Wie viele Kröten soll man schlucken?

Hallo Experten,

seit einem Monat bin ich arbeitslos, ich habe selbst gekündigt – aus den unterschiedlichsten Gründen. Nun bin ich bei einem Bewerbungsverfahren in die Runde der letzten Drei gekommen und frage mich, ob der Job wirklich der richtige für mich wäre. Hier die Vor- und Nachteile aus meiner Sicht:

Vorteile

  • Selbständige und sehr eigenverantwortliche Tätigkeit
  • Fachlich und inhaltlich sehr interessant, würde mich von meinem Profil her weiterbringen

Nachteile

  • Befristung auf zwei Jahre (stand bei der Ausschreibung nicht dabei, danach gibt es aber angeblich einen Festvertrag)
  • 27 Tage Urlaub (zuletzt hatte ich 28 das war schon schmerzhaft im Vergleich zu den 30 Tagen, die es eins davor gab)
  • 15 km Anfahrt (ohne Auto bin ich 50 Minuten mit der Straba unterwegs, beim letzten Job brauchte ich 70 Minuten für eine Strecke, das hat die Lebensqualität schon sehr eingeschränkt)
  • Natürlich ist das kein 9-5-Job (schade, gibt es den überhaupt noch irgendwo?)
  • Über Geld wurde nicht konkret gesprochen. Man weiß, was ich zuvor verdient habe und wird das eventuell mit der Personalabteilung erörtern. Klingt also nicht so, als würden meine Vorstellungen auf direkte Gegenliebe stoßen.

Mein Bauchgefühl schwankt leider momentan sehr. Mir ist schon klar, dass es den idealen Job heutzutage nicht gibt, bzw. nur mit viel Glück oder langem Suchen. Aber falls sich die Vorteile doch als Nachteile entpuppen (z.B. irgend jemand redet mir doch permanent in meine Arbeit rein, ich habe keine Urlaubsvertretung, kann für zwei arbeiten, etc.), sieht die Plus-Liste schon sehr reduziert aus.

Was meint ihr, wie wichtig ist das Fachlich-Inhaltliche im Vergleich zu den übrigen Faktoren? Oder soll ich mich einfach zwei Jahre der Aufgabe stellen und anschließend wieder wechseln? Leichter wird es dann mit knapp 40 allerdings auch nicht …

Nächste Woche werden sie die Entscheidung bekannt geben.

Danke euch

Marie

Stellt sich die Frage überhaupt?
Hi!

Vorteile

  • Selbständige und sehr eigenverantwortliche Tätigkeit
  • Fachlich und inhaltlich sehr interessant, würde mich von
    meinem Profil her weiterbringen

Ist doch geil! Aber einen wesentlichen Vorteil hast Du vergessen: Arbeit statt Arbeitslosigkeit!

Nachteile

  • Befristung auf zwei Jahre (stand bei der Ausschreibung nicht
    dabei, danach gibt es aber angeblich einen Festvertrag)

Das ist heutzutage schon fast die Regel! Du solltest darauf achten, dass der Vertrag aber trotz der Befristung ordentlich kündbar ist!

  • 27 Tage Urlaub (zuletzt hatte ich 28 das war schon
    schmerzhaft im Vergleich zu den 30 Tagen, die es eins davor
    gab)

Meine Güte, hängst Du Dich hier wirklich an lächerlichen drei Tagen auf? Die wenigsten Leute in meinem Umfeld haben mehr als 26 Tage…

  • 15 km Anfahrt (ohne Auto bin ich 50 Minuten mit der Straba
    unterwegs, beim letzten Job brauchte ich 70 Minuten für eine
    Strecke, das hat die Lebensqualität schon sehr eingeschränkt)

15 km? Sei mir nicht böse, aber das ist keine Entfernung, über die man überhaupt nachdenken sollte! Die schaffst Du übrigens auch mit dem Rad in 50 Minuten…

  • Natürlich ist das kein 9-5-Job (schade, gibt es den
    überhaupt noch irgendwo?)

Klar! Nicht wenige Behörden arbeiten streng nach Dienstplan…

  • Über Geld wurde nicht konkret gesprochen.

???

Man weiß, was ich
zuvor verdient habe und wird das eventuell mit der
Personalabteilung erörtern. Klingt also nicht so, als würden
meine Vorstellungen auf direkte Gegenliebe stoßen.

Ein Gespräch entsteht doch zwischen beiden Seiten. Da kann man schon mal nachhaken, wenn derart rumgedruckst wird!
Aber es ist vermutlich mehr als Dein Arbeitslosengeld, oder?

Mein Bauchgefühl schwankt leider momentan sehr. Mir ist schon
klar, dass es den idealen Job heutzutage nicht gibt, bzw. nur
mit viel Glück oder langem Suchen.

Es wird immer über die bösen Arbeitgeber gemault, die eine eierlegende Wollmilchsau suchen…
Wenn ich mir Dein Posting hier so durchlese, dann merke ich deutlich, dass es auch andersrum der Fall ist!

Aber falls sich die
Vorteile doch als Nachteile entpuppen (z.B. irgend jemand
redet mir doch permanent in meine Arbeit rein, ich habe keine
Urlaubsvertretung, kann für zwei arbeiten, etc.), sieht die
Plus-Liste schon sehr reduziert aus.

Hallo?
Ob Dir das in jedem Job passieren kann??
Ob man das in der Regel erst merkt, wenn man schon mindestens ein paar Monate beschäftigt ist???

Was meint ihr, wie wichtig ist das Fachlich-Inhaltliche im
Vergleich zu den übrigen Faktoren?

Ungalublich wichtig ist, dass Dir als Arbeitssuchende die Möglichkeit geboten wird, einen Job anzunehmen, der Deinen fachlichen Ansprüchen auch noch genügt!
Nicht ein einziges Deiner „Gegenargumente“ kann ich (nur ich ganz persönlich) überhaupt als „Argument“ erkennen geschweige denn nachvollziehen! Das sieht alles so vorgeschoben aus.

Oder soll ich mich einfach
zwei Jahre der Aufgabe stellen und anschließend wieder
wechseln? Leichter wird es dann mit knapp 40 allerdings auch
nicht …

Deshalb solltest Du darauf achten, dass die Stelle in jedem Fall auch vorher ordentlich kündbar ist! Falls Du zwischendurch etwas anderes findest, was Deinen Vorstellungen entspricht (ruf mich an, denn so einen Job hätte ich auch mal gern), kannst Du immer noch wechseln!

LG
Guido

Moin, Marie,

ich sehe da keine Kröten. Die Vorteile liegen da, wo das Fehlen richtig weh täte, die Nachteile sind von der Art, wie sie heute niemand mehr vermeiden kann. Ob sich der Job wunschgemäß entwickelt, kann eh keiner vorhersagen. Schlag zu, bevor Dir jemand zuvorkommt.

Gruß Ralf

Hallo

komische Frage! Kann Dir wohl auch keiner beantworten.

was ich mich fragen würde: WILL ich den Job? Kann ich mir vorstellen, in dem Job Spaß zu haben, würde ich gern zur ARbeit gehen, habe ich die Chance, mich weiterzuentwickeln, was ist das für eine Firma - wie schätze ich das Arbeitsklima ein.

und vor allem: habe ich die Chance, in absehbarer Zeit etwas besseres zu bekommen? Wäre es ok für mich, länger arbeitslos zu sein und eventuell einen wesentlich schlechteren Job annehmen zu müssen, wenn ich den hier ablehne.

kurz: WILL ich den Job oder nicht.

zu den Nachteilen:

Nachteile

  • Befristung auf zwei Jahre (stand bei der Ausschreibung nicht
    dabei, danach gibt es aber angeblich einen Festvertrag)

naja, wer weiss, was in zwei Jahren ist - kann man das mit dem Festvertrag schriftlich festhalten?

  • 27 Tage Urlaub (zuletzt hatte ich 28 das war schon
    schmerzhaft im Vergleich zu den 30 Tagen, die es eins davor
    gab)

die habe ich auch und in den letzten zwei Jahren nicht einmal genommen. das wäre für mich keine Kriterium.

  • 15 km Anfahrt (ohne Auto bin ich 50 Minuten mit der Straba
    unterwegs, beim letzten Job brauchte ich 70 Minuten für eine
    Strecke, das hat die Lebensqualität schon sehr eingeschränkt)

ach Gott! wo wohnst Du denn? ich denke mal, 50 min ist für viele Leute normal. Wenn Dir der Job gefällt, kannst Du ja auch umziehen.

  • Natürlich ist das kein 9-5-Job (schade, gibt es den
    überhaupt noch irgendwo?)

kommt auf die Position drauf an. ab einer bestimmtne Position gibt es das tatsächlich nicht mehr. aber auch hier: wenn der Job Spaß macht und man mit netten Leuten zusammen ist, ist das kein Problem.

  • Über Geld wurde nicht konkret gesprochen. Man weiß, was ich
    zuvor verdient habe und wird das eventuell mit der
    Personalabteilung erörtern. Klingt also nicht so, als würden
    meine Vorstellungen auf direkte Gegenliebe stoßen.

dazu kann ich jetzt natürlich nichts sagen.
Frage ist, reicht Dir das Geld für den Job, den Du annimmst.

ehrlich, so richtige Negativpunkte sehe ich hier gar nicht. Sonst wäre ja mein Job auch nur negativ. und das kann ich nun wirklich nicht behaupten.

Gruß
Queedin

Fehler beim AG-Wechsel
Hi,

seit einem Monat bin ich arbeitslos, ich habe selbst gekündigt
– aus den unterschiedlichsten Gründen.

Das tut man nicht - egal aus welchen Gründen. „Man“ wird nicht freiwillig arbeitslos. Keine Diskussion darüber, auch nicht mit einem zukünftigen AG. Der will die Argumente sicher auch nicht hören (Falls Du es doch tust, wird er seine Schlüsse daraus ziehen). Man sucht erst einen neuen Job und kündigt dann.
Jetzt steht es so in Deinen Unterlagen. Die Folgen spürst Du bereits: Du musst jetzt die eine oder andere Kröte schlucken (Du giltst als Wackelkandidatin -> Zeitvertrag).

Nachteile

  • Befristung auf zwei Jahre (stand bei der Ausschreibung nicht
    dabei, danach gibt es aber angeblich einen Festvertrag)

na und? Andere (unter anderem auch ich) hatten noch nie einen längerfristige Vertrag. Seit 15 Jahren …

  • 27 Tage Urlaub (zuletzt hatte ich 28 das war schon
    schmerzhaft im Vergleich zu den 30 Tagen, die es eins davor
    gab)

Na und? Solange es nicht nur 20 Tage sind, ist es doch ok.

  • 15 km Anfahrt (ohne Auto bin ich 50 Minuten mit der Straba
    unterwegs, beim letzten Job brauchte ich 70 Minuten für eine
    Strecke, das hat die Lebensqualität schon sehr eingeschränkt)

Darf ich lachen? Die 15 km machst Du zur Not auch mit dem Fahrrad.

  • Natürlich ist das kein 9-5-Job (schade, gibt es den
    überhaupt noch irgendwo?)

Ahh, wir kommen der Sache näher.

  • Über Geld wurde nicht konkret gesprochen. Man weiß, was ich
    zuvor verdient habe und wird das eventuell mit der
    Personalabteilung erörtern. Klingt also nicht so, als würden
    meine Vorstellungen auf direkte Gegenliebe stoßen.

Das ist eine der Kröten. Durch Deine Kündigung hast Du Dich in eine sehr schwache Verhandlungsposition begeben. Du hast Deinen Marktwert selbst gedrückt.

Was meint ihr, wie wichtig ist das Fachlich-Inhaltliche im
Vergleich zu den übrigen Faktoren?

Man hat einen interessanten Job, oder man bewertet andere Faktoren höher (Wohnort etc.). Beides zusammen gibt es selten.

Oder soll ich mich einfach
zwei Jahre der Aufgabe stellen und anschließend wieder
wechseln? Leichter wird es dann mit knapp 40 allerdings auch
nicht …

Leichter wird es mit zunehender Dauer der selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit ebenfalls nicht.

Du hast karrieretechnisch einen Fehler gemacht. Mach’ die Macke im Lebenslauf (= Dein jetzt reduzierter Marktwert) nicht unnötig tiefer (das wäre eine lange selbstverschuldete Arbeitslosigkeit).

Viel Erfolg,
R.

Hallo,

jetzt hast Du die Chance schnell wieder in Deinen Job - und das zu guten Bedingungen - reinzukommen. Das wird jeden Monat schwieriger. Schau Dir mal an, was Du in einem Jahr bekommst. Das wird dann echt geil.

Wenn Du was besseres findest, kannst Du immer noch wechseln. Wo liegt Dein Problem.

15 km sind gar keine Entfernung.
Du hast sogar schon mehr Urlaub als gesetzlich vorgeschrieben.
Keiner hat heute mehr einen 9-5 Job.

Gruß

Peter

seit einem Monat bin ich arbeitslos, ich habe selbst gekündigt

Nach diesem Selbstmord für jeden Lebenslauf solltest Du nicht lange über Nebensächlichkeiten lamentieren.

Hi!

Vorteile

  • Selbständige und sehr eigenverantwortliche Tätigkeit
  • Fachlich und inhaltlich sehr interessant, würde mich von
    meinem Profil her weiterbringen

Ist doch geil! Aber einen wesentlichen Vorteil hast Du
vergessen: Arbeit statt Arbeitslosigkeit!

Wo ist denn der Vorteil, Leistung dort erbringen zu müssen, wo das Umfeld nicht stimmt?
Bei Frauen heisst es doch auch nicht, hauptsache Partnerschaft!

Das ist heutzutage schon fast die Regel! Du solltest darauf
achten, dass der Vertrag aber trotz der Befristung ordentlich
kündbar ist!

Nein, es ist nicht die Regel überall befristet zu sein. Was soll das denn bringen? Das gilt doch für Mitarbeiter die dem Betrieb egal sind, sonst bietet man auch etwas mehr Planungssicherheit.

Meine Güte, hängst Du Dich hier wirklich an lächerlichen drei
Tagen auf? Die wenigsten Leute in meinem Umfeld haben mehr als
26 Tage…

Was muss denn das für ein Umfeld sein? Ist das die Ausbeutungsspirale?
Hier geht es doch um 14% weniger Urlaub, und der Trend geht in die falsche Richtung.

Strecke, das hat die Lebensqualität schon sehr eingeschränkt)

15 km? Sei mir nicht böse, aber das ist keine Entfernung, über
die man überhaupt nachdenken sollte! Die schaffst Du übrigens
auch mit dem Rad in 50 Minuten…

15 Km sind tatsächlich nicht der Rede wert. Allerdings mit dem Fahhrad kommt man im Büro so an, dass einen die Kollegen auch in Ruhe lassen.

  • Natürlich ist das kein 9-5-Job (schade, gibt es den
    überhaupt noch irgendwo?)

Klar! Nicht wenige Behörden arbeiten streng nach Dienstplan…

Und sind damit auch gute Vorbilder! Arbeiten um zu Leben oder andresrum sei die Devise?

Ein Gespräch entsteht doch zwischen beiden Seiten. Da kann man
schon mal nachhaken, wenn derart rumgedruckst wird!
Aber es ist vermutlich mehr als Dein Arbeitslosengeld, oder?

Die wollen Leistung, vielleicht sogar mehr als der andere Arbeitgeber.
Und dann solche Manieren? Das gehört auch für Firmen nicht zum guten Ton.

Es wird immer über die bösen Arbeitgeber gemault, die eine
eierlegende Wollmilchsau suchen…
Wenn ich mir Dein Posting hier so durchlese, dann merke ich
deutlich, dass es auch andersrum der Fall ist!

Klar gibt es beide Seiten. Seine Stimmung ist aber am Sinken, wegen dem Trend. Weniger Urlaub, weniger Geld, usw. Was soll denn das?
Man wird älter und darf mehr machen, erhält aber weniger dafür.
Widerspricht der Natur.

Was meint ihr, wie wichtig ist das Fachlich-Inhaltliche im
Vergleich zu den übrigen Faktoren?

Ungalublich wichtig ist, dass Dir als Arbeitssuchende die
Möglichkeit geboten wird, einen Job anzunehmen, der Deinen
fachlichen Ansprüchen auch noch genügt!
Nicht ein einziges Deiner „Gegenargumente“ kann ich (nur ich
ganz persönlich) überhaupt als „Argument“ erkennen geschweige
denn nachvollziehen! Das sieht alles so vorgeschoben aus.

Wie sieht denn deine Stimmung aus, wenn du 14% weniger Urlaub bekommst, und dafür sagen wir mal auch noch ein paar 100 Euro im Monat weniger hast? 25 Jahre bis zur Rente, macht bei 200 Euro weniger = 60.000 Euro weniger verdient. Ohne Zinsverluste, und dass man weniger Rente dadurch bekommt ist auch klar. Der Schaden kann sich also locker auf 100.000 Euro belaufen. Wer würde da nicht drüber nachdenken?
Vielleicht sind es sogar mehr als 200 Euro Differenz…

Hallo Josef,

wenn ich mal wieder jemanden einstelle wird es erst einmal für ein oder zwei jahre befristet sein. Ein Grund dafür liegt darin, daß ich überhaupt keine Lust habe, mich mit Menschen zu umgeben, die eine Einstellung ähnlich Deiner an den Tag legen. Das merkt man u. U. nicht in den wenigen Monaten einer Probezeit.

Zum Urlaub schreibst Du:

Ist das die
Ausbeutungsspirale? Hier geht :es doch um 14% weniger :Urlaub, und der Trend geht in
die falsche Richtung.

Wir lebten lange Zeit über unsere Verhältnisse. Ein Stück zurück von immer kürzeren Jahresarbeitszeiten entlastet die Kostenseite.

Nicht wenige Behörden ::arbeiten streng nach ::smiley:ienstplan…

Und sind damit auch gute :Vorbilder!

Ein paar Leute mit solcher Einstellung in einem kleinen Betrieb und das Unternehmen geht am Stock.

Die wollen Leistung…

Ja was denn wohl sonst?

Weniger Urlaub, weniger Geld, :usw. Was soll denn das?
Man wird älter und darf mehr :machen, erhält aber weniger
dafür.
Widerspricht der Natur.

Ach, das Naturgesetz stetig steigender Gehälter und Urlaubsansprüche kannte ich bisher nicht.

Wie sieht denn deine Stimmung :aus, wenn du 14% weniger :Urlaub bekommst, und dafür :sagen wir mal auch noch ein :stuck_out_tongue:aar 100 Euro im Monat :weniger hast?

Ist Arbeitslosigkeit besser?

Gruß
Wolfgang

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Hi!

Deine Rechnung geht aber irgendwie auch nicht ganz auf.

Wenn denn alles so negativ für sie ist, dann ist die Frage doch beantwortet: sie nimmt den Job nicht und hat weiterhin weniger Geld, weil kein Gehalt, sondern ALG - dafür aber massig Freizeit! Geil!!

Kann Guido nur bestätigen - habe auf meinen letzten Bewerbungstrips genau das gleiche erlebt… das Gehalt wurde immer weniger, die Arbeit blieb gleich viel. und von 9 to 5 kannste nur träumen oder du boxt dich halt durch.

Es ist nun mal in den meisten Bereichen nicht mehr so, dass man die freie Auswahl hat - noch nicht gemerkt?

Gruß
Demenzia

Hi! gerne arbeiten!
Dass Dir das kaum verständlich erscheint, ist mir nach Deinem Posting fast klar, aber es gibt sie wirklich:
Menschen, die morgens aufstehen und sich auf ihren Job freuen!

Hier geht es doch um 14% weniger Urlaub, und der Trend geht in
die falsche Richtung.

Meine Güte - es sind (ich gehe mal von einer 5-Tage-Woche aus) 30 % über dem gesetzlichen Anspruch!

15 Km sind tatsächlich nicht der Rede wert. Allerdings mit dem
Fahhrad kommt man im Büro so an, dass einen die Kollegen auch
in Ruhe lassen.

Gibt es auch irgendwas in Deinem (Berufs)leben, was positiv ist?

Klar! Nicht wenige Behörden arbeiten streng nach Dienstplan…

Und sind damit auch gute Vorbilder! Arbeiten um zu Leben oder
andresrum sei die Devise?

Kein Wirtschaftsunternehmen könnte mit einer Struktur, wie sie in den meisten Behörden üblich ist, auch nur ein Jahr überleben!
Zu langsam, zu unflexibel, zu unspontan und vor allem zu teuer!

Die wollen Leistung, vielleicht sogar mehr als der andere
Arbeitgeber.
Und dann solche Manieren? Das gehört auch für Firmen nicht zum
guten Ton.

Hallo? Wenn ich ein Gespräch mit einem AG in spe habe, dann erfahre ich auch, was er bereit ist zu zahlen! Voraussetzung ist jedoch, dass man fragt!
Und das NATÜRLICH jeder den Versuch des Handelns unternimmt, sollte doch klar sein! Oder hast DU Geld zu verschenken?

Klar gibt es beide Seiten. Seine Stimmung ist aber am Sinken,
wegen dem Trend. Weniger Urlaub, weniger Geld, usw. Was soll
denn das?

Ich ganz persönlich würde mich beschissen fühlen, wenn ich eine Arbeit nicht mache, weil ich weniger bekomme, als in irgendeinem Job vorher - stattdessen lieber faul zu Hause rumhänge und Stütze kassiere (die vermutlich trotzdem geringer ausfällt)…

Man wird älter und darf mehr machen, erhält aber weniger
dafür.
Widerspricht der Natur.

Was hat das Alter mit einer Vergütung zu tun? Für mich hängt Vergütung immer mit Leistung zusammen (ok - im öD ist das anders)!
Und: Wer sagt, dass unser Wirtschaftssystem etwas mit der Natur zu tun hat?
Abgesehen davon, dass in der Natur das Gesetz des Stärkeren gilt - je älter, desto schwächer!

Wie sieht denn deine Stimmung aus, wenn du 14% weniger Urlaub
bekommst, und dafür sagen wir mal auch noch ein paar 100 Euro
im Monat weniger hast?

Schön, dass Du mich ganz persönlich fragst!
Ich habe mal einen Job angenommen, in dem ich 60% weniger Bruttoeinkommen im Vergleich zum letzten Job im Angestelltenverhältnis hatte, statt 30 Tagen Urlaub nur noch den gesetzlichen (20 Tage!) und statt 35 Std./Woche nun 40!
Ich fühlte mich großartig, weil ich niemandem auf der Tasche liegen musste und es einfacher ist, sich aus einem bestehenden Job zu bewerben!

25 Jahre bis zur Rente, macht bei 200
Euro weniger = 60.000 Euro weniger verdient. Ohne
Zinsverluste, und dass man weniger Rente dadurch bekommt ist
auch klar. Der Schaden kann sich also locker auf 100.000 Euro
belaufen. Wer würde da nicht drüber nachdenken?
Vielleicht sind es sogar mehr als 200 Euro Differenz…

Da Du so herrlich polemische Milchmädchenrechnungen hier anführst (es war von einer auf 2 Jahre befristeten Stelle die Rede!):

Wie hoch ist denn der Schaden bei 25 Jahren Arbeitslosigkeit?

LG

Hi,

warst Du schon mal arbeitslos?

Das gilt doch für Mitarbeiter die dem Betrieb egal sind

da hast Du etwas völlig falsch verstanden. Mitarbeiter sind dem Betrieb immer egal.

Hier geht es doch um 14% weniger Urlaub

Vorher 28 Tage, jetzt 27. Ich bin immoment zu faul, den Rechner rauszukramen, aber das sollten knapp 3,6 % sein.

Widerspricht der Natur.

Da spricht die Natur aber ganz anders. Frag mal einen alten Hirschbullen.

Vielleicht sind es sogar mehr als 200 Euro Differenz.

Von einer Differenz war keine Rede, also heul nicht rum. Gleiches Geld und dafür einen Job, der Spaß macht - allemal besser als zuhause die Wand anglotzen.

Gruß Ralf

Hi! gerne arbeiten!
Dass Dir das kaum verständlich erscheint, ist mir nach Deinem
Posting fast klar, aber es gibt sie wirklich:
Menschen, die morgens aufstehen und sich auf ihren Job freuen!

Ok, es ist schön sich daran auch zu erfreuen. Allerdings bekommt man doch Geld dafür. Wenn es so lustig wäre, gäbe es sicher genug, die auch ohne Geld zu bekommen arbeiten gehen würden.

Hier geht es doch um 14% weniger Urlaub, und der Trend geht in
die falsche Richtung.

Meine Güte - es sind (ich gehe mal von einer 5-Tage-Woche aus)
30 % über dem gesetzlichen Anspruch!

Das stimmt schon, war es in den 90ern aber nicht üblich, 30 Tage zu haben? Kein Betrieb war mir damals bekannt, der weniger gibt.

Gibt es auch irgendwas in Deinem (Berufs)leben, was positiv
ist?

Natürlich, ich schreibe deshalb weil ihr ihm sagt, er solle die negativen Seiten ignorieren. Ich bin aber der Meinung dass sie doch zu einem ausgewachsenen Problem werden könnten.

Kein Wirtschaftsunternehmen könnte mit einer Struktur, wie sie
in den meisten Behörden üblich ist, auch nur ein Jahr
überleben!
Zu langsam, zu unflexibel, zu unspontan und vor allem zu
teuer!

Vielleicht war es wohl eine falsche Entscheidung, in die Wirtschaft zu gehen…

Hallo? Wenn ich ein Gespräch mit einem AG in spe habe, dann
erfahre ich auch, was er bereit ist zu zahlen! Voraussetzung
ist jedoch, dass man fragt!
Und das NATÜRLICH jeder den Versuch des Handelns unternimmt,
sollte doch klar sein! Oder hast DU Geld zu verschenken?

Die Fakten stimmen schon, es sind die kleinen Gesten, wie zu lange darüber zu schweigen, die ich meinte. Fragen tut das Unternehmen, nicht der Mitarbeiter.

Ich ganz persönlich würde mich beschissen fühlen, wenn ich
eine Arbeit nicht mache, weil ich weniger bekomme, als in
irgendeinem Job vorher - stattdessen lieber faul zu Hause
rumhänge und Stütze kassiere (die vermutlich trotzdem geringer
ausfällt)…

Klar, jeder andere auch. Wenn aber ein schlechter Tag im Betrieb ist, denkst du dann nicht daran, dass du dir gerade diesen Ärger gibst und das auch noch für sounsoviel weniger Geld?

Was hat das Alter mit einer Vergütung zu tun? Für mich hängt
Vergütung immer mit Leistung zusammen (ok - im öD ist das
anders)!
Und: Wer sagt, dass unser Wirtschaftssystem etwas mit der
Natur zu tun hat?
Abgesehen davon, dass in der Natur das Gesetz des Stärkeren
gilt - je älter, desto schwächer!

Du sagst es doch. Und deshalb sollte die Arbeit mit dem Alter auch nicht Fordernder werden.

Schön, dass Du mich ganz persönlich fragst!
Ich habe mal einen Job angenommen, in dem ich 60% weniger
Bruttoeinkommen im Vergleich zum letzten Job im
Angestelltenverhältnis hatte, statt 30 Tagen Urlaub nur noch
den gesetzlichen (20 Tage!) und statt 35 Std./Woche nun 40!
Ich fühlte mich großartig, weil ich niemandem auf der Tasche
liegen musste und es einfacher ist, sich aus einem bestehenden
Job zu bewerben!

Echt, ich weiss nicht wie du das machst? Reicht das Gefühl mit „auf der Tasche“ liegen aus, um alle Nachteile mehr als zu Kompensieren?
Wie fühlst du dich wenn du einen alten Kollegen triffst, der noch verdient was du früher verdient hast?

Da Du so herrlich polemische Milchmädchenrechnungen hier
anführst (es war von einer auf 2 Jahre befristeten Stelle die
Rede!):

Nach den 2 Jahren wird er entweder weiter so bezahlt (von einer Erhöhung kann man bei dem Zögern nicht ausgehen), oder eine andere Firma reibt sich die Hände und macht das gleiche Spiel wie die Jetzige.

Wie hoch ist denn der Schaden bei 25 Jahren Arbeitslosigkeit?

Ungleich viel höher! Das steht nicht zur Debatte. Er will doch einen Job, und ich würde niemals jemandem zur Arbeitslosigkeit raten. In diesem Fall würde ich ihm dazu raten, einen besseren Job zu suchen.
Wahrscheinlich aus der Notlösung des aktuell angebotenen Jobs heraus.

Bye

Hi!

Na durch die genannten Faktoren wird das Umfeld schon etwas
verstimmt?

Das ist vermutlich Ansichtssache! Ich sehe da, wie gesagt, kein einziges Argument!

Toller Vergleich! Wenn ich so viele Ehen wie Arbeitsstellen
hinter mir hätte, würde ich mich als Bundeskanzler bewerben…

Den Vergleich hat doch ein nicht ganz unbekannter
Karriereberater auch schon gemacht?!

Was mich an vielen Karriereberatern immer überrascht, ist die Tatsache, dass sie irgendwie nie einen höheren Managementposten inne haben…

Leider ist die Zahl solcher Stellen am Steigen. Aber man muss
dagegen vorgehen.

Indem man nicht unterschreibt?

Ist es nicht auch so, dass so eine
Befristung max. 2 Jahre geht, und dann auf unbefristet
geschaltet werden muss?

Nein! So pauschal ist das nicht der Fall - oder anders: Wenn sich ein AG clever anstellt, kann er durchaus sehr viel länger befristen!

Oder wechseln in deinem Umfeld die
Leute alle 2 Jahre ihre Firma?

Die Zeiten, in denen man ewig und drei Tage in einem Unternehmen beschäftigt war, gehen dem Ende entgegen!

Ein wenig Sicherheit auch für den Arbeitgeber?

Wie du schreibst, ich kann das eigentlich nur für sehr kleine
Firmen gelten lassen.

Wo siehst Du da die Grenze?

Ich weiss nicht um was für Jobs es geht, aber
Einarbeitungszeit usw. verschlingen doch schon fast die ganze
Produktivität?

Einarbeitungszeit, usw. sollten in den meisten Fällen nach 6 Monaten erledigt sein…

Ok, es ist schön sich daran auch zu erfreuen. Allerdings
bekommt man doch Geld dafür. Wenn es so lustig wäre, gäbe es
sicher genug, die auch ohne Geld zu bekommen arbeiten gehen
würden.

Wenn Du Dir mal die Motivationsgründe anschaust, die Arbeitnehmer für wichtig halten, wirst Du feststellen, dass das Thema Geld da erst an vierter Stelle steht!

Das stimmt schon, war es in den 90ern aber nicht üblich, 30
Tage zu haben?

Nein, das war es nicht! Es galt eigentlich nur für die großen oder sehr wirtschaftsstarken Unternehmen! Selbst im von Dir genannten Öffentlichen Dienst gibt es erst ab einem gewissen Alter 30 Tage!

Kein Betrieb war mir damals bekannt, der
weniger gibt.

Dann kanntest Du nicht sonderlich vielschichtige Unternehmen!

Natürlich, ich schreibe deshalb weil ihr ihm sagt, er solle
die negativen Seiten ignorieren. Ich bin aber der Meinung dass
sie doch zu einem ausgewachsenen Problem werden könnten.

Ich habe mal das wichtigste Wort hervorgehoben. Da wir uns im Konunktiv bewegen: Es könnte genau so gut sein, dass all die genannten Faktoren überhaupt kein Problem darstellen.

Vielleicht war es wohl eine falsche Entscheidung, in die
Wirtschaft zu gehen…

Ich sehe zumindest für die Arbeitnehmer im ÖD nicht besonders rosige Zukunften.

Die Fakten stimmen schon, es sind die kleinen Gesten, wie zu
lange darüber zu schweigen, die ich meinte. Fragen tut das
Unternehmen, nicht der Mitarbeiter.

Wie viele Vorstellungsgespräche hast Du in Deinem Leben geführt?
Fragen sollten eigentlich immer beide!

Klar, jeder andere auch. Wenn aber ein schlechter Tag im
Betrieb ist, denkst du dann nicht daran, dass du dir gerade
diesen Ärger gibst und das auch noch für sounsoviel weniger
Geld?

Ehrlich gesagt: An das Geld denke ich in solchen Momenten eher nicht.

Du sagst es doch. Und deshalb sollte die Arbeit mit dem Alter
auch nicht Fordernder werden.

???
Arbeit sollte nach meinem Empfinden immer fordernder werden! Wenn ich nur Routinearbeiten erledigen müsste, würde ich mich zu Tode langweilen! Und jede neue Herausforderung wird irgendwann zur Routine!

Echt, ich weiss nicht wie du das machst? Reicht das Gefühl mit
„auf der Tasche“ liegen aus, um alle Nachteile mehr als zu
Kompensieren?

Die Fragestellerin hat sich einen dicken Makel in ihren Lebanslauf gepackt (wie ich seinerzeit auch)! Den gilt es, auszubügeln.
Es geht unter anderem darum, sich eine bessere Position für die Findung des traumjobs zu verschaffen. Und ein extrem wesentlicher Faktor ist die Bewerbung aus einem laufenden Beschäftigungsverhältnis ohne riesige Arbeitslosikeitszeiträume…
Da kommen noch ein paar Faktoren zu - Das Gefühl, eine Aufgabe zu haben ist mir nicht ganz unwichtig

Wie fühlst du dich wenn du einen alten Kollegen triffst, der
noch verdient was du früher verdient hast?

Kommt auf den Kollegen an! An Geld denke ich dabei aber eher nicht, eher an alte Zeiten und daran, mal wieder ein Bier zusammen zu trinken!

Nach den 2 Jahren wird er entweder weiter so bezahlt (von
einer Erhöhung kann man bei dem Zögern nicht ausgehen), oder
eine andere Firma reibt sich die Hände und macht das gleiche
Spiel wie die Jetzige.

Das ist eine völlig unbewiesene Behauptung!

Wenn Du meine ersteAntwort mal genau liest, entdeckst Du den Hinweis, dass sie darauf achten soll, dass der Arbeitsvertrag auf jeden Fall vor Ablauf der Zeit ordentlich kündbar sein soll!
Hintergrund: Sie macht den Job, weil es halt ein Job ist und bewirbt sich weiter!
Oder aber: Es IST ihr Traumjob und der AG macht ihn nach zwei Jahren zu einem Unbefristeten (was u.U. aber auch irgendwie vermerkt sein sollte)

Ungleich viel höher! Das steht nicht zur Debatte. Er will doch
einen Job, und ich würde niemals jemandem zur Arbeitslosigkeit
raten. In diesem Fall würde ich ihm dazu raten, einen besseren
Job zu suchen.
Wahrscheinlich aus der Notlösung des aktuell angebotenen Jobs
heraus.

*g* Da sind wir einer Meinung!

LG
Guido

Hallo Marie,

sorry, aber Personen wie Dir sollte man mit sofortiger Wirkung das Arbeitslosengeld streichen !!!

Du hast einen extremen Fehler gemacht, denn man kündigt nicht einfach so von sich aus, sondern sucht zuerst einen neuen Job und kündigt dann.

Für diesen Fehler muss im Moment die Gemeinschaft der AN und AG, welche für Dein ALG zahlen, aufkommen. Da empfinde ich es schon als Schlag ins Gesicht, wenn jemand auch noch „schleckig“ ist und nur Jobs akzeptieren will, bei denen man

  • nur 7 Stunden am Tag arbeiten muss
  • 30 Tage Urlaub hat
  • und das Ganze direkt vor der Haustür.

Sorry, aber so geht das nicht.

Grüsse

Sven

*kopfschüttel*

Alles ist relativ…
Hallo Josef,

ich würde Dir zustimmen, wenn es wirklich ein Ausbeuterjob wäre, aber die angegebenen Eckdaten (27 Tage Urlaub, 15 km Anfahrt etc.) deuten bei Weitem noch nicht darauf hin.

Wer einen Karrierefehler macht - und das ist es nunmal, wenn man einfach so kündigt - muss halt auch mal einen Rückschritt in Kauf nehmen. Man kann nicht einfach nur sagen, der nächste Job muss besser als der Letzte sein.

Grüsse

Sven

Bildungslücke
Hallo Guiodo,

Kein Wirtschaftsunternehmen könnte mit einer Struktur, wie sie
in den meisten Behörden üblich ist, auch nur ein Jahr
überleben!
Zu langsam, zu unflexibel, zu unspontan und vor allem zu
teuer!

Du scheinst weder den VEB Siemens noch die BASF zu kennen. Gerüchteweiseist es beim Daimler oder in Wolfsburg auch nicht anders.

Ciao maxet.

Hi maxet!

Du scheinst weder den VEB Siemens noch die BASF zu kennen.
Gerüchteweiseist es beim Daimler oder in Wolfsburg auch nicht
anders.

OK - dann packe ein FAST dazu!

Gruß
Guido

Hi Sven,

wer kündigt, kriegt erstmal 6 Wochen nüscht, seit 4 Wochen ist die Gute arbeitslos. Bitte schätze sorgfältig, wie lange sie davon noch auf unsere Kosten leben kann.

Gruß Ralf

Hallo Marie,

seit einem Monat bin ich arbeitslos, ich habe selbst gekündigt
– aus den unterschiedlichsten Gründen.

Klingt stark nach einer Verzweiflungsaktion! Wie die anderen schon schreiben, wäre es klüger gewesen erst zu suchen und dann zu kündigen. Aber das weisst Du sicher selbst. Leider schreibst Du die Gründe nicht einmal andeutungsweise, aber ich kann wohl annehmen, dass die letzte Situation untragbar war?

  • Natürlich ist das kein 9-5-Job (schade, gibt es den
    überhaupt noch irgendwo?)

Hin und wieder gibt es schon noch, z.B. im öffentlichen Dienst. Allerdings kann man als Faustregel sagen: je selbstständiger und interessanter die Arbeit, desto unwahrscheinlicher läuft sie auf eine 38,5-Stundenwoche hinaus.

Was meint ihr, wie wichtig ist das Fachlich-Inhaltliche im
Vergleich zu den übrigen Faktoren? Oder soll ich mich einfach
zwei Jahre der Aufgabe stellen und anschließend wieder
wechseln? Leichter wird es dann mit knapp 40 allerdings auch
nicht …

Für mich das Fachliche. Immerhin verbringe ich auf der Arbeit ein gutes Drittel meines Lebens. Erst wenn die Arbeit inhaltlich unerträglich ist, beginnt das Leben von Wochenende zu Wochenende, von Urlaubstag zu Urlaubstag… Wennn dagegen der Arbeitsalltag zufriedenstellend verläuft, dann kommt es auf ein paar Urlaubstage mehr oder weniger auch nicht an.

An Deiner Stelle würde ich danach gfehen, was Dir beim letzten Mal die Stelle so unerträglich gemacht hat. Jedem sind andere Dinge wichtig. Versuche herauszufindne, ob Du Dich in Deinen wichtigen Punkten verbesserst oder verschlechterst.

Die Tatsache übrigens, dass diese Stelle befristet ist, kannst du auch als Vorteil nutzen: sollte sich nämlich das Arbeitsumfeld wieder als schlecht erweisen, kannst Du die Befristung bei einer erneuten Bewerbung als Grund angeben, warum Du weitersuchst. Bei mir persönlich ist es auch, so, dass ich mich bei einem befristeten Vertrag dem Arbeitgeber weniger verpflichtet fühle. Unterschreibe ich einen unbefristeten Vertrag, dann würde ich mich unwohl fühlen, mich bald wieder woanders zu bewerben. Will er mich aber sowieso nur befristet, dann darf er sich nicht wundern…

Viel Glück, Walkuerax

P.S. Und lass Dir bloss keine Komplexe wegen Deiner Kündigung einreden. Niemand, der Dich deshalb angreift, kennt schliesslich die Gründe.