Was haltet ihr mal von einen anderen Lebenslauf

Ich dachte mir 4 schöne Seiten aus Powerpoint.

  1. Seite Persönliche Daten, Schule und Bild.
  2. Seite Berufsspezifische Ausbildungen und Schulen.
    Das ganze stelle ich mir so vor auf der Linken seite Das Datum, der Ort, Was für eine Ausbildung und Noten. Auf der rechten Seite kommentiert. (Was für schwerpunkte, was zusätzlich, welche besonderheiten.
  3. Seite Berufliches / Arbeit. Wieder Links wie in eine normalen Lebenslauf schön aufgestaffelt und rechts dazu das ganze schön dokumentiert. Was man dort machte, warum es zur Kündigung kahm (Werk wurde geschlossen etc.)
  4. Seite noch einmal seine ganzen Fähigkeiten, Führerscheine, Staplerschein, Zertifikate, Ehrenämter etc. etc. schön deataliert aufgelistet.

Der Vorteil weist sich hier das siech der einsehende in 5 Minuten ein Bild macht. Er weis genau welche Person, welche Ausbildungen, welche Arbeiten und welche Qualifikationen.

Das ganze auf schönen dicken Papaier.

Natürlich auch nur eine solche Bewerbung auf eine passende hochqualifizierte Stelle.

Meint ihr dies spricht einen Personalchef, Firmenchef oder Standortverwalter an?

Das ganze auf schönen dicken Papaier.

„schöne m dicke m…“ => Rettet dem Dativ :wink:

Aber Spaß beiseite, an sich halte ich die Idee schon für nicht so schlecht. Ausnahme wäre natürlich wenn aufgrund des speziellen Tätigkeitsfeldes eine präzise umrissene Form erwartet würde, aber ich denke das hättest du wohl erwähnt. Achte aber in jedem Fall darauf, dass sich nicht ein einziger Flüchtigkeitsfehler wie der von mir bemängelte (waren ja noch ein Paar) in die Bewerbung einschleicht, so etwas macht viel des evt. sehr guten Eindruckes wieder zunichte. Nicht weil man vermuten könnte du hättest ein Rechtschreibdefizit sondern nur weil es zeigt, dass du dir weniger Mühe gegeben hättest als möglich (!!) gewesen wäre. Aber das weißt du sicher genau so gut wie ich.

mfg
Simon

Der Vorteil weist sich hier das siech der einsehende in 5
Minuten ein Bild macht.

Hallo Maxi, wenn das nicht ein ganz spezieller Spezialjob ist, für den du landesweit vielleicht eine von 2 oder 3 Bewerbern bist, dann lass das mit den 4 Seiten.

Er weis genau welche Person, welche
Ausbildungen, welche Arbeiten und welche Qualifikationen.

Ja schon, aber wenn man im Anschreiben nicht rüberbringen kann, warum man sich als die passende Person für den Job wähnt, dann nützt auch der „schönste“ Lebenslauf nichts, weil den der Personaler dann gar nicht erst anschaut.

Meint ihr dies spricht einen Personalchef, Firmenchef oder
Standortverwalter an?

Vielleicht. Vielleicht nervts ihn aber auch einfach nur und er legst gleich beiseite.

MfG

Einigermaßen neu wäre diese Idee wohl auf jeden Fall. Ich weiss aber nicht, ob Sie auch wirklich gut ist:

1). Vier Seiten tabellarischer Lebenslauf sind schon ein mächtiges Wort. Da passt ohne weiteres ein gestandener Akademikerlebenslauf einschließlich Publikationsliste hinein. Wenn man tatsächlich so viel zu sagen hat und die Position, für die man sich bewirbt, dies auch verlangt, dann sei es so. In allen anderen Fällen würde ich vier Seiten als unnötiges Aufblasen empfinden und es lieber lassen. Denn niemand wälzt gern viel Papier.

