Hallo,
ich bin neugierig und möchte wissen, was ein 40-jähriger Universitätsprofessor (C5) mit Doktortitel und zwei Kindern so ca. Brutto verdient? Kann das jemand nachschlagen?
Besten dank - Gruss Andreas
Hallo,
ich bin neugierig und möchte wissen, was ein 40-jähriger Universitätsprofessor (C5) mit Doktortitel und zwei Kindern so ca. Brutto verdient? Kann das jemand nachschlagen?
Besten dank - Gruss Andreas
Hallo Andreas,
guckst du hier auf Seite 2 ziemlich weit unten:
http://www.dstg.de/besoldung/BesTab_0104_2004_West.pdf
Einen C5-Professor gibt es aber offensichtlich nicht, sondern höchstens C4.
Petz
Einen C5-Professor gibt es aber offensichtlich nicht, sondern
höchstens C4.
HAllo und der C4 ist meist schon weit über 50 eher 60 Jahre alt, also eher unter C2 (Juniorprof = ca. 35 Jahre alt oder frisch habilitiert und schon berufen= ca.40 JAhre alt ) oder C3 schauen. Und nicht vergessen davor gibts Jahre wo man nur PD=Privatdozent (habilitiert aber noch nicht als Prof. berufen) ist und keinen Pfennig bekommt.
Schöne Grüße Susanne
Privatdozenten
Hallo,
Privatdozenten haben - soweit ich es kenne - eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiter/innen und werden dabei nach Bat2a bezahlt.
Wer ohne Gehalt an der Uni bleibt, dem ist meiner Meinung nach nicht zu helfen.
Viele Grüsse, Walkuerax
Hallo,
nein, das stimmt so nicht. Wer sich an einer Uni habilitiert hat ist zu Vorlesungen verpflichtet (jedenfalls muss er sie anbieten), er ist aber deshalb noch lange nicht angestellt.
Wenn er Glück hat, bekommt er eine C1/C2, heute W1 Stelle.
Oder eben BAT2a. Das ist wirklich lausig. Zumindest mit 30.
Gruß
Peter
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Hallo,
Wenn er Glück hat, bekommt er eine C1/C2, heute W1 Stelle.
Oder eben BAT2a. Das ist wirklich lausig. Zumindest mit 30.
Die Aussage war aber, dass ein Privatdozent keinen Pfennig bekommt und das stimmt im Normalfall nicht, da er oder sie an der Uni angestellt ist und sich maximal der Drittmittelgeber beschweren kann, dass das Geld, welches zur Forschung gezahlt wird in Arbeitszeit zur Vorlesungsvorbereitung aufgeht.
Oder ein Privatdozent ist in der Industrie beschäftigt und hält die Vorlesungen im Urlaub - in diesem Fall muss er selbst wissen, ob ihm das etwas bringt.
Wer aber tatsächlich keinen Pfennig bekommt, von Arbeitslosengeld oder dem Partner lebt und dabei Vorlesungen hält und seinen Privatdozentenstatus nicht aufgibt dem ist meiner Meinung nach nicht mehr zu helfen.
Viele Grüsse, Walkuerax
so leicht ist es nicht
Hi zusammen,
Da muss ich widersprechen:
Wer aber tatsächlich keinen Pfennig bekommt, von
Arbeitslosengeld oder dem Partner lebt und dabei Vorlesungen
hält und seinen Privatdozentenstatus nicht aufgibt dem ist
meiner Meinung nach nicht mehr zu helfen.
Wer nicht lehrt, verliert die Lehrerlaubnis. Was soll er/sie deshalb sonst tun? Die venia legendi aufgeben? Damit wäre die Chance auf eine Professur exakt gleich Null.
Übrigens möchte ich daran erinnern, woher der Begriff Privatdozent / Privatgelehrter kommt: Es waren nämlich genau die unbesoldeten Wissenschaftler, die nur vom Studiengeld ihrer Hörer leben mussten - ohne Alimentierung durch die Universität.
Ciao R.
Hallo,
Wer nicht lehrt, verliert die Lehrerlaubnis. Was soll er/sie
deshalb sonst tun? Die venia legendi aufgeben? Damit wäre die
Chance auf eine Professur exakt gleich Null.
Kennst Du Beispiele, in denen arbeitslose Privatdozenten irgendwann noch zu Professoren ernannt wurden?
Professuren werden hauptsächlich nach Forschungsleistungen vergeben (und auch die Venia legendi ist keine Bedingung mehr: man muss i.A. nur nachweisen, dass man schon mal Vorlesungen gehalten hat). Und wenn jemand in ein Stadium kommt, in dem er schon keine Bat2a-Stelle mehr bekommt, dann sollte er dies als Alarmstufe knallrot ansehen. In diesem Fall würde ich sagen: Maximal noch 1 Jahr das absolute Minimum an Vorlesungen anbieten (das ist meistens jedes 2. Semester eine 2-stündige Vorlesung oder 1x im Jahr eine Woche Blockveranstaltung zu einem Thema, das man sich selbst aussucht und das daher kaum noch Vorbereitung erfordert) und die Arbeitszeit für die eigene Forschung nutzen. Danach gibt man besser den Traum von der Professur auf. Alles andere drückt die Preise und ist Ausbeutung. Wenn die Unis bestimmte Vorlesungen im Plan haben wollen, dann sollen sie dafür bezahlte Lehrausfträge vergeben.
Völliger Blödsinn ist es, als Privatdozent die Unis zu entlasten, indem man kostenlos spannende Vorlesungen anbietet, die laut Uni-Vorlesungsverzeichnis im Lehrplan vorgeschrieben sind und dabei die halbe Woche für die Vorbereitung zu investieren. Das dankt einem niemand, im Gegenteil: die nächste Professur geht an jemanden, der schlau genug war, seine Zeit in die Forschung zu investieren und Veröffentlichungen vorweisen kann.
Übrigens möchte ich daran erinnern, woher der Begriff
Privatdozent / Privatgelehrter kommt: Es waren nämlich genau
die unbesoldeten Wissenschaftler, die nur vom Studiengeld
ihrer Hörer leben mussten - ohne Alimentierung durch die
Universität.
Da heute aber kein Studiengeld an die Lehrenden gezahlt wird (sondern maximal in die Verwaltung) ist dieses Konzept momentan nicht praxistauglich. Vielleicht kommt es ja einmal wieder …
Mit vielen Grüssen, Walkuerax
bei den mediziner gibts sowas
Hallo, hier gibts einige Mediziner, die neben Ihrer Praxistätigkeit auch Vorlesungen oder andere Kurse halten, einfach nur des guten Namens auf dem Praxis-Schild wegen, oder weils manchmal auch Spaß macht mit Studis zu tun zu haben oder sie eine Mission erfüllen wollen, so wie hier einst die PDs für Allgemeinmedizin (bzw. habilitierte Allgemeinmediziner mit eigener Praxis, die nebenher für Studis freiwillige Kurse, vor der neuen AO, in Allgem.med anboten), und so hier in Kiel vor ein paar JAhren das deutschlandweit erste Institut für Allgemeinmed. bekommen haben.
Es muss nicht immer nur Karrieredenken dahinter stehen. Oder den Genetiker (ok mit echter Uni-Stelle für genforschung) hier der nebenher noch Kurse in Medizingeschichte anbietet.
Schöne Grüße Susanne