Hi!
Na durch die genannten Faktoren wird das Umfeld schon etwas
verstimmt?
Das ist vermutlich Ansichtssache! Ich sehe da, wie gesagt, kein einziges Argument!
Toller Vergleich! Wenn ich so viele Ehen wie Arbeitsstellen
hinter mir hätte, würde ich mich als Bundeskanzler bewerben…
Den Vergleich hat doch ein nicht ganz unbekannter
Karriereberater auch schon gemacht?!
Was mich an vielen Karriereberatern immer überrascht, ist die Tatsache, dass sie irgendwie nie einen höheren Managementposten inne haben…
Leider ist die Zahl solcher Stellen am Steigen. Aber man muss
dagegen vorgehen.
Indem man nicht unterschreibt?
Ist es nicht auch so, dass so eine
Befristung max. 2 Jahre geht, und dann auf unbefristet
geschaltet werden muss?
Nein! So pauschal ist das nicht der Fall - oder anders: Wenn sich ein AG clever anstellt, kann er durchaus sehr viel länger befristen!
Oder wechseln in deinem Umfeld die
Leute alle 2 Jahre ihre Firma?
Die Zeiten, in denen man ewig und drei Tage in einem Unternehmen beschäftigt war, gehen dem Ende entgegen!
Ein wenig Sicherheit auch für den Arbeitgeber?
Wie du schreibst, ich kann das eigentlich nur für sehr kleine
Firmen gelten lassen.
Wo siehst Du da die Grenze?
Ich weiss nicht um was für Jobs es geht, aber
Einarbeitungszeit usw. verschlingen doch schon fast die ganze
Produktivität?
Einarbeitungszeit, usw. sollten in den meisten Fällen nach 6 Monaten erledigt sein…
Ok, es ist schön sich daran auch zu erfreuen. Allerdings
bekommt man doch Geld dafür. Wenn es so lustig wäre, gäbe es
sicher genug, die auch ohne Geld zu bekommen arbeiten gehen
würden.
Wenn Du Dir mal die Motivationsgründe anschaust, die Arbeitnehmer für wichtig halten, wirst Du feststellen, dass das Thema Geld da erst an vierter Stelle steht!
Das stimmt schon, war es in den 90ern aber nicht üblich, 30
Tage zu haben?
Nein, das war es nicht! Es galt eigentlich nur für die großen oder sehr wirtschaftsstarken Unternehmen! Selbst im von Dir genannten Öffentlichen Dienst gibt es erst ab einem gewissen Alter 30 Tage!
Kein Betrieb war mir damals bekannt, der
weniger gibt.
Dann kanntest Du nicht sonderlich vielschichtige Unternehmen!
Natürlich, ich schreibe deshalb weil ihr ihm sagt, er solle
die negativen Seiten ignorieren. Ich bin aber der Meinung dass
sie doch zu einem ausgewachsenen Problem werden könnten.
Ich habe mal das wichtigste Wort hervorgehoben. Da wir uns im Konunktiv bewegen: Es könnte genau so gut sein, dass all die genannten Faktoren überhaupt kein Problem darstellen.
Vielleicht war es wohl eine falsche Entscheidung, in die
Wirtschaft zu gehen…
Ich sehe zumindest für die Arbeitnehmer im ÖD nicht besonders rosige Zukunften.
Die Fakten stimmen schon, es sind die kleinen Gesten, wie zu
lange darüber zu schweigen, die ich meinte. Fragen tut das
Unternehmen, nicht der Mitarbeiter.
Wie viele Vorstellungsgespräche hast Du in Deinem Leben geführt?
Fragen sollten eigentlich immer beide!
Klar, jeder andere auch. Wenn aber ein schlechter Tag im
Betrieb ist, denkst du dann nicht daran, dass du dir gerade
diesen Ärger gibst und das auch noch für sounsoviel weniger
Geld?
Ehrlich gesagt: An das Geld denke ich in solchen Momenten eher nicht.
Du sagst es doch. Und deshalb sollte die Arbeit mit dem Alter
auch nicht Fordernder werden.
???
Arbeit sollte nach meinem Empfinden immer fordernder werden! Wenn ich nur Routinearbeiten erledigen müsste, würde ich mich zu Tode langweilen! Und jede neue Herausforderung wird irgendwann zur Routine!
Echt, ich weiss nicht wie du das machst? Reicht das Gefühl mit
„auf der Tasche“ liegen aus, um alle Nachteile mehr als zu
Kompensieren?
Die Fragestellerin hat sich einen dicken Makel in ihren Lebanslauf gepackt (wie ich seinerzeit auch)! Den gilt es, auszubügeln.
Es geht unter anderem darum, sich eine bessere Position für die Findung des traumjobs zu verschaffen. Und ein extrem wesentlicher Faktor ist die Bewerbung aus einem laufenden Beschäftigungsverhältnis ohne riesige Arbeitslosikeitszeiträume…
Da kommen noch ein paar Faktoren zu - Das Gefühl, eine Aufgabe zu haben ist mir nicht ganz unwichtig
Wie fühlst du dich wenn du einen alten Kollegen triffst, der
noch verdient was du früher verdient hast?
Kommt auf den Kollegen an! An Geld denke ich dabei aber eher nicht, eher an alte Zeiten und daran, mal wieder ein Bier zusammen zu trinken!
Nach den 2 Jahren wird er entweder weiter so bezahlt (von
einer Erhöhung kann man bei dem Zögern nicht ausgehen), oder
eine andere Firma reibt sich die Hände und macht das gleiche
Spiel wie die Jetzige.
Das ist eine völlig unbewiesene Behauptung!
Wenn Du meine ersteAntwort mal genau liest, entdeckst Du den Hinweis, dass sie darauf achten soll, dass der Arbeitsvertrag auf jeden Fall vor Ablauf der Zeit ordentlich kündbar sein soll!
Hintergrund: Sie macht den Job, weil es halt ein Job ist und bewirbt sich weiter!
Oder aber: Es IST ihr Traumjob und der AG macht ihn nach zwei Jahren zu einem Unbefristeten (was u.U. aber auch irgendwie vermerkt sein sollte)
Ungleich viel höher! Das steht nicht zur Debatte. Er will doch
einen Job, und ich würde niemals jemandem zur Arbeitslosigkeit
raten. In diesem Fall würde ich ihm dazu raten, einen besseren
Job zu suchen.
Wahrscheinlich aus der Notlösung des aktuell angebotenen Jobs
heraus.
*g* Da sind wir einer Meinung!
LG
Guido