Ein freundliches Hallo in die WWW-Runde.
In meinem Briefkasten lag heute neben den üblichen Rechnungen sogar ein Schreiben meines Arbeitgebers welcher mir ein Angebot macht, was mich etwas zum grübeln bringt und ich das zumindest umrißartig nahe bringen möchte.
Von euch möchte ich gern wissen - da es bei mir bisher das erste mal ist - ob so etwas gang und gebe ist und somit auch vollkommen rechtens, oder ob sich der AG sogar auf dünnem Eis damit bewegt. Letzteres würde praktisch zu evtl. positiv verlaufenden Nachverhandlungen führen.
Das ist sein Angebot:
- Reduzierung des Urlaubsanspruchs von 30 auf 25 Tage im Jahr
- Als Ausgleich eine einmalige Brutto(!)-Zahlung von 1.000 €
Ich selbst befinde mich seit 1 1/2 Jahren in der Firma und es gibt sonst im allgemeinen keinerlei Sonderzahlungen, auf die ich zurückgreifen könnte.
Ein persönliches Verhältnis zur GL besteht kaum, da diese einfach zu weit weg sitzt und man daher kaum Kontakt herstellen kann (bisher war ich in sehr kleinen Firmen mit kurzen Dienstwegen), so dass eine Nachverhandlung sicherlich schwierig ist. Ich müsste das meinem direkten Vorgesetzten mitteilen und der würde es dann nach „oben“ tragen. Über den Weg denke ich, geht aber zuviel verloren.
Da von dem gezahlten Geld (trotz Steuerklasse 3) gerade mal die Hälfte übrig bleiben würde bin ich schon am grübeln, wobei ich zugebe das Geld gut gebrauchen zu können und auch kein Problem habe auf 5 Urlaubstage zu verzichten (bei meinen Überstunden habe ich die sowieso schon lange wieder drin), was aber eure Antworten nicht beeinflussen sollte.
Nun bin ich mal auf eure Antworten gespannt und bedanke mich dafür schonmal im Voraus.
Dynamische Grüße, Dreschdi.
PS: Sollte etwas unklar sein, einfach nachfragen.
Hi,
Das ist sein Angebot:
- Reduzierung des Urlaubsanspruchs von 30 auf 25 Tage im Jahr
- Als Ausgleich eine einmalige Brutto(!)-Zahlung von 1.000 €
Diese Einmalzahlung würde ich mir vertraglich als unwiderruflich garantieren lassen. Ich nehme an, diese Zahlung soll auch jährlich erfogen und nicht nur einmalig.
Sollte es als freiwillige Arbeitgeberleistung definiert sein, so ist diese m. W. i. d. R. jederzeit widerrufbar (es gibt Ausnahmen, wie betriebliche Übung etc., aber lassen wir das beiseite)
Ansonsten erscheint mir dieses Angebot großzügig. Es ist sicher keine Seltenheit, dass Urlaub ohne Entschädigung gekürzt wird.
bye
etwas OT
Hallo Dreschdi,
In Deiner Vika steht unter Beruf: „leider abreitslos“. Kannst du mir das Wort bitte erläutern. Arbeitslos kannst Du unter Beachtung deines Artikels nicht gemeint haben.
Mit freundlichen Grüßen
Ulf
Hallo Ulf.
Als ich mich damals angemeldet hatte, war ich arbeitslos.
War dann lange Zeit hier nicht anwesend *AscheaufmeinHaupt* und habs vergessen zu ändern.
Bitte das zu entschuldigen.
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Hi Ulf,
in welchen Brettern treibst du dich denn so herum?
Ich würde gerne mal einen Artikel von dir lesen, bei dem du nicht nur Hinweise gibst, was andere ‚falsch‘ machen. Es würde mir helfen, ein anderes Bild von dir zu bekommen. Ich tapp immer nur in so ‚Hausmeisterposts‘ von dir rein. Ich finde das schade.
bye
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Hallo Dreschdi,
Das ist sein Angebot:
- Reduzierung des Urlaubsanspruchs von 30 auf 25 Tage im Jahr
- Als Ausgleich eine einmalige Brutto(!)-Zahlung von 1.000 €
Da gibt es ein paar Fragen:
- Tage: Werk- oder Arbeitstage (falls es von Belang ist)?
- Tarifvertrag
- die 1000 EUR sind einmalzahlung oder jährlich ?
Falls es eine Änderungskündigung ist, musst du dir überlegen opb du das Angebot annimmst oder halt gehst…
Ciao maxet.
