Wer die Wahl hat

Hallo Experten,

nachdem es am Anfang nicht so recht klappen wollte mit den Bewerbungsgesprächen habe ich mittlerweile sogar die Auswahl zwischen verschiedenen Angeboten.

Das macht die Sache allerdings nicht leichter :confused:

Das eine ist eine kleine, eher unbekannte Firma mit EINEM Produkt in der Softwarbranche. Sie bietet diese Produkt in einem aus meiner Sicht sicheren Markt an, ist international ausgerichtet und will expandieren. Die Aufgabe dort ist interessant und abwechslungsreich. Leider habe ich es im Bewerbungsgespräch versäumt, die zukünftigen Kollegen näher kennenzulernen.

Das andere Angebot stammt von einer grossen, aber dennoch eher familiär geführten und renomierten Firma die mit verschiedenen Geschäften ihr Geld verdient, aber in den Geschäftsfeldern in denen sie sich engagiert zu den Besten zählen will/zählt. Ich habe einen Bekannten, der in dieser Firma arbeitete und auch den Kontakt hergestellt hat. Soweit er mich beurteilen kann meinte er ich passe gut in dieses Unternehmen. Als sich während des Vorstellungsgespräches herauskristallisierte, dass ich aus Sicht der Firma der Richtige bin für diesen Job waren sie sehr bemüht, mir alles zu zeigen und ich konnte einen guten Überblick über die ebenfalls interessante Tätigkeit und die netten Kollegen bekommen.
Der Pferdefuß bei diesem Angebot ist eine relativ lange Kündigungsfrist, wodurch spätere berufliche Veränderungen natürlich schon behindert werden können, wobei das Entgelt im Gegensatz zum ersten Angebot fürstlich ist und auch die Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb der Firma aufgrund deren Größe weit gefächert sind. Desweiteren sagte bereits erwähnter Bekannter, dass es gern gesehen ist, wenn man sich innerhalb der Firma verändern möchte.

Wie würdet ihr bei der Entscheidungsfindung vorgehen?

micha

Also,

ich würde:

  • das größere Unternehmen dem kleinerem vorziehen,
  • nach den persönlichen Entwicklungschancen schauen,
  • den Gesamteindruck vom Haus und den Leuten dort bewerten
  • und auch das Gehalt nicht ausser Acht lassen

Über lange Kündigungsftristen kann masn später immer noch verhandeln.

T.

Hallo Experten,

Hallo Experte

Ich weiß ja nicht wie alt Du bist und ob es Deine erste Stelle ist, aber eine Kündigungsfrist von sagen wir mal 6 Monaten gilt auch für den Arbeitgeber :wink: und das hat in den heutigen unsicheren Zeiten doch manchen Vorteil. Das ist für mich kein negatives Kriterium.

Liege ich richtig wenn ich glaube, dass Du im Grunde die Entscheidung zwischen den beiden Stellen quasi schon getroffen hast? Die Kürze der Beschreibung des ersten AG ist für mich ein Indiz dafür. Ansonsten hört sich das was Du zum zweiten AG sagst für mich (schon fast zu) gut an.

Gruß bobesch

Hallo Micha,

aus Deinem Text entnehme ich, dass Du in der IT-Branche arbeitest als Entwickler? Oder zumindest in technischer Richtung. Da ist es eigentlich vollkommen üblich, lange Kündigungsfristen zu haben. Bei uns in der Firma haben die Techniker doppelt so lange Kündigungsfristen als die Mitarbeiter anderer Abteilungen. Ich frage mich aber ernsthaft, ob man schon vor der Einstellung über die Kündigung nachdenken muss.

Was die Entwicklungsmöglichkeiten angeht: Es wird nirgendwo so viel beschönigt - man könnte auch sagen: gelogen - wie in Bezug auf „Entwikclungsmöglichkeiten“ in Vorstellungsgesprächen. Denn die Entwicklungsmöglichkeiten sind natürlich überall rundum hervorragend. Überall wird Weiterbildung gefördert und der Mitarbeiter ist eh das wichtigste Kapital des Unternehmens. Wo immer sich hierzu ein Personaler äussert: es ist mit Vorsicht zu genießen. Bei Firma B hast Du immerhin den Vorteil, dass Du über einen persönlichen Kontakt verfügst, der Dir mehr sagen kann als schöne Worte. Das ist Dein wichtigster PLuspunkt bei der ganzen Sache.

