Hallo,
erst mal vielen Dank für die bereits hilfreichen Antworten und für die aufgezeigten Mängel in meinem Artikel…ich wollte niemand von Anfang an mit zu vielen Details beelenden…ich hole es aber hiermit nach.
Ich bin 43 Jahre alt, habe an einer Technischen Universität in Süddeutschland einen Abschluß als Dipl.-Ing. in Elektrotechnik / Nachrichtentechnik gemacht und bin seit meinem Abschluß noch keinen Tag arbeitlos gewesen. In meiner ersten Firma nach dem Studium war ich knapp 4 Jahre lang beschäftigt und da ich keine Aufstiegschancen mehr hatte, hab ich mich verändert. Meine damalige Funktion: Leiter Logistik in einem Unternehmen das Elektronische Baugruppen entwickelt bestückt und vertreibt.
In der Firma aus der ich vor einigen Tagen ausgeschieden bin, war ich 9 Jahre lang beschäftigt. Gleiche Brache ( Entwicklung, Produktion und Vertrieb von hochkomplexen elektronischen Baugruppen in einer kleine feinen Nische). Mein Job läßt sich einfach als Projektmanager beschreiben, plaziert an der Schnittstelle zwischen Kunde, eigener Entwicklung, Fertigung ( Subunternehmer) und Lieferant. Aus der Historie heraus war ich für alles verantwortlich ( ich durfte es auch praktisch umsetzen) was zwischen einem ersten Kundengespräch und einer ev. Reparatur nach n-Jahren anfiel. Mit einem 2.ten Projektmanager war ich gleichgestellt und direkt dem Geschäftführer unterstellt.
Am Anfang war es ein 3.5 Mann Betrieb, in der Zwischenzeit sind es 12.
Davon 9 Ingenieure. 90% des Umsatzes wurde außerhalb Deutschlands getätigt. Firmensprache + Dokumentation war englisch. Der Jahresumsatz liegt im kleinen 2-stelligen Mio Bereich. Seit 5 Jahre hatte ich auch Prokura.
Der Job an sich war durchaus eine Herausforderung, hat sich aber zum Alptraum entwickelt. Mobbing war nie ein Thema.
Ein 13-14 h Tag war eigentlich eher die Regel als die Ausnahme.
Ein Umzug kommt nicht in Frage. Wir haben ein eigenes Haus und Süddeutschlands größte Stadt und deseen Umland ist ein unbezahlbares Pflaster.
Der eigentlich Grund ( hat aber nur das Faß zum Überlaufen gebracht) war pur privater Natur. Nach n Jahre und n Diskussionen hat mich meine Ehefrau schlicht vor die Alternative gestellt: Sie und unsere Familie (17 Jahre verheiratet). oder der Job…und so viel war mir der Job auch wieder nicht wert.
Was meine „Abgang“ angeht, so haben wir uns ganz friedlich und anständig getrennt. Alles ist ordnungsgemäß übergeben und abgeschlossen. Ich habe und werde auch nie was schlechtes über die Firma reden, weil es nicht der Fall war. Erstaunlicherweise hat sich mein Chef bei der Kündigung überhaupt nicht erstaunt gezeigt und mir auch kein Bleibe-Angebot gemacht ( Alternativen hätte es gegeben- Homeoffice etc. , obwohl ich deutlich gesagt habe daß ich noch keinen Folgejob habe.
So, daß wäre nun die Langform gewesen.
Bitte laßt mich wissen ob sich daraus was machen ließe und wie ich so was rüberbringen könnte
Vielen Dank,
Siegfried
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