Hallo Maxet.
Da gibt es ein paar Fragen:
Sehr gern.
- Tage: Werk- oder Arbeitstage (falls es von Belang ist)?
Beides gleichzeitig. Wir haben nur eine 5-Tage-Woche und somit sind Arbeitstage auch Werktage (oder versteh ich da was falsch)?
- Tarifvertrag
Gibt es nicht. Zumindest bisher. Ich glaube das Unternehmen denkt drüber nach, aber bisher war es so dass ein Gehalt persönlich mit dem Vorgesetzten ausgehandelt wurde.
- die 1000 EUR sind einmalzahlung oder jährlich ?
Leider eine Einmalzahlung.
Hallo Dreschdi,
hatte das gleiche Problem im vergangenen Jahr, nur etwas „netter“.
Der Chef sprach die Änderungkündigung mit 20% Gehaltskürzung und Streichung des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes aus, die restlichen Vertragsinhalte des Arbeitsvertrages sollten - lt. mündlicher Aussage unverändert bleiben. Drei Wochen hat man Zeit, sich die Sache zu überlegen. Ich war mißtrauisch und behielt recht. Der nach Ablauf der Frist ausgehändigte Entwurf des „neuen“ Arbeitsvertrages enthielt nicht nur Gehaltskürzung, sondern auch gleich noch Reduzierung des Urlaubs und klammheimlich Verlängerung der Wochenarbeitszeit. Ich hatte mit mit dem letzten Tag für die Nichtannahme des Änderungsangebotes entschieden. Damit hatte allerdings von der Geschäftsleitung keiner gerechnet. Durch sachliche Nachverhandlung und leider auch Anwalt - da über 10 Jahre im Unternehmen beschäftigt, haben wir eine halbwegs vernünftige Lösung für beide Seiten getroffen. Gehaltskürzung „nur“ in Höhe von ca. 12 % (wenn Weihnachts- und Urlaubsgelb eingerechnet werden), Urlaubstage bleiben, Wochenarbeitszeit bleibt, die durch die erforderliche Anwesenheit anfallenden Mehrstunden werden in freien Tagen nach Absprache abgeglichen. Wie lange dieser Kompromiss halten wird, der ganz exakt und anwaltlich geprüft schriftlich fixiert wurde, steht jedoch in den Sternen. Nachteil an der Sache: Sollte das Unternehmen aus welchen Gründen auch immer schließen, dann gibt es natürlich auch nur ARbeitslosengeld auf das geringere Gehalt, alle vorher gezahlten Beiträge auch für die unzählichen Überstunden waren komplett für die Katz. M.P.
Hallo dreschdi, bis jetzt konnte ich zwar in deinen Ausführungen nichts finden, was auf eine Änderungskündigung klar hinweist, aber - der Vollständigkeit halber - gibts außer den 2 Möglichkeiten von maxet noch eine 3. Dazu siehe hier http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/kschg/__2.html
MfG
hallo dreschdi,
befindet sich dein arbeitgeber in einer verweifelten lage? ganz erhlich: 1000 euro brutto für 5 urlaubstage ist eine frechheit, da würde ich nicht drauf eingehen. wie ist denn die tarifliche regelung?? überleg doch mal: einmalzahlungen sind immer die schlechteste art, das gehalt aufzubessern, weil das nach steuern deutlich weniger ist. und dann für 600 euros die 5 tage abkaufen zu lassen, davon abgesehen, dass es wie xolophos schrieb, eventuell den tatbestand einer ändernugskündigung betrifft.
also: nicht machen. ich würde mir mal gedanken machen, wie so die philosophie in diesem unternehmen ist und warum die das tun?? gehts denen wirtschaftlich so schlecht??
alles gute
kerstin
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Hallo Kerstin.
Also das es dem Unternehmen schlecht geht kann ich bejahen.
Und leider wird immer so mit Angestellten umgegangen, d.h. ich glaube u.a. das die Firma das am Ende so oder so durchzieht. Nur dann ohne Extra-Geld.
Wenn sie dem Betriebsrat vorlegen, dass sie zur Not auch Leute entlassen können, dann knickt dieser ein und schon haben wir alle auch nur 25 AT (alle Neueinstellungen haben im übrigen seit Vertragsbeginn Dezember 2004 nur 25 AT).
Naja. Mal schauen.
Danke auf jeden Fall für eure Ratschläge.
Steffen