Re^3: Nach Vorstellungsgespräch via Fax/Brief beda
Hallo Sven,
hmm, ja, in diesen schlauen Bewerbungsbüchern steht so allerlei ;-) Generell war meine Philosophie immer die, mir das Zeugs interessiert und offen durchzulesen um dann zu entscheiden, wo ich am besten dahinter stehen kann.
Sprich, ich sass auch mal am "Tag danach" am Computer und feilte an "Sehr geehrter Herr xxx, ich möchte mich nochmals für das überaus nette und angenehme Vorstellungsgespräch in Ihrem Hause bedanken." und weiter? Für "mit freundlichem Gruss" ist's noch zu früh, mehr sinnvolles ist mir aber nicht eingefallen. Am Ende hab ich's dann gelassen (und den Job nicht bekommen).
Bei einem anderen Gespräch wo ein Hauptproblem war, dass ich ein Textverarbeitungsprogramm nicht kannte hab ich dann geschrieben "Nach unserem gestrigen Gespräch habe ich mir die Demoversion des Programms xxx vom Internet heruntergeladen und mache nun meine ersten Schritte mit xxx." (und den Job auch nicht bekommen).
Generell würde ich Dir raten, so ein Schreiben nur dann zu schreiben, wenn Du wirklich was zu sagen hast. Also wenn Ihr vielleicht im Gespräch auf ein Buch zu sprechen kamt, das Du noch nicht kanntest, in dem Du aber inzwischen rumgeschmökert hast. Oder wenn Du eine fachliche Frage nicht beantworten konntest und Dir die Lösung aber schon beim Rausgehen eingefallen ist.
Wegen der Form. Fax wäre eigentlich meine letzte Möglichkeit, Brief die vorletzte ;-) Fax deswegen, weil Du nicht weisst, wieviele neugiere andere Leute einen Blick auf Deinen Text schreiben. Ausserdem sind die meisten Faxgeräte von der Druckqualität her doch nicht sooo prima, so dass Dein fein designter und makellos ausgedruckter Text irgendwie "schlampig" rüberkommt. Brief ist aufwendig. Sowohl für Dich mit Umschlag beschriften, Porto draufkleben etc. als auch für die Firma mit Verteilung, aufmachen etc. Warum schreibst Du nicht einfach ein Mail? Das ist für Dich recht wenig Aufwand und auch für den Empfänger mit wenig Zeitaufwand zu lesen. Im Idealfall hast eh ne Visitenkarte von den Jungs bekommen, wo die Mailaddi draufsteht. Oder Du hast Dir gemerkt, dass der Personaler Kuno Kleinknilch heisst und stellst fest, dass die Firmenmailaddis in der Form [E-Mail-Adresse entfernt] aufgebaut sind. Oder Du rufst bei der Zentrale an, erzählst, dass Du gestern beim Herrn Kleinknilch ein Vorstellungsgespräch hattest und gerne seine Mailadresse haben möchtest.
Aber - wie ich schon oben schrob - Du solltest das nur machen, wenn Du echt was zu sagen hast, denn eigentlich wurde ja im Gespräch alles wichtige besprochen und Du musst mächtig aufpassen, dass Dir Dein Fax/Brief/Mail nicht als lästig ausgelegt wird. Denn so hart es klingt, nach dem Gespräch bist Du erstmal abgehakt. Entweder man war sich sofort einig, dass Du in die engere Wahl kommst, dann ist's eh egal ob und was Du danach tust. Oder man ist sich einig, dass Du nicht der richtige bist, dann ist alles andere eh vergebene Liebesmüh. Das einzige wäre, wenn Du die haarscharfe Nummer zwei wärest und es Dir gelingt dieses Dankesschreiben so nett und überzeugend abzufassen, dass Du auf die Nummer eins rutschst. Wie hoch diese Wahrscheinlichkeit ist - nun das auszurechnen bleibt Deiner Phantasie überlassen *fg*
Ich habe aus 2 Büchern die Empfehlung, nach einem Gespräch
einen Dank via Fax oder Brief auszusprechen, dass der
Gesprächspartner sich dafür die Zeit genommen hat
Hast Du das denn nicht sofort nach dem Gespräch gemacht?
Das werde ich natürlich sofort nach dem Gespräch machen.
Das ist eh immer ganz gut, wenn man sich auf dem Rausweg ganz herzlich für das nette Gepräch und die Zeit des Menschen bedankt ;-)
*wink* und viel Erfolg
Petzi