Wie an Unternehmen herantreten

Hallo,

ich bin Student des Wirtschaftingenieurwesens (1. Semester) und mache mir oft Gedanken, über Geräte des täglichen Lebens, die man vielleicht gebrauchen könnte.

Seit einem Monat mache ich mir konkretere Gedanken zu einem Gerät. Bisher habe ich grob überlegt welche Zielgruppe es erreichen soll, wie man es vermarkten sollte und wie es ungefähr designt sein muss (ich meine nicht das reine Aussehen, sondern technisches Design).

Ich glaube, dass meine „Erfindung“ wert ist, produziert zu werden. Jedoch glaube ich auch, dass es sich nicht lohnt extra dafür ein Unternehmen zu gründen.

Meine Frage ist: wie kann ich als Student an Unternehmen herantreten und Ihnen meine Idee vorstellen, so dass ich auch ernst genommen werde. Ich kann ja nicht einfach anrufen und sagen „hier bitte“…

Bestehen realistische Chancen auf Kooperation oder würde ein Unternehmen einfach meine Idee aufgreifen und ohne mich produzieren?! Wie weit fortgeschritten müsste ein Konzept sein, wenn man es einreichen will?!

Ich hoffe jmd kann helfen!

Grüße
Max

Hallo Max Du hast eine Idee und diese fertig ausgearbeitet, das ist toll. Nun geht der Stress los : Ohne Patent oä kann jeder deine Idee nutzen. Je nach Art deines Geräts benötigst Du eine technische zulassung. Um allen aus dem Weg zu gehen, bleibt Dir nur das " klinkenputzen" bei Firmen die sich mit ähnlichen Prdukten etabliert haben. Hier über Internett die Adressen rausuchen, ein formlses Schreiben aufsetzen / ohne gleich alles zu verraten. Bei Kontakt/ Vorstellungsgesprächen schriftlich die vertraulichkeit zusichern lassen. Diese Erklärung vorher anfertigen. Die Chef’s haben Verständnis dafür. Viel Erfolg wünscht Dir Horst

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Hallo Max,

vielleicht gibt es bei Dir an der Uni/FH auch einen Lehrstuhl für Unternehmensgründung? Wenn ja, dann wende Dich mal an die, die haben vielleicht ein paar wertvolle Tips für Dich.

xxx
Nic

Hallo MAx,

ideal wäre natürlich ein Prototyp und ein Patent darauf, dann kann nichts mehr anbrennen und die Menschen haben was in der Hand.

Zur Not geht noch ein Geheimhaltungsvertrag, der beideitiges Stillschweigen und Nichtnutzung des Wissens des einen Partners regelt, solange keine anderen Regelungen getroffen werden (Lizenzen z.B.).
Dieser Vertrag muß auf jeden Fall, zumindestens von Deiner Seite aus, von einem Spezialanwalt aufgesetzt werden - und das kostet.

Allerdings halte ich die Wahrscheinlichkeit, daß eine Firma einen Privaterfinder anhört für nahe Null.

Gandalf

Hallo

Allerdings halte ich die Wahrscheinlichkeit, daß eine Firma
einen Privaterfinder anhört für nahe Null.

Dem stimme ich aus ganz praktischer Erfahrung zu. Auf die Firma kommen nämlich ganz konkret immense Kosten zu: Entwicklungskosten, Marktuntersuchungs- und einführungskosten, Patentkosten, Zahlungen an den Erfinder, Vertriebskosten etc.

Da muss man schon mit einer Neuerfindung wie seinerzeit der Glühbirne kommen und wer schafft das schon noch heutzutage??

Dazu kommt noch, dass oft geeignete Firmen ja eigene Ingenieure, Chemiker oder was auch immer beschäftigen, deren Aufgabe es ist u.a. Entwicklungen zu tätigen und Erfindungen zu machen. Da diese Herren ganzjährig bezahlt werden, gestaltet sich die Bereitschaft Externe Erfinder zu bezahlen noch einmal schwierig.

Den Fall der Glühbirne (Entschuldigung: Glühlampe) immer ausgenommen.

Gruß
Nita