Bewerbungsmappe von firma weggeschmissen-ersatz?

hallo,

ich habe mich vor längerer zeit bei einem unternehmen beworben. heute bekam ich die absage. nicht weiter schlimm, da ich schpon längst eine andere stelle bekommen und genommen habe. was mich allerdings sehr ärgert: meine bewerbungsmappe wurde einfach weggeschmissen, geschickt wurden mir nur meine papierunterlagen, die gelocht und getackert waren! ich finde dasd eine frechheit. für eine bewerbungsmappe habe ich knapp 5 euro gezahlt, die ich bei sorgsamer pfelege noch ein weiteres mal hätte benutzen können, was ich mit anderen mappen auch schon gemacht habe. mein abiturzeugniss ist in A3 kopiert, musste ich also auch in einem copy-shop nmachen lassen, ich kann es aber nun auch nicht mehr verwenden, dank lochung und getackert. gerade das behandeln meiner teuren bewerbungsmappe ärgert mich maßlos.
nun überlege ich, ob ich mich am montag bei der firma telefonisch melden soll und eine beschwerde abgeben kann. allerdings weiß ich nicht, ob´s in irgendeiner hinsicht was bringt. würde gerne eure meinung hören, was ihr dazu sagt und was ihr machen würdet, wenn euch sowas passiert wäre…

vielen dank fürs lesen und antworten, julia

Hallo,
meiner Meinung nach geht das Eigentum an den Unterlagen mit dem adressierten Anschreiben an das Unternehmen.
Deshalb können die damit machen was sie wollen.
Höflich ist das sicherlich nicht aber in unserer ruppigen Gesellschaft auch nicht verwunderlich.

Gruß Thilo

Hallo julia,

Einige Unternehmen heften die Bewerbungen ab und legen die Bewerbungsmappen beiseite. Die können sie dann nicht mehr zuordnen. Einige wenige werfen die Mappen weg, andere wiederum benutzen sie selber weiter.

Gruß
Sticky

Hallo Julia!

meine bewerbungsmappe
wurde einfach weggeschmissen, :geschickt wurden mir nur :meine papierunterlagen, die :gelocht und getackert waren! :ich finde das eine frechheit. :für eine bewerbungsmappe habe :ich knapp 5 euro gezahlt…

Teure Bewerbungsmappen sind überflüssig und stören beim Empfänger den Arbeitsablauf. Es ist durchaus üblich, das Beiwerk zu entfernen, um die einzelnen Bewerbungen in eine Vorlagemappe zu legen, die dann zu den Entscheidern wandert. Damit kein Blatt verloren geht, tackert eine Bürokraft jede einzelne Bewerbung zusammen, verbindet die Blätter mit einem Heftstreifen oder einfach mit einer Büroklammer. Was dann beim Entscheider ankommt, ist nur die Substanz. Deshalb ist nur Inhalt entscheidend und der Rest ist Müll. Wer sich im Büromaterialhandel von ganzen Regalmetern mit Bewerbungsmappen zum Kauf verleiten läßt, schmeißt also sein Geld zum Fenster hinaus.

mein abiturzeugniss ist in A3 kopiert

Solche Riesenfetzen sind Sand im Getriebe. A4 reicht vollkommen.

gerade das behandeln meiner :teuren bewerbungsmappe
ärgert mich maßlos.

Den Empfänger interessiert nur Deine Bewerbung. Alles andere ist für ihn Verpackungsmüll und genau so werden die Sachen behandelt. Wenn Du verlangst, daß der eingesandte Verpackungsmüll für teuer Geld einer bestimmten Person zugeordnet, verpackt, frankiert und zurück geschickt wird, hegst Du realitätsferne Erwartungen.

So langsam interessiert mich, wer den Leuten das Märchen erzählt, sie müßten die Firmen mit teuren Mappen zumüllen. Steck die Bewerbung in eine an 2 Seiten offene Klarsichthülle und dann in einen Briefumschlag. Im Grunde ist auch schon die Klarsichthülle entbehrlich und Du kannst Deine Bewerbung sogar falten, um Porto zu sparen. Die Qualität der Bewerbung leidet dabei nicht.

Gruß
Wolfgang

Hallo,

So langsam interessiert mich, wer den Leuten das Märchen
erzählt, sie müßten die Firmen mit teuren Mappen zumüllen.
Steck die Bewerbung in eine an 2 Seiten offene Klarsichthülle
und dann in einen Briefumschlag. Im Grunde ist auch schon die
Klarsichthülle entbehrlich und Du kannst Deine Bewerbung sogar
falten, um Porto zu sparen. Die Qualität der Bewerbung leidet
dabei nicht.

Ich glaube daß wir hier über ein Symptom eines überkandidelten Systems reden, welches in unserem Bürokraten-Land unvermeidlich ist.

