Filmkritik

Von: , Frage gestellt am Mo, 27. Feb 2006

Hallo

Habe vorhin einen Anruf bekommen.
Das Angebot: Würde monatlich 4 bis 5 DVD's (angeblich ausschließlich neue Blockbuster) bekommen, um meine Meinung darüber zu äußern. Die DVD's darf ich behalten und einen zweiwöchigen Hotelgutschein gibts obendrein.
Aber: Monatlich müsste ich knapp 20 Euro zahlen. Versand, Verpackung, usw.
Und: Es hieß, der Auftraggeber sei das Institut für Medien- und Filmforschung in Mainz. Kenn ich aber nicht. Und bei google taucht auch nichts auf.
Alles sehr verdächtig also, aber trotzdem reizvoll.

Also, weiß hier jemand was darüber?

Danke
pedter

11 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 28 Minuten 0 hilfreich
    Re: Filmkritik

    Hi!

    Ja du hast recht! Dies hörst sich mehr als komisch an? Wer sollte so schon arbeiten. Die einzigen Jobs, bei denen man auch was zahlen muss, sind zumeist irgendwelche Betrügereien o.ä.

    Worauf ich mich auf keinen Fall einlassen würde wäre irgendeine Vorauszahlung. Lass dir die DVDs zusenden und zahle dann erst - auf keinen Fall darauf einlassen, dass erst einmal eine Jahresgebühr abgezogen wird und du dann den DVDs hinterher rennen musst (analog den angeblichen "Warenproben"-Abos).

    Lasse dir auch noch die Adresse des angeblichen Auftraggebers geben. Schließlich musst du doch auch eine Rechnung stellen!

    Ob sich dies am Ende rechnet, musst du selbst wissen. Ein Journalist würde sicherlich nicht so arbeiten und warum die die Rezessionen nicht von anderen Medien erhalten oder zusammenfassen, macht das Gesamtbild nicht gerade seriöser. Schließlich finden sich in allen großen und kleinen Blättern Kritiken der neusten Blockbuster.

    Gruß
    Falke

  2. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: Filmkritik

    Hallo,

    ein Job läuft normalerweise so ab daß man Arbeit leistet und dann Geld dafür bekommt. Man muß nichts an den Arbeitgeber zahlen, man bekommt keine Hotelgutscheine, aber man bezieht ein Gehalt.

    Hier wird
    - nicht definiert wie Deine Arbeit ausschauen soll ("um meine Meinung darüber zu äußern" ist mir deutlich zu wenig).
    - Du sollst Geld zahlen anstatt verdienen
    - Du bekommst ohne Grund Hotelgutscheine
    - Journalisten bekommen kostenfreie Demos
    - niemand ruft irgendwo an und bietet ein Jobangebot - bei 5 Millionen Arbeitslosen
    - das Institut in Mainz gibt es nicht.

    Was unterscheidet das Angebot Deiner Meinung nach von einem ganz stinknormalen Werbeanruf, wo Dir jemand Geld aus der Tasche ziehen will?

    Fazit: Finger weg!

    Gruß,

    MecFleih

  3. Antwort von nach 2 Stunden 0 hilfreich
    Re: Filmkritik

    Hi,
    das ist ein Nepp-Angebot. Frag doch mal nach, um welche Titel es sich handelt und in wessen Auftrag sie handeln. Dann fragst du mal ganz doof, mit Link auf den ominösen "Auftraggeber", bei der Presseabteilung der entsprechenden Produktionsfirma nach. Die dürften sich für solche Machenschaften interessieren.

    Gruß
    André

  4. Antwort von nach 4 Stunden 4 hilfreich
    Re: Filmkritik

    Hallo. Das Angebot: Würde monatlich 4 bis 5 DVD's (angeblich
    ausschließlich neue Blockbuster)
    Ja, das ist doch mal was. Diese neuen Blockbuster bestehen aus dem Director's Cut von Buster Keatons letztem Delirium clemens, dem VII. Teil von Star Wars unter dem Titel "Die Jediritter wollen Förster werden", "Heidi auf dem Ziegenhorn" und ähnlichen Juwelen der filmschaffenden Industrie. Mach et, Otze ... Die DVD's darf ich behalten und einen
    zweiwöchigen Hotelgutschein gibts obendrein.
    Hotel zum toten Pferd am Kamener Kreuz, mit Liveperformance der Brummifahrer, die dieses Zimmer unglücklicherweise als Dusche benutzen. Tolle Show! Mach et, Otze ... Aber: Monatlich müsste ich knapp 20 Euro zahlen. Versand,
    Verpackung, usw.
    Aaalso : 50-60 DVDs im Jahr, in 12 Päckchen, macht mainzwegen 30 Euronen. DVD-Rohlinge kosten fast nix. Die 240 Hühner, die Du abdrückst, sind also zu 80% Reingewinn (der Hotelaufenthalt ist nämlich das *PIEP*lecken nicht wert). Hundert Pro! Mach et, Otze ... Also, weiß hier jemand was darüber?
    Ich weiß, dass es nichts für nichts gibt *TANSTAAFL*. Und wenn man selbst mit der Lupe nicht erkennen kann, welcher optische Nuckel, sprich, Geschäftsinteresse, dahinter stecken könnte, wenn die gemachten Angaben zuträfen, dann steckt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Betrugsmasche dahinter, zumal Du, wie Du schrubst, das "Institut" nicht finden konntest.

