Bewerbungsmappen werden weggeworfen! USUS?

Hallo,

ich hab jetzt sooooo einen Hals, daß kann man sich nicht vorstellen…

Mein Mann sucht seit Ende letzten Jahres einen anderen Job und wir haben dafür 20 Bewerbungsmappen gekauft, richtig teure. Extra richtig gute Bilder machen lassen beim Fotographen. Wasserzeichenpapier angeschafft etc. Von der Arbeit, die zu erstellen, mal echt ganz zu schweigen!!

Vor 2 Wochen stellen wir mit Erstaunen fest, daß noch 10 Mappen nicht wieder zurückgekommen sind. U.a. welche, die am 20.11.2005 verschickt wurden. (Fast alle 10 Initiativbewerbungen)

An alle Firmen haben wir vor 1 1/2 Wochen nochmals ein normales Schreiben verfasst mit der Bitte, die Mappen bei Nichtinteresse wieder zurückzusenden.

Es kam immer noch nix zurück!
Gestern hab ich Göttergatten dazu „genötigt“ dort überall anzurufen und was bekommen wir zu hören???

=> „Angeblich“ sei die Mappe NIE angekommen. (10 von 20, daß sind 50% - DAS glaub ich ja NIEMALS!!!)

=> „Die haben wir gleich weggeworfen, weil wir kein Geld haben die zurückzusenden.“

=> „Uns gibt es schon seit 3 Jahren nicht mehr“ => stehen aber dick in den gelben Seiten

=> „Wir schauen mal, ob die noch irgendwo rumliegt“…!

Ja, wo gibt es denn SOWAS???
WEGWERFEN???
DAS ist unser materielles Eigentum!!!

Als ich das hörte, dachte ich werd nicht mehr.
Ich hab so einen Hals, ich könnte platzen vor Wut.
Jede Mappe hat einen Ca-Wert von 10 Euro.
Ganz abgesehen von den Umschlägen, Briefmarken und der Zeit, die zusammenzustellen.

Und wir haben es jetzt nicht so dicke, daß wir jetzt jeden Monat so locker flockig mal 100 Euro in die „Tonne klopfen“ können. Von der Rennerei wg. neuem Papier, Mappen und Nachmachen von den Fotos mal ganz abgesehen!!
Wenn ich das mal hochrechne, dann wären das 1200 Euro im Jahr, für Mappen, die wir nicht mehr zurückbekommen!!

Ich bin echt stinkewütend, sprachlos und wirklich geschockt über eine solche Verhaltensweise. *gggrrrr*

Habe in meinem Leben schon wirklich so einige Bewerbungen selber geschrieben (auch Initiativbewerb.), aber bisher immer alle auch wieder bekommen.

Ist das jetzt normales Geschäftsgebaren?
Müssen wir jetzt wohl Bewerbungen mit Einschreiben losschicken, um einen Nachweis zu haben, daß die dort auch ankommen??
Oder einen frankierten Rückumschlag beilegen, damit wir die wieder bekommen?

Wieder mal ein Posting, das die Welt nicht braucht.
Sorry, aber ich mußte jetzt einfach mal Dampf ablassen.
Vielleicht hat ja jemand so ähnliche Erfahrung gemacht.

wutschnaupende Grüße
von
Soni

Hallo, Sonja,

ja, das passiert leider oft, dass die Mappen weggeworfen werden. Viele kleinere Firmen sind schlichtweg damit überfordert, bei der Flut von Initiativbewerbungen alles wieder zurückzuschicken. Klar sind die Mappen euer Eigentum, aber keiner hat euch aufgefordert, sie zu schicken - so denken eben viele Personalabteilungen und lassen sie verschwinden. Manchmal werden die Mappen auch in irgend eine Abteilung weitergereicht, damit der zuständige Bereichsleiter sich die Kandidaten anschauen kann, und dort versanden sie dann.

Ich habe nach meinen ersten Versuchen keine teuren Mappen mehr versendet, sondern Schnellhefter. Was will man schließlich mit der Edelmappe beweisen? Dass man gar nicht arbeiten muss? Dass man ein besonders hohes Gehalt erwartet? Oder dass man auch mit Hartz IV blendend zurechtkommt?

Ich hatte derlei Bewerbungsmappen öfter durchzusehen, als ich noch angestellt gearbeitet habe, und muss sagen, Elefantenhaut und Wasserzeichen bringen einen auch nicht eher ins Vorstellungsgespräch. Eher war es ein Anschreiben, das auf die Stellenanzeige oder den Geschäftszweck der Firma gut gepasst hat, und der Sympathiewert auf dem Foto (obwohl es natürlich gemein ist, Kandidaten zu diskriminieren, nur weil sie rotgeäderte Wangen und einen trübseligen Blick haben - schließlich, in Abwandlung von Ehrhards bekanntem Spruch, ist man sowieso zu krank zum Arbeiten, wenn man so aussieht wie auf seinem Passfoto).