2). Wieso ausgerechnet Powerpoint?? Die Software ist in erster Linie auf Overhead-Präsentationen zugeschnitten; die Papierform ist nichts weiter als ein Hilfsmittel der Präsentation - und das sieht man ihr an. Im übrigen sehe ich in Deiner Ideenliste nichts, was nicht auch mit jeder Textverarbeitung zu machen wäre - es sei denn, Dir schweben 4 Seiten in Querformat und Farbe vor, womöglich noch bebildert und mit Riesenbuchstaben. Eine solche Form fände ich allerdings als Lebenslauf eher unpraktisch und zudem deplaziert (sofern es nicht um einen Beruf geht, der gestalterisches Talent und/oder Geschicklichkeit im Umgang gerade mit Powerpoint verlangt).

3). Und für den entscheidenden Durchblick braucht es Powerpoint auch nicht unbedingt. Wer einen überschaubaren Lebenslauf hat, etwa weil er noch jung ist deshalb außer Schule, Berufsausbildung, Führer-/Staplerschein noch kaum etwas gemacht hat, kann einigermaßen sicher sein, dass der Leser einen solchen Lebenslauf auch ohne Powerpoint in 5 Minuten erfasst.

Achte aber in jedem Fall darauf, dass sich nicht ein einziger
Flüchtigkeitsfehler wie der von mir bemängelte (waren ja noch
ein Paar)

Genau zwei? *grins*
Gruß
Katharina

Dazu bin ich zu gut und zu Rar das er es sich nicht ansehen würde.
Aber danke für deine Hilfreiche Antwort.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Genau zwei? *grins*
Gruß
Katharina

Nein, insgesamt mindestens achtzehn, in Ziffern: 18!
Ich bin schockiert und verwundert- was macht der Mann, der nach eigener Aussage so „gut und rahr“ ist? *augenaufreiß*
Anette

Hallo zusammen,

ich persönlich lege auch ziemlich viel Wert auf Rechtschreibung, beherrsche sie aber nicht tadellos.

Dennoch nervt mich, dass die Gewichtung im Allgemeinen, hier im Forum und auch bei Bewerbungen einen derart hohen Stellenwert hat.

Es gibt durchaus fähige Leute, die hier eben Schwächen haben.
Eine Sekretärin und andere Berufe müssen dies natürlich beherrschen, aber sonst? Warum dieses Theater?

Die Leute sind ja nicht doofer als andere. Jeder hat Stärken und Schwächen.

Wenn Fehler in einer Bewerbung sofort ein K.O-Kriterium sind, verbauen sich manche Personalchefs vielleicht, eine fachlich super gute Kraft als MA zu bekommen.

In meinen Augen ist dies fast eine Stigmatisierung und völlig überzogen. Dieses „Problem“, bzw. dieser Anspruch, sollte meiner Meinung nach allgemein entschärft werden.

Man sollte Menschen mit LRS lieber stärken, indem man ihnen beibringt zu dieser Schwäche zu stehen. Gelich damit hausieren zu gehen, dass sie hier nicht gut sind, und so den wind aus den Segeln nehmen.
Bei mir jedenfalss käme das gut an und zeugt von Courage und Selbstbewusstsein.

Wem bringt es etwas, eine Bewerbung auf dem Tisch zu haben, die von jemandem anderen geschrieben wurde und dafür perfekt ist?

Die Tatsache, der Orthografie nicht mächtig zu sein, sagt nichts über meine Qualität als AN oder meine Fachkenntnis aus.

Wie viele helle Köpfe gibt es mit Legasthenie? Sicher viele!
Und die finden sicher jemanden, an die sie diese Aufgabe delegieren können. Das müsste an jedem Arbeitsplatz drin sein. Solange man den Inhalt erkennen kann reicht das doch, oder nicht?

Diphda, dies dies im Sprachenbrett Mal zur Diskussion stellen wird

Hallo Maxi,

mein erster Impuls war zu schreiben „schön, wenn Du dahinter stehst, dann mach das“. Aber je länger ich darüber nachdenke, umso grössere Zweifel kriege ich. Denn wenn Du wirklich so gut bist, wie Du schreibst: dann kennt „man“ Dich. Und kennt man Dich nicht, dann spricht Dein Anschreiben Bände. Denn dann bist Du genau jener eine geeignete Bewerber, der seine Bewerbung auch auf Fresszettel mit Eselsohnren abgeben könnte und trotzdem genommen würde.

