400.- Euro-Jobs im öffentlichen Dienst

Hallo zusammen,
ich bin Rentner und wollte gerne, wie bereits vor zwei Jahren,
für unsere Gemeinde in der Torismussaison auf 400.-Euro Basis tätig werden. Nun wird mir aber mitgeteilt, dass öffentliche Arbeitgeber solche Jobs nicht mehr eingehen dürfen.
Entpricht das den Tatsachen?
Wenn ja, dann könnte ich doch mit einer zweiten Lohnsteuerkarte beschäftigt werden, oder?
Dass wären dann mehr Stunden zu absolvieren und 20% Steuern zu entrichten…?
Wie ist da die Lage?
Danke schon mal für die Antworten.
MfG Der Alte

Moin Alter,

Entpricht das den Tatsachen?

Das weiß ich nicht zu sagen. Ein gesetzliches Verbot gibt es sicherlich nicht, aber intern mag das - etwa auf dem Erlassweg - schon so geregelt sein. Im Fall der Beschäftigung eines Altersrentners, der das 65. Lebensjahr vollendet hat, bringt die Sonderbehandlung des „Minijobs“ aber sowieso nichts: Bei einer regulär abgerechneten Anstellung ist der Rentner beitragsfrei zur Sozialversicherung (Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung) und in der Gleitzone bis 800€ monatlich beitragsentlastet in der Krankenversicherung. Die Abrechnung als geringfügige Beschäftigung wird in sehr vielen Fällen einen höherern Unterschied zwischen Kosten für den Arbeitgeber und Netto, das beim Arbeitnehmer ankommt, ausmachen.

Wenn ja, dann könnte ich doch mit einer zweiten
Lohnsteuerkarte beschäftigt werden, oder?

Ja - wenn die erste bereits z.B. für Versorgungsbezüge „verbraucht“ ist. Keine Angst vor der Lohnsteuerklasse VI, der Lohnsteuereinbehalt ist bloß eine Vorauszahlung. Die Besteuerung wird nicht durch die Lohnsteuerklasse festgelegt.

Dass wären dann mehr Stunden zu absolvieren und 20% Steuern zu
entrichten…?

Wie hoch die effektive Belastung ist, hängt vom individuellen Steuersatz ab. Aber an dieser Stelle begeben wir uns aufs dünne Eis der steuerlichen Beratung, die wir hier nicht leisten dürfen.

Schöne Grüße

MM