Wenn ich Tipps geben soll, dann spare an den Mappen, und investiere in die Texte (vorher über die Firma informieren). Und schaue gezielt nach Online-Bewerbungsmöglichkeiten.

Gruß, Aleysha

=> „Uns gibt es schon seit 3 Jahren nicht mehr“ =>
stehen aber dick in den gelben Seiten

Normalerweise interessiert es nicht, ob das Papier jetzt mit Wasserzeichen versehen ist, die Bewerbungsmappen aus Gold bestehen o.ä.

Was mich bei deinem Posting stutzig macht ist die von mir zitierte Aussage. Dein Mann scheint überhaupt nicht auf das Unternehmen eingegangen zu sein (also ihr habt nicht mal gewusst ob es das Unternehmen überhaupt noch gibt!!!).

Also daran bitte arbeiten!

ja
Hi,

Vor 2 Wochen stellen wir mit Erstaunen fest, daß noch 10
Mappen nicht wieder zurückgekommen sind. U.a. welche, die am
20.11.2005 verschickt wurden. (Fast alle 10
Initiativbewerbungen)

Dann ist ja alles in Ordnung. Anders als bei Stellenausschreibungen muß bei Initiativbewerbungen nichts zurückgeschickt werden. Wenn eine Firma das tut, dann aus reiner Freundlichkeit. Es hat ja auch niemand die Unterlagen angefordert…

DAS ist unser materielles Eigentum!!!

Nein. Bei Initiativbewerbungen ist das nicht der Fall. Oder schickst Du Werbeprospekte auf Deine Kosten zurück?

Jede Mappe hat einen Ca-Wert von 10 Euro.

Lösung: Billigere Mappen kaufen. Die teuren Dinger sind IMHO überflüssig.

Ganz abgesehen von den Umschlägen, Briefmarken und der Zeit,
die zusammenzustellen.

Das ist bei jedem Werbemailing so.

Und wir haben es jetzt nicht so dicke, daß wir jetzt jeden
Monat so locker flockig mal 100 Euro in die „Tonne klopfen“
können. Von der Rennerei wg. neuem Papier, Mappen und
Nachmachen von den Fotos mal ganz abgesehen!!

Warum nehmt ihr dann so teure Mappen?
Niemand wird eingestellt, weil er/sie eine teure Mappe verwendet, sondern weil die Unterlagen inhaltlich in Ordnung sind. Ein langweiliges Anschreiben wird durch Büttenpapier auch nicht besser.

Was die Photos angeht: So viel Geld muß das auch nicht kosten (Sucht euch einen Fotographen, der Euch eine CD macht. Ihr könnt die Bilder dann bei einem x-beliebigen Bilderdienst selbst machen lassen. Selbst in Top-Qualität entstehen nur Kosten in Höhe von nicht einmal 1€.)

Oder einen frankierten Rückumschlag beilegen, damit wir die
wieder bekommen?

ja

Allerdings ist es fraglich, ob Ihr die Unterlagen in einer Form zurückbekommt, dass Ihr sie weiterverwenden könnt. Ich würde raten, zu kostengünstigeren Materialien greifen.

Ciao R.

Es ist.
Hallo.

=> „Angeblich“ sei die Mappe NIE angekommen. (10 von 20,
daß sind 50% - DAS glaub ich ja NIEMALS!!!)

Kann man frei übersetzen „wir haben keine Verwendung für Sie, und die Mappe liegt im Altpapier, wir sind aber zu feige, Ihnen das zu sagen“.

=> „Die haben wir gleich weggeworfen, weil wir kein Geld
haben die zurückzusenden.“

s.o. : „Wir sind zwar ungehobelt, aber ehrlich“.

=> „Uns gibt es schon seit 3 Jahren nicht mehr“ =>
stehen aber dick in den gelben Seiten

Ähem. Dazu wurde ja schon etwas geschroben - man sollte sich in der Tat *tüt* etwas intensiver informieren …

DAS ist unser materielles Eigentum!!!

Mitnichten und ohneneffen - mit dem Versand hast Du das Eigentum an diesen Dingen aufgegeben (wenn eine Einstellung aus dem Vorgang resultiert hätte, wäre der ganze Zimt ja auch in der Personalakte gelandet …).

Jede Mappe hat einen Ca-Wert von 10 Euro.
Ganz abgesehen von den Umschlägen, Briefmarken und der Zeit,
die zusammenzustellen.

Umschläge und Briefmarken kann man u.U. ersetzt bekommen oder zumindest steuerlich geltend machen - Du wirst ja nicht vom Empfänger verlangen, dass er für die unverlangte Post eure Auslagen erstattet. (Kannst ja unfrei versenden - entweder wird das Porto bezahlt, bei Interesse, oder ihr bekommt euer Schreiben mit Topzuschlag zurück *SCNR*).

Wenn ich das mal hochrechne, dann wären das 1200 Euro im Jahr,
für Mappen, die wir nicht mehr zurückbekommen!!

Diese Mappen sind im Ernstfall - nach meiner Erfahrung - sowieso eher ein Einstellungshindernis, denn sie müssen auseinandergepflückt, ggf. wieder zusammengestellt etc.pp. werden. Bei einer Initiativbewerbung zumindest verursacht das einen Aufwand, der den Empfänger nicht geneigter macht, eine solche Bewerbung wohlwollend zu prüfen.

Ich bin echt stinkewütend, sprachlos und wirklich geschockt
über eine solche Verhaltensweise. *gggrrrr*

Betrachte es von der anderen Seite : x unverlangte Bewerbungen mal ( y Euronen Porto + z Euronen für Auspacken, Angucken, Kopfschütteln, Eintüten, Zurückschicken ) = ganz schön viel Kosten für etwas, was man weder verlangt hat noch wirklich braucht.

Habe in meinem Leben schon wirklich so einige Bewerbungen
selber geschrieben (auch Initiativbewerb.), aber bisher immer
alle auch wieder bekommen.

Schwein gehabt beim Schlachten.

Ist das jetzt normales Geschäftsgebaren?

Ja - nicht fein, nicht fair, aber rational zu begründen, siehe vor.

Oder einen frankierten Rückumschlag beilegen, damit wir die
wieder bekommen?

Das wäre eine Möglichkeit, die Rückläuferquote zumindest zu steigern; 100% wirst Du damit trotzdem nicht erreichen.

Die Luxussuperdupergoldrandmappen, die ihr für teures Geld erworben habt, sind nur Blendwerk und ein sehr gutes Geschäft für die Vertreiber derselben. Für weitere Initiativbewerbungen empfehle ich, bei der Aufmachung zwei Nummern zurückzudrehen - sprich, einen ganz normalen Pappdeckel zu verwenden, und den auch nicht bis obenhin vollzuwamschen. Ein Anschreiben, aus dem hervorgeht, warum man sich bewirbt (und zwar halbwegs überzeugend, nicht mit der Floskel-Wurfmaschine gedengelt) und eine kurze Beschreibung der Qualifikationen. Den Umfang einer solchen Bewerbung würde ich mit 2 bis allerhöchstens vier Seiten ansetzen, und da erübrigt sich die Mappe schon von selbst. Vernünftiges Papier darf man dagegen schon verwenden. Das heißt natürlich nicht handgeschöpft mit Duft nach Eau de Merde und allem Zipp und Zapp, sondern eben gediegenes, nicht extravagantes, Briefpapier.

Teure Erfahrung ist auch Erfahrung,

meint Eillicht zu Vensre

Es gibt Hoffnung!!!
Moin.

Ich habe mich im September 2004 bei einer Firma als Entwickler beworben; die Ablehnung mitsamt den Unterlagen bekam ich letzte Woche wieder; sie hätten die Lehrstelle anderweitig vergeben…

Hallo Sonja!

wir haben dafür 20 Bewerbungsmappen gekauft, richtig teure.

Teure Mappen, womöglich mit Goldprägedruck, Leder, Ganzleinen und was es da so alles gibt, sind überflüssiger Tinnef. Wenn Mappe (wozu eigentlich?), dann reicht so 'n Klemmdingens für deutlich unter 1 €.

Extra richtig gute Bilder machen lassen beim Fotographen.

Das ist gut. Man kann sich Bewerbungsfotos vom Fotografen gleich auf CD brennen lassen. Dann wird das Bild (sw reicht vollkommen) ausgedruckt, etwas größer als ein Paßfoto. Beim Drucken könnte man für das Bild eine sparate Seite verwenden, Foto mittig oder gekonnt außerhalb der Mitte gedruckt, Name drunter - macht was her.

Wasserzeichenpapier angeschafft…

Das ist aber edel! Hast Du ein eigenes Familienwappen und damit Papier machen lassen? Täte aber wirklich nicht nötig :smile:. Oder handelt es sich beim Wasserzeichen um das Logo des Papierherstellers? Sowas ist überflüssig, bringt bei einer Bewerbung gar nichts. Ordentliches Papier kann trotzdem nicht schaden. 80g-Kopierpapier würde ich nicht nehmen. 90 oder 100 g fühlen sich deutlich besser an. Papier muß auch nicht schneeweiß sein. Z. B. ein gaaaaanz leichter Grauton kann sehr edel aussehen.

