Bewerbung nach Österreich - was ist zu beachten?

Hallo,
ich habe mal eine Frage zu den Bewerbungen ins europäische Ausland - speziell Österreich.

Weicht die Art einer Bewerbung in Österreich von der typisch deutschen Bewerbung ab? Ist die Bewerbungsmappe ähnlich gefüllt, wie hier bei uns (Anschreiben, Lebenslauf, Lichtbild, Arbeitszeugnis, Schulzeugnis)?

Muss man irgendetwas besonderes berücksichtigen?

Freue mich über alle Infos, Links, etc.

Gruß
Molika

Hallo Molika,

das sollte Dir schon etwas weiterhelfen:

http://www.jobpilot.de/content/journal/international…
http://www.freenet.de/freenet/jobs_und_bildung/auswa…
http://www.berufsstart.de/karrieretips/bewerben/Bewe…

Viel Erfolg!

Gruß
Eve*

Anleitung für die österreichische Bewerbung
Ja, sehr geehrte Damen und Herren,

immer wieder werden wir vom deutsch-österreichischen-Freundschafts-und-Verständnis-Verein gefragt, wie man denn Bewerbungen im befreundeten Ausland abzufassen habe. Und leider gibt es hier für uns Piefkes allelei Dinge zu beachten, die uns ganz und gar nicht selbstverständlich sind:

Das beginnt schon mit der Wahl des Briefumschlags. Post ist Fehlanzeige, dort gibt es berittene Boten, die die Schriftrollen überbringen. Wichtig ist einerseits das Sigel, um sicher zu stellen, dass die Botschaft nicht unbefugt gelesen wurde und andererseits den Boten mit ausreichend Geld zu bestechen, dass er sich aus Räuberhand befreien kann (auf der üblichen Strecke München-Wien wird er durchschnittlich 15-21mal überfallen werden). Auch sollten ausreichend Wechselpferde zur Verfügung gestellt werden.

Häuser oder ähnlich zivilisierte Unterkünfte sind leider ebenfalls Fehlanzeige, jedoch sind die Baumhäuser und Wohnhöhlen (je nach Zielgebiet) oftmals durchnummeriert. Trotzdem empfiehlt es sich, dem Boten eine gute Skizze mitzugeben, da er möglicherweise selbst gar nicht lesen kann.

Auch Dinge wie Telefon sind leider völlig unbekannt, dort wird gebuschtrommelt. Darum dürfen Sie auch nicht den Fehler machen, diese Daten von sich anzugeben, es wird DEN ÖSTERREICHER sehr verwirren und er könnte ärgerlich werden.

Nun zu den Formalitäten. Anstatt mit „Sehr geehrte Damen und Herren“ beginnen wir unsere Botschaft mit „Seavas Bubn“ (sprachliche Gleichberechtigung ist Fehlanzeige). Dann ist zu beachten, dass wir DEN ÖSTERREICHER duzen. „jo mei - an Job moag i ham“ Also in kurzen prägnanten Worten auf den Punkt kommen. Keine langen Sätze, die DEN ÖSTERREICHER unnötig verwirren könnten. Darum weiter „a Geld wui i a“. Das wird er auch verstehen. Am besten nicht viel mehr, sonst würde er überfordert nur noch „Pfüät-di, dei Spezl: D’Molika“.

Am besten die Sache sicherheitshalber nochmal von nem Muttersprachler gegenlesen lassen, dann kann’s losgehen!

Viel Erfolg und Seavas!

Petzi

PS: Sorry, es überkam mich einfach so - bitte nicht persönlich nehmen :wink: Liegt nich an Dir oder Deiner Fragestellung.

Die ernsthafte Antwort: Ich würde da gar nix anders machen als in Deutschland. Also gleiche Unterlagen etc. Das einzige, wenn Du noch nicht in Österreich bist, einen kurzen Satz entweder, dass Du nach Ösiland gehen willst weil… oder sinngemässes. Nicht dass er dann denkt „hm, würde passen, aber wohnt zu weit weg“.

Doch halt - eine Sache ist sehr viel wichtiger. Titel. Also wenn Du an Herrn Dipl.-Ing. Hugo Meier schreibst, dann schreibst Du „Sehr geehrter Herr Dipl.-Ing. Meier“ (analog natürlich auch in der Adresse). Das hat in Ö einen viel höheren Stellenwert als in D. Erwähnt werden Titel ab FH/Uni-Niveau (Also nicht „Frau Fritteuse Gabi“).
Sonst hab ich eigentlich nie was anders gemacht als bei deutschen Bewerbungen und hatte keine Probleme. Wenn Dich aber generell noch Sachen zum Thema „Auswandern nach Österreich“ interessieren, mail einfach Bescheid. Ich hab die letzten 4 Jahre dort gelebt.