Studium Medizin/Wirtschaft -> Arbeitsmöglichkei

Hallo liebe Wissende (?)!

Viele von Euch werden sich vermutlich im weiteren Verlaufe des Textes vermutlich fragen, was der Junge da überhaupt für ein Problem hat. Ihr müsst es aber auch nicht verstehen, ich suche nämlich nur gut gemeinte Ratschläge :o)

Die Sache ist die: Ich habe jetzt ein Jahr lang Medizin in Fribourg (CH) studiert, und - oh Wunder (*g*) - das 1. Prope (+/-=Physikum?) auch bestanden. Nichtmal sonderlich schlecht, eher tendenziell gut sogar. Soweit ist auch kein Problem vorhanden, ich empfinde das Studium als reichlich interessant.

Was mich juckt, ist, ob ich mein Studium hinsichtlich meiner Vorstellungen von „Zukunft“ vielleicht doch ändern sollte. Und zwar liegt mir einfach die Vorstellung von unterbezahlter, überstundenbelegter Arbeit nicht. Ich will entlohnt werden, für das, was ich leiste. Ist natürlich im Arztberuf immer weniger der Fall, da die zu Heilenden in der Wirtschaft keine Lobby besitzen, da sie vielfach keinen wirtschaftlichen Nennwert mehr besitzen.

Familiär bin ich gut situiert gepolstert, ich würde ähnliches auch später gerne mal meinen Kindern bieten können, wie mir geboten worden ist/wird. Daher suche ich Ratschläge / interessante Lebensläufe.

Ich habe als Alternative zum Medizinstudium ein Wirtschaftsstudium in’s Auge gefasst, wobei ich aber immer noch der Meinung bin, dass sich ein solches besser üebr ein MBA nachholen lässt, da die Wirtschaft eigentlich eher Spezialisten, denn Generalisten sucht (imho). Jeder Hunz & Kunz studiert Wirtschaft.

Was seht ihr für Betätigungsfelder/Branchen für einen promovierten Mediziner, die nicht im klassischen Feld liegen? Was für Chancen (abgesehn davon, dass sich ein Dr. auf der Visitenkarte prinzipell nicht schlecht macht) ergeben sich? Was ist euch wiederfahren?

Versteht mich auch nicht falsch, ich studiere nicht aus Prestigegründen, die Chance anderen Menschen helfen zu können werde ich gerne wahrnehmen und freue mich auch irgendwie darauf im Rahmen meiner Ausbildugn mal nach Afrika/etc reisen & helfen zu können. Ich habe „nur“ für mich selber erkannt, dass ich nicht sooo altruistisch veranlagert bin, mich selber für nichts (ausser „Erfüllung“) kaputt zu ackern.
Ich finde irgendwann sollte man den Karriereberg erklommen haben und die 60-70h-Woche langsam aber sicher ihrem kalten Grab zugeführt werden, dies idealerweise so um die 50 Jährchen herum :o)

Ich selber mag es Leute zu führen und organisiere sehr gerne, mag die Wirtschaft und den Handel, allgemein das Internationale.

Momentan sehe ich also folgende zwei bis drei Möglichkeiten für mich:
a) Ich hänge Medizin jetzt an den Nagel und fange mit Wirtschaft an, und profiliere mich dabei nebenbei mit einem Projekt aus meinem reichlichen Ideenschatz (was parallel zum Medizinstudium imho aus Zeitgründen ausfällt).
b) Ich mach Medizin fertig, arbeite eine (kurze?) Zeit als eigentlicher Arzt und schlage dann eine Seitenroute ein (die ich momentan verzweifelt suche, da ich nicht mit tollem Abschluss, langem Studium aber Null Perspektive/Spass dastehen will)
c) Ich mach jetzt mal die Vorklinik fertig und orientiere mich dann nochmal neu

Im wesentlichen also eine Abwegung Medizin- Vs. Wirtschaftstudium hinsichtlich Direkt-/Quereinsteigermöglichkeit in’s „rein kapitalistisch orientierte Gewerbe“.

Noch ein bisschen was zu mir: Ich bin jetzt gerademal 20 Jährchen alt, Matura (Abitur) hab ich mit Schwerpunktfach Wirtschaft & Recht, Ergänzungsfach Chemie abgeschlossen.

So, Ende im Gelände. Mag jemand was dazu sagen? :o)

Grüsse,
Sandmann

Das is ne Entscheidung die du selber fällen musst. Keiner kann dir ins Leben reden. Alt genug biste alle Male.

und den Rest verkneif ich mir mal lieber :smile:

LG Jergenquell

Hallo dass du nicht gerne Hausarzt werden möchtest verstehe ich gut, obwohl hier zunehmend mehr Ärzte gebraucht werden (über die Zustände in CH weiß ich nicht so viel). Aber es gibt auch viele andere potentielle Arbeitgeber, du könntest di zB neben dem Studium in Richtung Medizinjournalismus orientieren, zB. mal in den Ferien ein Redaktionspraktikum machen. Oder wenn dir Pharmakologie liegt in die Arzneimittelforschung gehen, Technik ist eher dein Ding, dann vielleicht als Produktmanager in einem Medizintechnikunternehmen (Entwicklungsleiter, die elektronische Umsetzung deiner Ideen machen dann ElektoIngs oder Informatiker). Es gibt auch schon ein paar Bücher zum Thema Alternativen für Mediziner. Schau mal in der Zeitschrift StudMed von Thieme (die haben sicher eine Internetseite).
Wenn du so kreativ bist, wie du schreibst, fallen dir bestimmt noch mehr potentielle Arbeitgeber ein, überleg dir doch mal, wo die Dinge hekommen, mit denen du arbeitest (Bücher, MedGerät, Arzneimittel, Plastik-Skelette, etc.)
Schau auch mal auf den Seiten von Doccheck.de (die haben evtl auch eine Schweizer Seite, auf jeden FAll eine Französische), und Medizinstudent.de nach Ideen.
Und überleg dir vor allem, worin du noch gut bist, ausser dass du die Lizenz zum Heilen hast…
Schöne Grüße Susanne

Hallo Jergenquell,

Danke für den Tipp, du wirst die Entscheidung sicher nicht für mich treffen müssen.
Hab ich auch gar nicht verlangt - wer lesen kann, ist klar im Vorteil :wink:

Genies den schönen Tag!

Salut Susanne,

Danke dass du dir die Mühe gemacht hast mir zu antworten. Einige der von dir genannten Magazine konnten tatsächlich meinen Horizont etwas erweitern. Leider bin ich eben jemand, der Informationen sammelt wie blöde - was, seit es das www gibt, manchmal gerne etwas ausartet *g*.

So, ich begebe mich mal dann weiters auf die Suche nach „spiritueller Erleuchtung“ :wink: