Probearbeitstag bei neuen AG?

Hallo,

ich habe mein Vorstellungsgespräch hinter mir. Zugesagt habe ich noch nicht, da mir 2 Punkte noch etwas Kopfzerbrechen machen:

  1. Die Stelle ist nicht sofort unbefristet sondern erst mit Ablauf des zweiten Arbeitsjahres, d.h. es wird nach Ende eines Jahres neu verhandelt. Wird so gemacht, da es anscheinend in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gegeben hat. Da ich aber noch eine Weiterbildung machen will die über ca. 3 Jahre geht, ist mir dies etwas unsicher.
  2. Wenn ich mich entscheide anzufangen, soll ich vorher noch einen Probearbeitstag machen d.h. den Fillalleiter über die Schulter schauen und mitmachen. Ist dies durchaus üblich bzw. rechtlich zulässig? Wie schaut es mit einem Anspruch auf Bezahlung, Erstattung von Fahrtkosten und eine Versicherung falls etwas passiert aus? Bin ich in so einem Fall der gelackmeierte?

Vielen Dank für Eure Antwort.

Gruß

Roland

Hallo Roland,
Zu 1)Das klingt so, als wenn du 2 Jahre nur arbeiten musst und wenn nix passiert, ist dein Arbeitsverhältnis unbefristet.
Wichtig sind an dieser Stelle, die Kündigungsfristen während dieser Zeit. Du musst also einschätzen können,wann, wie und innerhalb welchen Zeitraumes, deine Fortbildung zugesagt werden muss.
Zu 2) Das ist normal!und alle erwarten, dass genau solche Fragen gestellt werden, um dich nicht einzustellen!
Will sagen, das sollte man unkommentiert hinnehmen, wenn man den Job haben will. Es geht um den ersten Eindruck und die erwarten Eigenleistung. Wenn du denen sympathisch bist, ist was drin mit Erstattungen.
Wenn du den Job brauchst, spiel mit.
Wenn du dir’s leisten kannst, sag, was du denkst.
mfg lala

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Hallo Roland,

bei den wenigen vorliegenden Daten, halte ich es allgemein:

  1. Probearbeiten (auch ohne Bezahlung) ist - zumal es sich bei Dir nur um einen Tag handelt vollkommen okay. Ich kann darin keinen Nachteil erkennen. Eher haben hier beide Seiten Vorteile; ich nehme nämlich an, dass sowohl der Arbeitgeber als auch Du, nach dem Probetag entscheiden.

  2. Ein befristeter Vertrag ist - bei der derzeitigen Wirtschaftslage - nicht ungewöhnlich. Wenn Du es Dir leisten kannst, ein solches Angebot auszuschlagen, hast Du wahrscheinlich derzeit ein unbefristetes Arbeitsverhältnis (?).
    Anders formuliert: Viele meiner Kunden - ich arbeite als Arbeitsvermittler - stehen befristeten Verträgen skeptisch gegenüber. Sie glauben, dass ein unbefristeter Vertrag besser sei, weil dieser dann länger laufe. Klingt zwar plausibel, ist jedoch vollkommen unlogisch. Wichtig - insbesondere für Arbeit suchende - ist, zunächst mal den Fuß in der Tür zu haben. Nach einer intensiven Einarbeitung bleibt es jedem unbenommen, sich - aus einer festen Position - weiter zu bewerben.

Viel Erfolg
Heiner Gierling

Hallo,

Zu Punkt 1:
Musst Du wegen der Stelle in eine andere Stadt umziehen? Ansonsten ist doch eine auf zwei Jahre befristete Stelle mit Verlaengerungsoption voellig in Ordnung!

Zu Punkt 2:
Probearbeit ist ueblich. Mir wurde sogar mal „angeboten“, drei Wochen umsonst zu arbeiten. Bezahlt haette in dem Falle das Sozialamt, da ich zu der Zeit noch keinen Anspruch auf ALG hatte. Die Sozialhilfe waere weitergezahlt worden, ferner haette ich Fahrtkosten und Unterbringungskosten erstattet bekommen. Wenn Du allerdings in einem festen Beschaeftigungsverhaeltnis stehst, wirst Du wohl auf den Kosten sitzen bleiben, wenn sich der neue Arbeitgeber nicht dazu bereit erklaert, sie zu zahlen.

Gruss,
Kathrin.

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Hallo Roland,

Hallo zusammen,

Danke für Eure Antworten. Was das unbefristete angeht, ich möchte zumindest für die nächsten 2 Jahre (Weiterbildung!) eine gewisse Sicherheit haben, mein derzeitiges Arbeitsverhältnis ist jedenfalls unbefristet.

Zu dem Probetag: Er täte mich zwar reizen und eine Bezahlung/Erstattung der Kosten ist auch unwichtig. Wie schaut es aber aus, wenn ich mir in der Firma bzw. auf dem Weg dahin die Haxn oder ähnliches breche? Als Arbeitsunfall kann man das sicher nicht bezeichnen. Spielt die Krankenkasse da noch mit?

Gruß

Roland

bei den wenigen vorliegenden Daten, halte ich es allgemein:

  1. Probearbeiten (auch ohne Bezahlung) ist - zumal es sich bei
    Dir nur um einen Tag handelt vollkommen okay. Ich kann darin
    keinen Nachteil erkennen. Eher haben hier beide Seiten
    Vorteile; ich nehme nämlich an, dass sowohl der Arbeitgeber
    als auch Du, nach dem Probetag entscheiden.

  2. Ein befristeter Vertrag ist - bei der derzeitigen
    Wirtschaftslage - nicht ungewöhnlich. Wenn Du es Dir leisten
    kannst, ein solches Angebot auszuschlagen, hast Du
    wahrscheinlich derzeit ein unbefristetes Arbeitsverhältnis
    (?).