Bist Du „lediglich“ gut bis überdurchschnittlich - dann kann sowas je nach Position entweder saugut oder sauschlecht ankommen. Und Du siehst schon an der Reaktion der anderen: wenn Du sowas ungewöhnliches und aufwendiges machst, dann müssen Inhalt und Form 150%ig sein! Schaffst Du das nicht, dann mach lieber was konventionelles, wo ein oder zwei Vertippsel nicht weiters auffallen. Merke: wenn sich die Schnepfe von gegenüber im kurzen Rock, voller Kriegsbemalung und Stöckelschuhen auf die Straße wagt, grinst Du wenn sie fällt. Passiert das Lieschen Müller mit Dutt und flachen Tretern wirst Du das nichtmal bemerken.

Dann zu der Form: Also ich fände das ehrlich gesagt nicht gut. Denn die grossen Schriftarten brauche ich eigentlich nur für Vorträge oder so, wo auch Leute die weiter weg sitzen noch was sehen können. Ich als Personaler fühlte mich veralbert, wenn ich nen vierseitigen Lebenslauf in 24 bzw. 36 pt bekäme. Denn ich bin ja nicht blind und weitsichtig :wink:

Papierformat: Auch wenn Dein Lebenslauf im Querformat ist, Anschreiben und Zeugnisse sind mit hoher Wahrscheinlichkeit im Hochformat. Das heisst, der gute Personaler muss die Mappe - eventuell mehrfach - drehen.

Papierdicke: ich weiss ja, dass viele der „modernen“ Bewerbungsratgeber das raten auf dickeres Papier zu drucken. Ich persönlich finde, dass das übliche 80g-Papier ausreichend ist und sich vor allem in der typischen Mappe eingezwängt viel besser blättern lässt. Ausserdem saugt das auch der alte halbtote Kopierer noch ein (kann ja sein, dass Personaler Deine Unterlagen dem Abteilungsleiter kopieren will - und wenn er dann noch jedes Blatt extra anlegen muss *schüttel*)

Farbe: Nun, das ist so ne Sache. Stell Dir das vor, wie die „Kriegsbemalung“ von Frauen. Wenn das eine gut kann und im Griff hat, sieht’s nett aus. Hat eine ein nettes Gesicht und ne nette Frisur, tut’s ein Minimun. Beides ist aber okay. Auffällig wird’s nur, wenn’s übertrieben ist oder schlecht gemacht. Du kennst sicher die Fälle von voller Kriegebemalung die „zu bunt“ ist, wo beim Lachen die ganze Fassade bröckelt und die noch unschön verschmiert ist. So ähnlich sehe ich das bei Dir auch. Dunkelblaue Schrift auf beigem Papier kann sehr edel wirken. Dunkelgrün auf orange wirkt bestenfalls merkwürdig, schlimmstensfalls entsetzlich.

Mein Vorschlag: Schreib all das, was Du auf vier Seiten packen willst auf 2 Seiten. Notfalls lass das Schülerpraktikum in der 7. Klasse raus :wink: Diese beiden Seiten gestaltest Du aber schön, sauber und übersichtlich, so dass es Spass macht, sie zu lesen. Du kannst die geplante Vierteilung ruhig übernehmen, die klingt mir sehr sinnvoll. Tob Dich aus mit einer (!) gut lesbaren Schriftart, der sauberen Formatierung, allen Daten richtig (das hat sich so schnell, dass man im Juni 1875 in die Schule gekommen ist!) und auch der Rechtschreibung.