Theoretisch kommt es natürlich nur darauf an ob ein Bewerber für eine bestimmte Aufgabe geeignet ist und vor allem ob er ins Team zu passen scheint.

In der Realität gilt eine Bewerbung aber als völlig indiskutabel wenn da nur ein einziges i-Tüpfelchen falsch gesetzt ist - der übliche Tenor, der einem zu diesem Thema auch hier in diesem Brett immer wieder im Ohr klingt: „Das ist schließlich eine BEWERBUNG und da muß man sich maximal gut präsentieren. Nur ein kleines Fehlerchen - und Du bist unten durch“.

Insofern traut sich kaum jemand seine Bewerbung auf das wirklich inhaltlich notwendige Maß zu beschränken und bestenfalls Papier in einer Klarsichtfolie einzureichen. Es ist sicherlich unnötig eine teure Mappe zu kaufen, aber auch eine preiswerte Mappe kostet Geld und niemand will riskieren daß schon der erste unterbezahlte - besser: nicht bezahlte - Praktikant die eigene Bewerbung auf dem „Ungelesen aussortiert“-Stapel deponiert weil man eine formale Anforderung (Mappe) nicht erfüllt hat.

Ich gebe Dir Recht daß es auch eine einfache Mappe tut und ich selber habe immer Klemmhefter für 2 EUR/5 Stück versand, sodaß ein Verlust der Mappen mich nicht schwer getroffen hätte. Trotzdem, und ich habe das ja vor ein paar Tagen, als wir dieses Thema hier schon mal hatten, bereits gesagt: es mag rechtlich nicht angreifbar sein wenn eine Firma die Mappen nicht zurückschickt. Die Art und Weise ob und wie man Unterlagen zurückbekommt sagt einem aber etwas darüber aus wie zuvorkommend eine Firma mit Interessenten umgeht, wie sie auch mit potentiellen Kunden umgeht.

Lassen wir mal den Sinn oder Unsinn teurer Bewerbungsmappen beiseite: was denkt sich eine Firma dabei zusammengetackerte, gelochte Blätter ohne Mappe zurückzusenden?
Mit diesem Papier kann der Bewerber absolut gar nichts mehr anfangen. Dann hätte man die Unterlagen vielleicht besser im Reißwolf datenschutzmäßig korrekt vernichtet anstatt jemandem Papiermüll für teures Porto zurück nach Hause zu schicken.

Wenn sich an anderer Stelle immer über die Qualität von Bewerbern und Bewerbungen lamentiert wird kann ich hier nur sagen: die Qualität bzw. der Umgang mit Unterlagen, die man jemandem womöglich zurücksenden wird, ist wohl oft auch in Firmen unter aller Sau.

Gruß,

MecFleih

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Hallo!

Lassen wir mal den Sinn oder Unsinn teurer Bewerbungsmappen beiseite: was denkt sich eine Firma dabei :zusammengetackerte, gelochte Blätter ohne Mappe zurückzusenden?

100 Bewerbungen in 100 Mappen sind ein Meter Material. Das kann man niemandem vorlegen, muß das Zeug per Rolli transportieren und niemand kann damit rationell umgehen. Deshalb ist die erste Tat bei der Bewerbungsflut, sich von der Mappenpest zu befreien, die Sachen auf büroübliche Weise zu verbinden und z. B. in einen Vorlageordner zu packen. Schon ist aus dem Riesenberg ein überschaubarer kleiner Ordner geworden, der sich bearbeiten läßt.

Das Zurücksenden hat nicht das Ziel der Wiederverwendung; es ist nur eine Geste, daß nichts mehr durchs Haus geistert, nichts für zukünftigen Bedarf auf Wiedervorlage gelegt wurde und der Vorgang endgültig abgeschlossen ist.

Die Erwartung, auch Bewerbungsmappen zurück zu erhalten, ist i. a. praxisfremd. Man muß sich im Posteingang auf Inhalte konzentrieren, nicht auf Umschläge und Mappen. Andernfalls müßte man Mappen dem Absender zuordnen, indem man Briefumschläge der Eingangspost aufbewahrt, die Mappenberge sodann einlagern, um sie bei Rücksendung von Unterlagen wieder den richtigen Papieren zuzuordnen - unsinnige und teure ABM.

Gruß
Wolfgang

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Warum keine?
Mir ist aufgefallen, je pompöser die Bewerbungsmappen, desto mehr Zeugnisse fehlten :smile:

erstmal danke für die zahlreichen antworten. natürlich verstehe ich, dass es eine unmenge an mappen ist, die die firmen zugeschickt bekommen. allerdings frage ich mich, warum alle anderen die mappen sauber und meistens auch unbeschädigt zurückschicken können. von ca. 50 bewerbungen haben ich alle mappen zurückbekommen, nur diese eine nicht…