aaarrrgh!!!
ich hab jetzt sooooo einen Hals, daß kann man sich nicht
vorstellen…
Hi,
nun, nach dem Lesen Deines Artikels geht es mir nicht anders.
Ich weiss, Dein Ton kam aus dem Bauch, aus der Wut, raus - aber fass
Dich doch mal bitte an den eigenen Kopf, statt anderen die Schuld zu
geben!!! Wie willst Du, oder Dein Mann, oder sonstwer, ne Anstellung
bekommen, wenn ihr Firmen mit solcher Einstellung begegnet???
Also, ich versuch’s trotzdem mal mit was hilfreichem:
-
Nov gesandt - Februar noch nicht zurück: Was ist DARAN
besonders???
-
Initiativbewerbung mit riesen-schicker Mappe und allem Drum und
Dran? Soll das ein Witz sein?
-
Initiativbewerbungen an Firmen, die gar nicht mehr existieren???
Dazu muss ich wohl nichts sagen. Ausser:
Man sucht sich die Firmen, bei denen man sich initiativ-bewerben
will, NICHT aus den Gelben Seiten!!!
Wie man daran, dass Du hier Forumteilnehmerin bist, merkt, bist Du
‚internet-literate‘. Ok, es gibt auch viele kleine Firmen, die keine
Internetpräsenz haben, und über die man daher nicht im Internet
recherchieren kann.
Aber wo das eben nicht geht, da ruft man kurz an: Nicht, brauchen Sie
denn gerade jemanden, sondern: beschäftigen Sie blabla-Kräfte?
Ich bin Fotografin, hab 2004 in nem Portraitstudio gearbeitet. Weil
das halt nen Studio für Laufkunden war (und nicht nen Werbefotograf,
was ich eher gewöhnt bin), hat dieses Studio natürlich auch viel
Präsenz, was Gelbe Seiten und ähnliches angeht.
Du hättest mal die Initiativbewerbungen sehen müssen, die da ankamen!
Ok, wenn sich jemand für ne Praktikantenstelle bewirbt, das ist ja
vollkommen ok. Aber Büroarbeit, Buchhaltung, Bildbearbeitung oder
Grafikdesign - hallo, wir sind ein 1 1/2 Mann - Studio!!! Nicht ne
Firma mit 20 Angestellten!
Also, immer vorher ein bisschen mitdenken…
Wir HABEN die Bewerbungen übrigens immer zurückgeschickt (das durfte
ich dann machen…), obwohl der Studiobesitzer schon sehr auf’s Geld
achtete. Das war also mehr als fair.
Dein BESITZ, Dein EIGENTUM, ist etwas, dass du in einem Umschlag an
jemand anderen addressiert schickst, sicherlich nicht.
Und bei UNGEFORDERTEN Initiativbewerbungen, die dann vielleicht noch
so fett sind, dass ne 1,44 Euro (jetzt wohl 1,45) Marke gar nicht
reicht - was soll ne Firma dann machen???
- Fotos
Das Foto sagt etwas über die darauf abgebildete Person aus: Sieht die
Person sch*** aus, also nicht offen, kommunikativ, sondern verklemmt
und schüchtern, zb, nutzt auch das schickste, dickste Fotopapier
nichts. Ein GUTES Foto, also Bild, Abbild, ist vonnöten.
Ein richtig schlechtes printout eines guten Bildes bringt natürlich
auch nichts - aber ein digitales Bild, oder ein GUT ausgedrucktes,
oder oder oder… das reicht!
Das gleiche gilt für den INHALT der Bewerbung selbst. Die schickste
Mappe lenkt nicht von einem beschissen geschriebenen Lebenslauf ab.
Im Gegenteil: Weniger ist mehr. Übersicht, Klarheit zählen.
Und diese Bewerbungsmappen, von denen Du redest (und das
Wasserzeichenpapier) - SOWAS von out!
Nochwas zu Fotos:
Wie viele Leute kamen zu uns ins Studio, und ärgerten sich, dass ihr
‚so schön gewordenes Bild‘ nun alle war, weil sie zu geizig gewesen
waren, sich ‚richtige‘ Bilder machen zu lassen, sondern die aus der
Sofortbildmaschine nahmen.
Ein gut gelungenes Bewerbungsfoto sollte reproduzierbar sein - ob auf
Negativ oder digital existierend. Digital ist natürlich ideal - da
könnt ihr Euch eben auch die Datei besorgen. Oh, kostet ja ne
Menge… Ja, Du kaufst dem Fotografen damit schliesslich die
Bildrechte ab.
LÖSUNGSVORSCHLAG:
Ich nehme an, wenigstens der Lebenslauf (und die diversen? - oder ist
es nur eine Standardversion??? Anschreiben) werden als elektronisches
Dokument, sprich, als doc oder sonstige Datei existieren.
SCHICK MIR DIE PER EMAIL ZU!
Wenn sie ganz schlimm sind, kannst Du Dir überlegen, ob Du ein
bisschen dafür zahlen willst, um sie überarbeiten zu lassen.
VON JETZT AN SCHICKT IHR BEWERBUNGEN, WO ES GEHT, **NUR** PER
EMAIL!!!
Ob Initiativ- oder andere Bewerbung.
Meine sehen so aus:
Lebenslauf als pdf mit integriertem Bild.
Wenn Bedarf besteht: Ein weiteres pdf mit sämtlichen relevanten
Zeugnissen (eingescannt in einem Copy Shop).
Wenn es sich um Unternehmen handelt, die so veraltete Technologie
haben, dass sie ein pdf nicht öffnen können: Nun, dafür gibt’s dann
halt noch ne doc Variante des Lebenslaufs (mit Bild).
Da, wo es nicht mit email geht, aber initiativ ist (oder Zeugnisse
nicht verlangt werden): Per Post mit a) Anschreiben, b) Lebenslauf
mit Bild, c) Kopie des oder der WICHTIGSTEN Zeugnisse (zB
abgeschlossene Ausbildung zu der Fachkraft, als die man sich
bewirbt).
Das Ganze besteht dann aus ca 4 DIN A4 Seiten, und wird OHNE Mappe
versandt.
Verlust von 4 gedruckten DIN A4 Seiten: … wen juckt’s…
Die bisherigen Ausgaben werdet ihr auch hoffentlich irgendwie vom
Arbeitsamt bezahlt bekommen können.
Ansonsten: Scheut nicht die EINMALIGEN Ausgaben für ein GUTES,
REPRODUZIERBARES Foto, und einen GUTEN Lebenslauf plus Anschreiben!
Ihr habt bisher an der falschen Stelle ausgegeben!
Gruss, isabel