Sorry, wenn auch ich darauf rumhacke, aber Deine Anfrage war wirklich diesbezüglich mit mehr als nur wenigen Vertippseln gespickt. Und es ist halt so, dass eine korrekte Rechtscheibung gerade zu hochqualifizierten Jobs dazu gehört wie der gute Anzug und die sauberen Schuhe. Das mag zwar nix aussagen, ist aber (leider?) doch für einen ganz grossen Teil der Personaler ein wichtiges Kriterium. Denn das sind Dinge, die Du mit Fleiss in den Griff kriegen kannst. Also lass den Text von der Rechtschreibprüfung durchschauen und unbedingt auch nochmal von einem diesbezüglich sattelfesten Menschen Deines Vertrauens. Und letzten Endes: auf irgendwas muss der arme Personaler ja auch achten, wenn er lauter überdurchschnittlich gute Bewerber hat!

Disclaimer: Das alles bezieht sich auf ne papierne Bewerbung im klassischen Sinne. Bei Internetseiten sieht das ein wenig anders aus - da ist zumindest etwas mehr Farbe „drin“.

*wink* und viel Erfolg

Petzi

Die Tatsache, der Orthografie nicht mächtig zu sein, sagt
nichts über meine Qualität als AN oder meine Fachkenntnis aus.

Richtig, dafür aber über Fleiß und Leistungsbereitschaft wenn man angesprochenes in einer Bewerbung vermissen lässt und genau das ist der Punkt, nicht ob man wirklich eine so perfekte Rechtschreibung hat.
Was soll denn ein Arbeitgeber von einem Bewerber halten, der sich nicht mal die Mühe macht seine Bewerbung so zu gestalten, dass sie wenigstens formell korrekt ist?

Um das noch einmal zu wiederholen, korrekte Rechtschreibung in einer Bewerbung ist ein Indikator für die investierte Mühe, nicht für die reelle schriftliche Ausdrucksfähigkeit des Bewerbers. Für diese gibt es in den entsprechenden Berufsfeldern so oder so gesonderte Tests.

mfg
Simon

Meint ihr dies spricht einen Personalchef, Firmenchef oder
Standortverwalter an?

Nein, auf keinem Fall. Du machst damit nur der Leiterin für Human Resources, mittlerweile meistens Psychologinnen, die Arbeit schwer und das solltest du vermeiden.

Gehe davon aus, dass die meisten Personalverantwortlich nach folgendem Schema arbeiten:

  • durchschnittlich ca. 20-45 Sekunden Überlfiegen des Anschreibens, (maximal 1 Minute),
  • 20-30 Sekunden für den Lebenslauf (maximal 1,5 Minuten).

Drei Aktenhaufen bilden: Standardablehnungen (70% bis 90%),
Einladungen zu Bewerbungsgespräch (10%),
und die bei denen man noch nicht genau weiß (20%).

Wenn du aus diesem Schema ausbrichst, indem du versuchst mehr als die 2,5 Minuten für Dich rauszuholen, die schon sehr sehr hoch gegriffen sind, entsteht der Eindruck, dass du anderen unnötige Arbeitszeit stehlen willst und anscheinend nicht in der Lage bist Dich in den Produktionsprozeß zu integrieren.

mfg A.

Du solltest eines vor allem bedenken, wenn Du von PowerPoint sprichst:

PowerPoint ist ein Präsentationsprogramm, wo man mit graphischen Elementen u.a. Texte gestaltet (also kein Layoutprogramm)

Bist Du so gut in Grafikdesign und Typografie, d.h. sehen Deine Entwürfe keinesfalls billig u. amateurhaft, sondern absolut professionell aus? (denn das sollten sie, wenn Du von Bewerbung sprichst)

Da Du PowerPoint einsetzen möchtest, scheinst Du das allerdings nicht zu sein. Denn PowerPoint ist ein Greuel für alle anspruchsvollen Gestalter. Es ist ein Programm, mit dem professionelle Gestaltung nicht möglich ist. Du müsstest also InDesign oder QuarkXPress verwenden - solltest Du mit diesen beiden Programmen gut umgehen können, kannst Du das gleich als Qualifikation in Deinen Lebenslauf schreiben!

Alles in allem: Ich rate Dir ab, denn zu viel Gestaltung in Bewerbungsunterlagen ist ein Spiel mit dem Feuer für Leute, die nichts davon verstehen.

Viele Grüße
Matthias