das Arbeitsvolumen einfach nicht mehr hergibt! Natürlich versuche ich in dieser Zeit nützlich zu sein, indem ich alte Ablagen ausmiste, das Büro aufräume, die Gruschtelkammer sortiere. Ich arbeite seit 1 Jahr in dieser Firma und habe auch vertraglich geregelt, dass meine Arbeitszeit Freitags um 13 Uhr endet (dafür arbeite ich unter der Woche ohne Pause und etwas länger), da ich einen Nebenjob habe und diesen Freitagnachmittag ausführe. Das wurde im Vorstellungsgespräch so besprochen und auch vertraglich fixiert. Nun wurde eine neue Kollegin in Vollzeit eingestellt, die jetzt mault, dass sie eigentlich nicht einsieht, freitags immer länger da zu bleiben - sie möchte auch mal früher ins Wochenende gehen können! Die Kollegin war die ganze Zeit über als 400-Euro-Kraft angestellt und wusste daher von meiner Sonderregelung. Nun meine Frage: kann von mir nun verlangt werden, dass ich freitags auch da bleibe bzw. dass man sich abwechselt? Das hat nichts mit Kollegialität zu tun - würde ich freitags Däumchen drehen, wäre ein Abwechseln für mich kein Problem! Aber hier geht es um ca. 150 Euro monatlich, auf die ich einfach nicht verzichten kann und auch nicht will! Ich bin unter der Voraussetzung das Arbeitsverhältnis eingegangen, dass ich freitags um 13 Uhr Schluß mache und Geld verdienen kann. Bisher war es auch kein Problem, dass das Büro ab 13 Uhr nicht besetzt ist - kann der Chef da jetzt darauf pochen, dass wir bis 16.30 (wie sonst auch) erreichbar sein müssen? Kann er da verlangen, dass wir uns abwechseln, weil ja jetzt zwei Damen da sind? Wäre das Arbeitspensum natürlich so, dass meine Kollegin dadurch unzählige Überstunden schuften würde und aus der Arbeit nicht rauskäme, wäre das für mich wieder eher nachvollziehbar, aber wie gesagt: es ist eigentlich nicht genug Arbeit für zwei Vollzeitkräfte da, somit ist dies für mich auch kein Anlass, meine Arbeitszeit zu verlegen (da ich ja ohnehin keine Minuszeit mache, sondern meine Arbeitszeit nur anders gestalte).

Vielen Dank für Infos und Tipps,
Sonja

Hi,
es steht in Deinem Vertrag, dass Du freitags bis 13 Uhr arbeitest. Du machst ja Deine 40 Stunden genauso wie Deine Kollegin, nur eben anders aufgeteilt, genau wie Du sagst. Wenn sie dann rummeckert, würde ich ihr das erstmal genauso sagen: Dass sie länger bleibt, weil sie ihre 40 Stunden noch nicht voll hat, Du aber schon. Das ist erstmal nicht Dein Problem: Sie hätte ja eine ähnliche Regelung anstreben können in ihrem Vertrag, hat sie aber nich. Wärest Du nicht da, würde sie wahrscheinlich auch nicht auf die Idee kommen, früher gehen zu wollen.

Ich finde also, du bist nicht dazu verpflichet, weder moralisch noch vertraglich, ihr da entgegen zu kommen. Was ich nicht verstehe: Es war doch vorher kein Problem, dass keiner da war. Nun ist Deine Kollegin da, damit freitags jemand da ist. Ob sie dann freitags auch früher Schluß machen kann, muss sie also allein mit dem Chef aushandeln. Ich finde, da kannst Du Dich getrost raushalten und drauf verweisen, dass Du Deinen Teil leistest und auch keine Überstunden abfallen, an denen Du Dich prozentual beteiligen müsstest. Dass also nix dagegen spricht, dass Du wie im Vertrag festgehalten freitags um 1 gehst.

Just my 2 pence.
Gruß
Yvi

ich wuerde dir dringend empfehlen,
das thema sofort jetzt mit deinem chef abzusprechen.
das riecht nach mobbing. warum wurde ‚sie‘ voll uebernommen
und nicht du? sie wird dich ‚abdraengen‘ wollen.

du hast zwar nicht direkt ‚etwas zu befuerchten‘ -
aber man koennte dich damit treffen, wenn deine stelle komplett gestrichen wird.

darauf wirds letzten endes hinausgehen
sofern du jetzt nichts unternimmst!;
denn ‚sie‘ wird dann darauf trachten, die ‚mehrarbeit‘ die durch dein fehlen dann anfaellt, besser verguetet zu erhalten.

manche leute sind durchtriebener als man im allgemeinen glaubt.

gruss - digi
迪特米克若迪格