Dass Du bei Firma A Deine Teamkollegen nicht kennengelernt hast, ist kein Beinbruch. Im Vorstellungsgespräch erfährst Du eh jetzt nichts dolles über deren Teamgeist oder ähnliches. 15 Minuteh verstellen kann sich jeder. Ausserdem: Kollegen kommen und gehen. Auch Teams wechseln schnell.

Bei der Wahl eines Arbeitgebers ist doch viel wichtiger, ob Dir die Arbeit an sich liegt oder nicht. Es gibt ja ein und desselben Beruf mit verschiedenen Schwerpunkten. Ein ITler kann auch Vertrieb machen. Liegt halt nicht jedem.

Ansonsten finde ich auch essentiell, ob man im neuen Job dazulernen kann. Machst Du da jetzt etwas, was Du schon 15 Jahre lang gemacht hast, oder erwirbst Du auf einem angrenzenden Fachgebiet neue Kenntnisse?

Weiterhin wichtig sind Randbedingungen wie z.B. ob ich als Famileinvater plötzlich viel reisen muss.

Viele Grüße, viel Erfolg beim Start im neuen JOb
Anna

Hallo Anna,

aus Deinem Text entnehme ich, dass Du in der IT-Branche
arbeitest als Entwickler? Oder zumindest in technischer
Richtung.

Jupp, wobei der Job bei Firma B schon mehr in Richtung dessen geht, was Du weiter unten sagst, es ist nicht reine Entwicklung, sondern auch Einarbeitung in ein Gebiet, in dem ich schon über grundsätzliche Kenntnisse verfüge, wobei ich das bis jetzt noch nicht gemacht habe. Das Gebiet als solches ist ein in meinen Augen spannendes Thema.
Bei Firma A hingegen bewege ich mich auf einem Terrain, wo ich fachlich eher weniger dazu lerne, aber trotzdem eine abwechslungsreiche Aufgabe habe.

Da ist es eigentlich vollkommen üblich, lange
Kündigungsfristen zu haben. Bei uns in der Firma haben die
Techniker doppelt so lange Kündigungsfristen als die
Mitarbeiter anderer Abteilungen. Ich frage mich aber
ernsthaft, ob man schon vor der Einstellung über die Kündigung
nachdenken muss.

Da gebe ich Dir vollkommen recht, ist ein doofer Gedanke gewesen!

Dass Du bei Firma A Deine Teamkollegen nicht kennengelernt
hast, ist kein Beinbruch. Im Vorstellungsgespräch erfährst Du
eh jetzt nichts dolles über deren Teamgeist oder ähnliches. 15
Minuteh verstellen kann sich jeder. Ausserdem: Kollegen kommen
und gehen. Auch Teams wechseln schnell.

O.K., wobei bei Firma B die Verweildauer im Unternehmen zumindest der Leute, mit denen ich Kontakt hatte ziemlich gross ist und auch der Kollege, den mein Bekannter noch von seiner Zeit kannte an der selben Stelle sass wie vor über 3 Jahren.

Bei der Wahl eines Arbeitgebers ist doch viel wichtiger, ob
Dir die Arbeit an sich liegt oder nicht. Es gibt ja ein und
desselben Beruf mit verschiedenen Schwerpunkten. Ein ITler
kann auch Vertrieb machen. Liegt halt nicht jedem.

Hm, bei Firma A bekomme ich halt eine Aufgabe, in der ich schon sehr sicher bin, weil ich das schon gemacht habe, bei Firma B ist die Abteilung mit der Aufgabe eher ein Eintrittstor um dann entweder dort zu verweilen oder sich in eine andere Richtung zu entwickeln. Es sind grundsätzlich auch Sachen dabei, die ich schon gemacht habe, aber eben auch Neues, in dem ich bisher lediglich Grundkenntnisse gesammelt habe.