Damit ist es auch schon genug mit den Äußerlichkeiten. Ansonsten zählt der Inhalt, kurz, informativ, sofort auf den Punkt kommend.

Einschließlich Briefmarke kommst Du mit 3 € pro Bewerbung hin, vielleicht wenige Cent mehr, aber auf keinen Fall die genannten 10 €.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,
also mit 3 € das mach mir mal vor:
1,44 € Briefmarke
0,99 € die billigste Klemmmappe
0,50 € für 10 Kopien
?? für ein vernünftiges Bewerbungsfoto.
0,10 € Umschlag (niedrig angesetzt)
da bin ich aber schon ein ganzes Stück über den 3 Euro, voralle, wo ich für 20 Bewerbungsfotos letztens 40 Euro bezahlt hab…
Grüße
Almut

Ach bitte, so ein Quatsch mit Goldrand und Leder und so…

Nein, es sind Mappen, die einfach nach ein bissi was aussehen.
Und bitte erzählt mir jetzt keiner, daß er Glassichthüllen mit rausfallenden Seiten und mit Heftklammern oder noch besser angetackerten Miniaturbilder etwa schön findet, oder noch besser, solch eine Mappe s e l b e r losschicken würdet??
(hab ich alles schon selber gesehen!)

Na, egal. Es geht ja auch nicht um die Gestaltung, die gefällt uns so wie sie ist.

Gut, ich verstehe Euren Input.
Klar, den Firmen kostet das Rücksenden ja auch was.

Klar, man sieht sich ja als Bewerber nur selber und nicht die Masse.
Von daher kann ich das schon irgendwo auch verstehen.

Aber gebietet es nicht einfach die Höflichkeit, vielleicht eine kleine (Standard-)Email loszuschicken (kann man alles als Vorlage heutzutage abspeichern), daß die Mappe abgeholt werden kann?
Oder ein kurzes Telefonat?

Ich weiß nicht, aber ich sehe es immer noch als ein Akt der Höflichkeit dem Bewerber gegenüber an. Er hat sich ja nicht ohne Grund (meistens zumindest :wink: bei der Firma beworben. Er hat sich ja was dabei gedacht und die Firma für seine Bewerbung „rausgesucht“. Und mit der Mappe Mühe und Zeit und Geld investiert.

Oder denke ich da zu „altmodisch“?
„Vergibt“ sich eine Firma was bei einem Anruf oder Email?
Ich weiß, kostet auch wieder Zeit. :wink: - Aber trotzdem!

Ich akzeptiere schon die Einwände, die da kamen.
Nur „wegwerfen“ kann ich nach wie vor nicht aktzeptieren.
Aber vielleicht ist das ja unsere sog. „Wegwerfmentalität“ von heute?
Oder ich bin altmodisch erzogen worden, daß man das Eigentum anderer immer noch mit Respekt begegnen sollte.

Ich finde es nur wirklich sehr schade.
Naja, aus Schaden wird man klug :wink:.

Gruß
Soni

Hallo Sonja,

als ich mich vor vielen Jahren nach dem Studium bewarb, habe ich von nur knapp der Hälfte der angeschriebenene Betriebe die Unterlagen zurückerhalten. Und das waren keine Initiativbewerbungen, sondern solche auf Anzeigen hin.

Einige Anfragen wurden zum Teil kackfrech beantwortet (zur Not können Sie Ihr Eigentum ja einklagen), zum Teil wurde mir beschieden, das sein nun mal so.
Besonders hervorgetan hat sich da der öffentliche Dienst.

Das ist leider eine üble Unsitte und man kann da wenig tun - leider.

Gandalf

Hallo Almut,
kegen wir noch drauf:

also mit 3 € das mach mir mal vor:

da bin ich bei Dir!

1,44 € Briefmarke

seit 01.01.06 1,45 €

0,99 € die billigste Klemmmappe

Welche Mappen sind das? Bitte schreibe mal, welche Du verwendest. Ich such schon länger danach.

0,50 € für 10 Kopien

Hast einen guten Copy-Shop. Wenn jemand auf dem Dorf wohnt und mal eben ohne Aufwand Kopien machen will bezahlt ermeist bis zu 0,10 €.

?? für ein vernünftiges Bewerbungsfoto.

Beim Fotografen für 4 Stück 14,-- €. Die Folgebilder sind dann ca. bei 8,-- € für 4 Stück.

0,10 € Umschlag (niedrig angesetzt)

Wie bei den Kopien. Auf dem Dorf beim Schreibwarenhändler ist man mit rund 0,15 € dabei.

da bin ich aber schon ein ganzes Stück über den 3 Euro,

Wir haben beide schon deutlich mehr als die 3,-- €.