    Gruß Eillicht zu Vensre

  5. Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
    Re: Naja...

    Hmmm, Das Angebot: Würde monatlich 4 bis 5 DVD's (angeblich
    ausschließlich neue Blockbuster) bekommen, um meine Meinung
    darüber zu äußern.
    also da gibt es schon solche Angebote, z.B. hier: http://www.golem.de/0209/21879.html
    http://www.chip.de/cxo/b2b_artikel_10988046.html
    http://www.dvdothek.com/dvdothek/jsp/Flatrate.jsp
    http://www.onlinekosten.de/news/artikel/12958
    http://welcome.amango.de/

    Aber das sind Leihangebote. Das würde mir zu denken geben: Die DVD's darf ich behalten
    Blockbuster? 4 bis 5? Und das für 20 Euro? Ist ja billig! Alles sehr verdächtig also, aber trotzdem reizvoll.
    Du sagst es. Ich würde es umformulieren: alles reizvoll, aber sehr verdächtig...

    Gruß

    Sancho

  6. Antwort von nach 18 Stunden 0 hilfreich
    Re: Filmkritik

    Hi,

    wer würde das nicht machen wollen, klar reizvoll.
    Aber...bei Jobs wo man ne Eigenleistung bringen muss (sprich Geld zahlen soll), aufpassen! Ist das Gleiche wie mit den Kugelschreibern.
    Such das Institut, wenn Du es nicht finden kannst (google, telefonbuch), lass die Finegr davon. Wer ruft einem auch heutzutage an ud bietet ihm nen Job mit Hoteltickets und etc.?

    mfG
    ev

  7. Antwort von nach 19 Stunden 1 hilfreich
    Re: Hier das bessere, seriöse Angebot


    Hallo! Das Angebot: Würde monatlich 4 bis 5 DVD's (angeblich
    ausschließlich neue Blockbuster) bekommen, um meine Meinung
    darüber zu äußern. Die DVD's darf ich behalten und einen
    zweiwöchigen Hotelgutschein gibts obendrein.
    Aber: Monatlich müsste ich knapp 20 Euro zahlen.
    Du bist im Begriff, Dich mit einer Variante der Warenprobenmasche abzocken zu lassen. Du zahlst und erhältst sinnfreies, wertloses Zeug.

    Mir gefällt diese Geschäftsidee. Müllabfuhr kostet Geld (per ÖD kostet sie besonders viel Geld), Container kosten Geld und so hielt ich es bisher für eine gute Idee, überflüssigen Plunder über Ebay zu verkaufen. Aber welche Mühe mit Foto, Beschreibung und die Erlöse sind ungewiß und schmal. Es erscheint viel einfacher, ich suche einige Dutzend Zeitgenossen, die monatlich einen festen Betrag überweisen, damit ich ihnen meinen Müll zuschicken darf. Als besonderes Leckerli zu den Warenlieferungen erhält bei mir jeder Kunde Gutscheine für meine beliebten Holzhackerseminare. Jeder Gutschein berechtigt den Teilnehmer, bei mir einen Festmeter Buchenholz in ofengerechte Stücke zu hacken. Jeder Teilnehmer darf ein selbst gehacktes Stück behalten und erhält eine offizielle Urkunde über die erfolgreiche Seminarteilnahme.

    Gruß
    Wolfgang

    • Antwort von nach 22 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Hier das bessere, seriöse Angebot

      Mensch Wolfgang,

      diese Woche schwächelste aber ;o)

      Alter Hut - und zudem abgekupfert bei Mark Twain, der auf die Idee im vorvorigen Jahrhundert gekommen ist ...

      Ansonsten - weiter so! ;o)

  8. Antwort von nach 23 Stunden 0 hilfreich
    Re: Filmkritik

    Meine Meinung:
    Wenn man 4-5 DVDs einzeln schickt, kostet einen der Spaß weniger als 15 Euronen, Amazon macht's vor.
    Das heißt, es wird nicht nur P+V berechnet, sondern noch mehr. Und allein dadurch ist es suspekt.

    Welches Meinungsforschungsinstitut läßt einfach "irgend jemand" paar Rezensionen schreiben? Da kann man auch nen Affen über die Tastatur jagen.

    Ohne die üblichen Hintergrundinformationen sind solche Aussagen statistisch nicht verwertbar, und somit für ein Institut wertlos.

    D.h. wenn Du nicht drauf hingewiesen wurdest, daß mit dem ganzen Krempel im Prinzip ne Offenbarung Deines Lebens einhergeht (Familienstand, Ausbildung, Beruf, Einkommen, soziales Umfeld, politische Einstellung, Lieblingsspülmittelmarke blah blub) dann kannst Du davon ausgehen, daß es gar nicht um Meinungsforschung geht.

    Und damit - definitiv Finger weg.

    Gruß,
    Michael



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