Ansonsten finde ich auch essentiell, ob man im neuen Job
dazulernen kann. Machst Du da jetzt etwas, was Du schon 15
Jahre lang gemacht hast, oder erwirbst Du auf einem
angrenzenden Fachgebiet neue Kenntnisse?

O.k., da punktet Firma B
Wie wichtig schätzt Du diesen Punkt bei einem Absolventen ein?

Weiterhin wichtig sind Randbedingungen wie z.B. ob ich als
Famileinvater plötzlich viel reisen muss.

Da ich noch ungebunden bin würde in diesem Fall eher Firma A punkten, da dort eine Projekttätigkeit ausser Haus europaweit inklusive ist und man somit eher etwas von der Welt sieht, da ich bei Firma B lediglich an einem Standort tätig wäre.

Vielen Dank und viele Grüsse
micha

Hallo Bobesch,

Ich weiß ja nicht wie alt Du bist und ob es Deine erste Stelle
ist, aber eine Kündigungsfrist von sagen wir mal 6 Monaten
gilt auch für den Arbeitgeber :wink: und das hat in den heutigen
unsicheren Zeiten doch manchen Vorteil. Das ist für mich kein
negatives Kriterium.

Das ist wohl war.
Es ist meine erste Stelle…spielt das eine Rolle und wenn ja, welche?

Liege ich richtig wenn ich glaube, dass Du im Grunde die
Entscheidung zwischen den beiden Stellen quasi schon getroffen
hast? Die Kürze der Beschreibung des ersten AG ist für mich
ein Indiz dafür. Ansonsten hört sich das was Du zum zweiten AG
sagst für mich (schon fast zu) gut an.

Wieso zu gut?
Die Kürze der Beschreibung des ersten AGs ist begründet durch die spärlichen Informationen, die ich zu diesem AG habe, ansonsten habe ich mich um eine objektive Darstellung bemüht.

Grüsse micha

Hallo Thomas,

  • das größere Unternehmen dem kleinerem vorziehen,

Warum?

  • nach den persönlichen Entwicklungschancen schauen,

Wonach würdest Du diese bewerten (siehe Antwort von Anna zu den Aussagen von Personalern bzgl. Entwicklungschancen)?

Grüsse
micha

Hallo Bobesch,

Ich weiß ja nicht wie alt Du bist und ob es Deine erste Stelle
ist, aber eine Kündigungsfrist von sagen wir mal 6 Monaten
gilt auch für den Arbeitgeber :wink: und das hat in den heutigen
unsicheren Zeiten doch manchen Vorteil. Das ist für mich kein
negatives Kriterium.

Das ist wohl war.
Es ist meine erste Stelle…spielt das eine Rolle und wenn ja,
welche?

Na ja, in jungen Jahren wechselt man vielleicht mal schneller um sich weiter zu entwicklen.

Wieso zu gut?

Alles was Du schreibst klingt nahezu ideal und einen idealen Arbeitsplatz gibts selten.

Die Kürze der Beschreibung des ersten AGs ist begründet durch
die spärlichen Informationen, die ich zu diesem AG habe,
ansonsten habe ich mich um eine objektive Darstellung bemüht.

Das mit der Reisetätigkeit hast Du aber nicht geschrieben…:wink:

Wenn die Informationen zu spärlich sind, könntest Du Dich ja weiter informieren oder nochmal beim AG nachhaken.
Mir persönlich sind AG mit einer größeren Beschäftigtenzahl lieber, schon wegen Kündigungsschutz, Betriebsrat und auch weil die Leistungen meist besser sind. Zudem schreibst Du, die erste Firma hat nur ein Produkt. Das wäre mir zu riskant.

Eine Aussage zu den Arbeitsinhalten, die Dich erwarten ist schwierig, da Du sehr im Allgemeinen bleibst.
Einarbeitung in neue Themen erweitert übrigens den Horizont und den Marktwert.