Grüsse,
Michael

Du bist Deutschland!
Also ich muß dazu sagen, als ich mich nach dem Studium vor 12 J um eine Stelle bewarb, gab es das nicht (oder ich hatte Glück). Ich bekam jede Mappe - ob auf Anzeige od. blind - zurück.

Auch 5 Jahre später kannte ich eine Situation wie heute nicht.

Das ist leider eine üble Unsitte und man kann da wenig tun -
leider.

Das finde ich dermassen traurig, daß die Zeiten sich in solche Richtung „entwickeln“.

Da bleibt mir demnächst beim Spott: „Du bist Deutschland“! doch glatt der Bissen Käsebrot im Hals stecken.

Jedenfalls haben wir jetzt die „Strategie“ geändert. Mappe nur noch auf Anzeige und mit frank. Rückumschlag.

beste Grüße
Sonja

Hallo Sonja,

ja, leider bürgert es sich ein.
Ich trotz (!) frankierter und adressierter Rückumschläge nicht alle Bewerbungsmappen zurückbekommen.
Einige waren sorgfältig gelocht, bei anderen stand nebem meinem Foto meine Gehaltsvorstellung.
Einige Mappen kamen ohne Absender, Anschreiben, ich weiß also noch nichteinmal, wer mich abgelehnt hat.
Also, viele Überraschungen.
Aber:
Arbeitssuche, d.h. vermutlich ist dein Freund/Mann/Lebenspartner arbeitslos.
Habt ihr versucht, die Kosten für die Bewerbungen von der BA wieder zu bekommen, muss vor der Bewerbung beantragt werden.
Zu Vorstellungsgesprächen lasst euch einladen und nehmt einen Vordruck mit, den der mögliche AG ausfüllt, dann können eine Menge Kosten ersetzt werden.
Einen Rechtsanspruch gibt es allerdings, soweit ich weiss, nicht.
Bei den Bewerbungskosten könnt ihr einmalig wählen zwischen den tatsächlichen Kosten, viel Arbeit, oder einem Pauschalbetrag. Diese Wahl ist nicht zu korrigieren.
Das ist mein Kenntnissstand, ohne Gewähr, aber fragt mal nach.

Viel Erfolg

Gruß Volker, der gerade selber ´nen Job sucht

aaarrrgh!!!

ich hab jetzt sooooo einen Hals, daß kann man sich nicht
vorstellen…

Hi,
nun, nach dem Lesen Deines Artikels geht es mir nicht anders.
Ich weiss, Dein Ton kam aus dem Bauch, aus der Wut, raus - aber fass
Dich doch mal bitte an den eigenen Kopf, statt anderen die Schuld zu
geben!!! Wie willst Du, oder Dein Mann, oder sonstwer, ne Anstellung
bekommen, wenn ihr Firmen mit solcher Einstellung begegnet???

Also, ich versuch’s trotzdem mal mit was hilfreichem:

  1. Nov gesandt - Februar noch nicht zurück: Was ist DARAN
    besonders???

  2. Initiativbewerbung mit riesen-schicker Mappe und allem Drum und
    Dran? Soll das ein Witz sein?

  3. Initiativbewerbungen an Firmen, die gar nicht mehr existieren???
    Dazu muss ich wohl nichts sagen. Ausser:
    Man sucht sich die Firmen, bei denen man sich initiativ-bewerben
    will, NICHT aus den Gelben Seiten!!!

Wie man daran, dass Du hier Forumteilnehmerin bist, merkt, bist Du
‚internet-literate‘. Ok, es gibt auch viele kleine Firmen, die keine
Internetpräsenz haben, und über die man daher nicht im Internet
recherchieren kann.

Aber wo das eben nicht geht, da ruft man kurz an: Nicht, brauchen Sie
denn gerade jemanden, sondern: beschäftigen Sie blabla-Kräfte?

Ich bin Fotografin, hab 2004 in nem Portraitstudio gearbeitet. Weil
das halt nen Studio für Laufkunden war (und nicht nen Werbefotograf,
was ich eher gewöhnt bin), hat dieses Studio natürlich auch viel
Präsenz, was Gelbe Seiten und ähnliches angeht.

Du hättest mal die Initiativbewerbungen sehen müssen, die da ankamen!
Ok, wenn sich jemand für ne Praktikantenstelle bewirbt, das ist ja
vollkommen ok. Aber Büroarbeit, Buchhaltung, Bildbearbeitung oder
Grafikdesign - hallo, wir sind ein 1 1/2 Mann - Studio!!! Nicht ne
Firma mit 20 Angestellten!

Also, immer vorher ein bisschen mitdenken…

Wir HABEN die Bewerbungen übrigens immer zurückgeschickt (das durfte
ich dann machen…), obwohl der Studiobesitzer schon sehr auf’s Geld
achtete. Das war also mehr als fair.

Dein BESITZ, Dein EIGENTUM, ist etwas, dass du in einem Umschlag an
jemand anderen addressiert schickst, sicherlich nicht.

Und bei UNGEFORDERTEN Initiativbewerbungen, die dann vielleicht noch
so fett sind, dass ne 1,44 Euro (jetzt wohl 1,45) Marke gar nicht
reicht - was soll ne Firma dann machen???

  1. Fotos
    Das Foto sagt etwas über die darauf abgebildete Person aus: Sieht die
    Person sch*** aus, also nicht offen, kommunikativ, sondern verklemmt
    und schüchtern, zb, nutzt auch das schickste, dickste Fotopapier
    nichts. Ein GUTES Foto, also Bild, Abbild, ist vonnöten.

Ein richtig schlechtes printout eines guten Bildes bringt natürlich
auch nichts - aber ein digitales Bild, oder ein GUT ausgedrucktes,
oder oder oder… das reicht!

Das gleiche gilt für den INHALT der Bewerbung selbst. Die schickste
Mappe lenkt nicht von einem beschissen geschriebenen Lebenslauf ab.

Im Gegenteil: Weniger ist mehr. Übersicht, Klarheit zählen.

Und diese Bewerbungsmappen, von denen Du redest (und das
Wasserzeichenpapier) - SOWAS von out!

Nochwas zu Fotos:
Wie viele Leute kamen zu uns ins Studio, und ärgerten sich, dass ihr
‚so schön gewordenes Bild‘ nun alle war, weil sie zu geizig gewesen
waren, sich ‚richtige‘ Bilder machen zu lassen, sondern die aus der
Sofortbildmaschine nahmen.

Ein gut gelungenes Bewerbungsfoto sollte reproduzierbar sein - ob auf
Negativ oder digital existierend. Digital ist natürlich ideal - da
könnt ihr Euch eben auch die Datei besorgen. Oh, kostet ja ne
Menge… Ja, Du kaufst dem Fotografen damit schliesslich die
Bildrechte ab.

LÖSUNGSVORSCHLAG:

Ich nehme an, wenigstens der Lebenslauf (und die diversen? - oder ist
es nur eine Standardversion??? Anschreiben) werden als elektronisches
Dokument, sprich, als doc oder sonstige Datei existieren.

SCHICK MIR DIE PER EMAIL ZU!

Wenn sie ganz schlimm sind, kannst Du Dir überlegen, ob Du ein
bisschen dafür zahlen willst, um sie überarbeiten zu lassen.

VON JETZT AN SCHICKT IHR BEWERBUNGEN, WO ES GEHT, **NUR** PER
EMAIL!!!

Ob Initiativ- oder andere Bewerbung.

Meine sehen so aus:
Lebenslauf als pdf mit integriertem Bild.
Wenn Bedarf besteht: Ein weiteres pdf mit sämtlichen relevanten
Zeugnissen (eingescannt in einem Copy Shop).

Wenn es sich um Unternehmen handelt, die so veraltete Technologie
haben, dass sie ein pdf nicht öffnen können: Nun, dafür gibt’s dann
halt noch ne doc Variante des Lebenslaufs (mit Bild).

Da, wo es nicht mit email geht, aber initiativ ist (oder Zeugnisse
nicht verlangt werden): Per Post mit a) Anschreiben, b) Lebenslauf
mit Bild, c) Kopie des oder der WICHTIGSTEN Zeugnisse (zB
abgeschlossene Ausbildung zu der Fachkraft, als die man sich
bewirbt).

Das Ganze besteht dann aus ca 4 DIN A4 Seiten, und wird OHNE Mappe
versandt.

Verlust von 4 gedruckten DIN A4 Seiten: … wen juckt’s…

Die bisherigen Ausgaben werdet ihr auch hoffentlich irgendwie vom
Arbeitsamt bezahlt bekommen können.

Ansonsten: Scheut nicht die EINMALIGEN Ausgaben für ein GUTES,
REPRODUZIERBARES Foto, und einen GUTEN Lebenslauf plus Anschreiben!

Ihr habt bisher an der falschen Stelle ausgegeben!

Gruss, isabel

Hallo Almut!

also mit 3 € das mach mir mal vor:
1,44 € Briefmarke
0,99 € die billigste Klemmmappe
0,50 € für 10 Kopien
?? für ein vernünftiges Bewerbungsfoto.
0,10 € Umschlag (niedrig angesetzt)
da bin ich aber schon ein ganzes Stück über den 3 Euro,
voralle, wo ich für 20 Bewerbungsfotos letztens 40 Euro
bezahlt hab…

Dann laß’ es einen Schluck mehr sein. Ich wollte darauf hinaus, daß man auf die albernen, sündhaft teuren Bewerbungsmappen, die im Handel ganze Regalmeter füllen, gerne verzichten kann. Sowas bringt außer vermeidbaren Kosten gar nichts. Eigentlich ist eine Mappe gleich welcher Art überflüssiges Beiwerk, eher lästig. Wenn die Bewerbung inhaltlich sorgfältig gestaltet wurde und rundherum stimmig ist, hätte ich nicht das geringste Problem, die Sachen für einen Umschlag C5 oder kleiner zu falten. Wenn der Inhalt nicht paßt, hilft auch das ganze Mappenzeugs nicht weiter. Bei persönlich überreichter Bewerbung halte ich eine schmucklose, einfache Mappe für zweckmäßig.
Bei einer Bewerbung geht es grundsätzlich nicht darum, wer das meiste Geld möglichst unsinnig verbraten hat und sich mit teurem Blendwerk tarnt.

Inhalt, Inhalt, Inhalt, übersichtlich gestaltet, klare Aussagen ohne Phrasen, ohne Wortmüll - alles andere ist für die Katz’… ach, nichtmal die könnte damit was anfangen.

Beim Bewerbungsfoto empfahl ich nicht nur, aber auch aus Kostengründen die Variante mit Foto auf CD und ausdrucken. 2 € pro Foto, das dann in den Müll wandert, ist zu viel Geld.

Bei Bewerbungen macht es nicht die Masse, auch nicht bei Initiativbewerbungen. Das ist ein ähnliches Geschäft wie Auftragsbeschaffung per Mailing. Dabei kann ich auch waschkörbeweise Zeugs verschicken und es kommt nichts dabei heraus. Es ist zwar mühsamer, aber billiger und erfolgversprechender, wenn man die zu kontaktierenden Unternehmen sorgfältig aussucht. Dafür macht man sich über das Unternehmen schlau und recherchiert die Namen der in Frage kommenden Entscheider. Die werden kontaktiert, erst telefonisch, sodann persönlich angesschrieben und eine Woche später wird telefonisch nachgefaßt. Mit solchen handverlesenen Kontakten erreicht man Erfolgsquoten, die mit Masse nicht ansatzweise erzielbar sind.

Gruß
Wolfgang

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Thema: Photo
Zum Thema Photo:
bei mir hat das ganze knapp 100 DM gekostet, enthalten waren:

  • ca 3/4 Std. Vorbereitungsgespräch: was hast du gemacht, welche Ziele hast du, auf welche Stellen bewirbst du dich etc.
  • ein (kleiner) Film „verschossen“, ca. 20 Bilder
  • Kontaktabzüge
  • bemeinsame Auswahl des besten Bildes
  • 6 (oder 8) Abzüge ??
  • Merkmal zum Nachbestellen

vielleicht auch noch ein Tipp:
ich klebe die Bilder, versehen mit Name Adresse (weicher Bleistift) mit Klebestift auf, ich kann sie dann in lauwarmen Wasser wieder ablösen, auf glatter Unterlage trocknen und sie sind wiederverwendbar.

Gruß Volker

Hallo Sonja!

Gestern hab ich Göttergatten dazu „genötigt“ dort überall
anzurufen und was bekommen wir zu hören???

Bei den Bewerbungen ist offensichtlich viel daneben gegangen. Noch nie traf ein Unternehmen die Entscheidung, einen Mitarbeiter einzustellen. Solche Entscheidungen werden immer von Menschen getroffen. Deshalb schickt man Bewerbungen, insbesondere Initiativbewerbungen, niemals an Unternehmen, sondern immer an Personen in Unternehmen. Die geeignete Person, den Entscheider, den Ansprechpartner recherchiert man, bevor irgendwelche Sachen verschickt werden. Ein Telefongespräch bringt Aufklärung, ob die Person überhaupt zuständig ist und ob die Bewerbung Sinn macht. Falls ja, kann man Sachen per Post oder Email hinschicken - wieder nicht an das Unternehmen, sondern an die Person im Unternehmen. Auf diese Weise hat man auch jemanden zum telefonischen Nachfassen.

Mit der beschriebenen Vorgehensweise hättest Du Dir manchen teuren Frust ersparen können. An Unternehmen, die keinen Bedarf haben oder gar nicht mehr existieren, hättest Du nämlich nichts geschickt.

Die Art der „Kaltakquise“, die ich hier und in einem Beitrag ein paar Zeilen weiter unten erwähnte, muß man üben. Das aber lohnt sich, denn es ist die mit Abstand erfolgreichste Methode, wenn es darum geht, die eigene Arbeitskraft, ein Produkt oder eine Dienstleistung zu verkaufen.

Gruß
Wolfgang

Hallo Isabel

Das Ganze besteht dann aus ca 4 DIN A4 Seiten, und wird OHNE
Mappe
versandt.

Verlust von 4 gedruckten DIN A4 Seiten: … wen juckt’s…

mal im Ernst… Bist du da sicher, dass man wirklich die 4 Blätter einfach so in einen Umschlag tun sollte und abschicken sollte… ???

Denke, da wird jeder Personalchef mal eben die berühmte Ablage P aufmachen und ab gehts…

LG

Zick3

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Hi,
ich erlaube mir, aus Wolfgang’s Antwort auf Almut zu zitieren (nen
Sternchen hab ich Dir dafür schon gegeben, Wolfgang *g*):

‚Ich wollte darauf hinaus, daß man auf die albernen, sündhaft teuren
Bewerbungsmappen, die im Handel ganze Regalmeter füllen, gerne
verzichten kann. Sowas bringt außer vermeidbaren Kosten gar nichts.
Eigentlich ist eine Mappe gleich welcher Art überflüssiges Beiwerk,
eher lästig. Wenn die Bewerbung inhaltlich sorgfältig gestaltet wurde
und rundherum stimmig ist, hätte ich nicht das geringste Problem, die
Sachen für einen Umschlag C5 oder kleiner zu falten. Wenn der Inhalt
nicht paßt, hilft auch das ganze Mappenzeugs nicht weiter. Bei
persönlich überreichter Bewerbung halte ich eine schmucklose,
einfache Mappe für zweckmäßig.‘

So sehe ich das eigentlich auch.

Stell Dir vor, Du kriegst zig Bewerbungen, musst die ganzen jetzt
irgendwie ordnen, ablegen, abheften, und bei Bedarf durchsehen
können.

Ich selbst würde in dem Falle wohl die Blätter aus den Mappen nehmen,
und alles in nen Ordner packen.

Manche Bewerbungen kommen per email; die werden dann ausgedruckt und
auch dort abgeheftet.

Was will ich mit dem Rest - der Verpackung drumrum ??

Wenn Du aber Zweifel hast, wie man eine Bewerbung postalisch am
besten verschickt: Verschick sie halt, wo möglich, per email!

Das ist für den Empfänger (eh, oder die Empfängerin) auch das
Angenehmste. Zumindest da, wo als Bewerbungsart erwähnt. Postweg ist
sozusagen aus dem letzten Jahrhundert.

Gruss, isabel

Ach bitte, so ein Quatsch mit Goldrand und Leder und so…

Humorfrei und beratungsresistent … Und Du willst definieren, wer Deutschland ist? Sorry, aber das musste jetzt auch mal raus.

Na, egal. Es geht ja auch nicht um die Gestaltung, die gefällt
uns so wie sie ist.

Das ist ja auch das Entscheidende - dass euch die Gestaltung gefällt. Schickt euch doch gegenseitig Bewerbungen zu …

Der Empfänger bekommt genau den Eindruck, den ich hier auch bekomme : „Da legt jemand mehr Wert auf Schnickschnack als auf den Inhalt!“.

Ich weiß nicht, aber ich sehe es immer noch als ein Akt der
Höflichkeit dem Bewerber gegenüber an. Er hat sich ja nicht
ohne Grund (meistens zumindest :wink: bei der Firma beworben.

Ich könnte mir aber auch gut vorstellen, dass unverlangte Bewerbungsmappen, gerade weil sie dick oder nobel oder peng sind, direkt im Altpapier landen - vielleicht, weil eine überkandidelte Mappe schon von weitem nach Werbung aussieht?

Aber vielleicht ist das ja unsere sog. „Wegwerfmentalität“ von heute?

Ich denke eher, es ist die Tatsache, dass jeder Betrieb - wie auch jeder Privathaushalt - von allen Seiten mit Papier, Imehl, Fax und Haumichblau zugeballert wird, so dass es schon fast überlebensnotwendig ist, mindestens 80% dessen, was so eingeht, nach oberflächlicher Ansicht in die Tonne zu hauen.

Oder ich bin altmodisch erzogen worden, daß man das Eigentum
anderer immer noch mit Respekt begegnen sollte.

Den Dativ aber auch *SCNR*. Es ist Dein Eigentum nicht mehr, nachdem Du es versandt hast. Und wenn Du platzest … Versuch doch mal, dem Briefkastenonkel Dein „Eigentum“ wieder abzuschwatzen - husten der Dir was wird.

Naja, aus Schaden wird man klug :wink:.

Das wäre des Hoffens trotz fehlenden Glaubens der Teilhaftigkeit Bezweifelung würdig.

Gruß Eillicht zu Vensre

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