Gruß bobesch

hallo,

solche entscheidungen sind schwer. wenn sich die beiden alternativen als schwer abwägbar herausstellen, so versuche dir zu überlegen, was für ziele du erreichen willst - nicht nur beruflich, auch privat, nicht nur rationales, auch psychisches (spaß im job etc.). dann gewichte deine ziele, z.b. auf einer skala von 1 bis 10. dann überlege, wie gut du diese ziele bei der einen und bei der anderen alternative erreichen kannst. bei manchen zielen werden sich keine unterschiede ergeben. rechne z.b. in %
(zwischen sicher und völlig unrealistisch bspw.). und dann summiere.

im verlauf wirst du dir über viele dinge gedanken machen und vielleicht kommt es zu einem eindeutigen übergewicht.

ich habe auf diese weise versucht, zwei wohnorte mit jeweils einer interessanten hauskauf-möglichkeit gegeneinander abzuwägen. das war eine sehr schwere entscheidung und ich weiß natürlich auch noch nicht, ob ich mich richtig entschieden habe. aber ich bin mir über viele aspekte in dem zusammenhang klarer geworden.

beste wünsche für eine gute entscheidung
marcus

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Hallo Micha,

*grins* aus verschiedenen Gründen habe ich schon diverse Firmen durch. Unter anderem auch kleine und mittlere (100-200 Gestalten). Generell bei den kleinen Firmen hängt unglaublich viel an der Persönlichkeit vom Chef/Inhaber. Kommst Du mit ihm klar, hast Du ein gutes Leben dort. Sehr vieles klappt unbürokratisch ohne Zettelkram ohne endlose Hierarchie-Ebenen. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit höher an Entscheidungsprozessen beteiligt zu sein als in ner grossen Firma wo es leichter heisst „wir haben so entschieden - jetzt mach mal“ - und das zu einem Zeitpunkt wo es für Einwände und Vorschläge schon fast zu spät ist. Ausserdem kriegst Du in ner kleinen Firma leichter imponierende Titel (bei Dir vielleicht „Leiter Softwareentwicklung“) die sich im Lebenslauf gut machen. Andererseits bist vielleicht Du und der Lehrling auch die einzigen Leute die Du leitest *fg*

Kommst Du jedoch in ner kleinen Firma mit dem Scheffe nur mässig gut klar kann so eine kleine Firma schnell zu nem mittelschweren Alptraum werden. Denn in der grösseren Firma ist doch wenigstens noch ein Abteilungsleiter als „Puffer“ dazwischen :wink: Und solltest Du mit Scheffe/Kollegen so ganz und gar nicht klar kommen hast Du eher die Chance auf einen internen Wechsel. Ausserdem ist’s lästig, wenn Dein direkter Vorgesetzter auch gleichzeitig der Geschäftsführer ist und damit fast nie ansprechbar für Dinge wie Urlaub, Bestellungen etc. Macht’s recht aufwendig.

Ausserdem wirst Du in der kleinen Firma eher weniger direkte Kollegen haben, mit denen Du Probleme diskutieren kannst. In der grösseren hast Du da einfach mehr Auswahl… Zudem sind meiner Erfahrung nach die grösseren Firmen auch die grosszügigeren was Ausstattung (Rechner, Software etc.) angeht - genauso wie bei Urlaubsregelungen. Seid Ihr 20 Programmierer ist der 6-Wochen-Urlaub eher drin, als wenn Du die gesamte Software-Abteilung bist, weil Dich dann eher einer vertreten kann :wink:

nachdem es am Anfang nicht so recht klappen wollte mit den
Bewerbungsgesprächen habe ich mittlerweile sogar die Auswahl
zwischen verschiedenen Angeboten.

*gratuliere* Das ist toll :wink:

Das andere Angebot stammt von einer grossen, aber dennoch eher
familiär geführten und renomierten Firma die mit verschiedenen
Geschäften ihr Geld verdient, aber in den Geschäftsfeldern in
denen sie sich engagiert zu den Besten zählen will/zählt.

Da wäre für mich persönlich die Entscheidung schon gefallen: verschiedene Geschäfte sind immer gut - falls eines plötzlich zusammenbricht geht nicht gleich der ganze Laden pleite. Und das andere: wenn eine Firma zu den Besten zählen will, dann sind ihnen zufriedene Mitarbeiter sehr wichtig (sonst geht das nämlich nicht *fg*).

Der Pferdefuß bei diesem Angebot ist eine relativ lange
Kündigungsfrist, wodurch spätere berufliche Veränderungen
natürlich schon behindert werden können,

Klar, können sie. Aber - es wurde ja schon erwähnt - auch Du hast damit langfristige Sicherheit. Und im Zweifelsfall kannst Du immer noch mit den Verantwortlichen reden und bitten, Dich früher aus dem Vertrag zu entlassen. Gerade bei einer Firma, die zu den besten zählen will, ist das kein Problem. Denn ein Mitarbeiter, der gehen will ist nimmer zufrieden. Und wenn er nimmer zufrieden ist, bringt er keine Bestleistung mehr.

Aus Deinen anderen Antworten klingt ein wenig durch, dass Du bei der grösseren Firma ein wenig Angst hast, der Aufgabe nicht gerecht zu werden. Hier möcht ich Dich ein wenig beruhigen: keine vernünftige Firma wird von einem Berufsanfänger in einem fremden Gebiet sofort Perfektion erwarten. Im Gegenteil - idealerweise nimmt man sich Zeit, um Dich in die Thematik einzuführen und stellt Dir einen erfahrenen Betreuer zur Seite!

*wink* und viel Erfolg, für welche von beiden Firmen Du Dich auch entscheidest!

Petzi

Hallo Micha,

ich taete (ganz subjektiv) die zweite Firma nehmen. Sie sind gut aufgestellt, hoert sich nach gutem Arbeitsklima an, interessanter Job, Moeglichkeit der Weiterentwicklung…

Alles erste Sahne, oder?

Die lange Kuendigungsfrist waere mir (ganz subjektiv) egal, weil ich nicht in einer Firma anfange mit dem ersten Gedanken wie komme ich hier wieder raus. Wenn ich das denken muesste, waere es die falsche Firma.

ganz subjektive Gruesse

Ralph

hallo anna,

ich kann dir nur zustimmen, das ist gut auf den punkt gebracht, wie viele firmen meinen, sich dann darstellen zu müssen. ich war mal in einer firma, die hatte tolle unternehmenswerte wie fairness, offenheit usw. meine chefin war dafür verantwortlich und hielt ganz ernsthaft reden darüber, wie wichtig das sei und so. als jemand in ihrem team anfing, offen zu sein, reagierte sie sehr unfair, wurde persönlich undundund

viele grüße
kerstin

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hallo thomas,

also, ich hab auch eine kündigungsfrist von 6 monaten und wie es hier ja schon geschrieben wurde, war das für mich immer so eine sicherheit, dass ich nicht von heute auf morgen auf der straße stehe. und in 6 monaten findet man eher was, wenngleich auch das nicht sicher ist in der heutigen zeit, als in vier oder sechs wochen, mit der kündigungsfrist drückt der arbeitgeber ja aus, dass ihm die stelle wichtig oder zumindest nicht so leicht zu besetzen ist. bei mir ist es jetzt so, dass ich aus verschiedenen gründen die firma wechsle und das jetzt mit meinem arbeitgeber verhandle. möglich ist ein aufhebungsvertrag, denn die legen ja auch keinen wert daruf, so lang für dich zu bezahlen, wenn du gekündigt hast, da sinkt ja bekanntermaßen doch die motivation und aufmerksamkeit…

viel wichtiger finde ich aber:
fliktuationsrate
gehaltspaket fix oder viel variabel
eingebunden in tarifverträge
wenn es einen vorgäger auf der stelle gab, wieso hat er oder sie gekündigt
sind die kompetenzen klar definiert im team
wie ist die fluktuation im team
kann ich mit meinem/meiner zukündtigen/m chefIn
lerne ich noch etwas dort
was gibt´s für sozialleistungen/altersvorsorge, die nicht ans unternehmen gekoppelt ist usw.

ein großer konzern muss nicht besser sein, da es hier oft den nachteil gibt, dass es eingerostete strukturen gibt, vieles nur noch politi und machtkampf darstellt, in kleineren firmen sind die entscheidungswege oft kürzer, vielleicht aber auch mehr arbeitszeit.

wenn du dir vorstellst, du gehst in die beiden firman zum arbeiten, was fühlst du dann? wo fühlst du dich wohler??

viele grüße
kerstin

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