Ein Bekannter, der Immobilien verwaltet und als Makler arbeitet, schlug mir vor, ich könne für ihn arbeiten. Einige Dinge seien allerdings etwas erklärungsbedürftig, so beispielsweise die Berechnung von Grundflächen bis auf ein Tausendstel Quadratmeter unter Berücksichtigung von Schrägen.
Ich kenne mich mit der Materie überhaupt nicht aus, suche aber aus gesundheitlichen Gründen dringend eine sitzende Tätigkeit.
Wer kennt sich damit aus? Ist es realistisch, sich diese Tätigkeiten im Schnellverfahren sozusagen aneignen zu wollen? Ich bin eigentlich so, dass ich nach gründlicher Einweisung völlig selbständig und organisiert arbeiten kann. Andererseits müsste ich sein komplettes Tätigkeitsfeld abdecken können, da er gerade etwas anderes auf die Beine stellt.
Einige
Dinge seien allerdings etwas erklärungsbedürftig, so
beispielsweise die Berechnung von Grundflächen bis auf ein
Tausendstel Quadratmeter unter Berücksichtigung von Schrägen.
Das Stichwort heisst ‚Wohnflächenberechnung‘
Quellen sind z.B. mieterbund.de & bundesgerichtshof.de
Dann kann der Mieter Ärger machen, weil die Wohnfläche um mehr als 10% vom Vertrag abweicht (BGH-Urteil VIII ZR 347/04). Das kann evtl. auch interessant sein: http://log.handakte.de/?p=2682 (Quelle: jurablogs.com)
Wer kennt sich damit aus? Ist es realistisch, sich diese
Tätigkeiten im Schnellverfahren sozusagen aneignen zu wollen?
Wenn man sich ranhält: ja, warum nicht ?
Aber davor sollte man sich vielleicht auch mit den Inhalten der Bretter ‚Mietrecht‘ und ‚Immobilien‘ vertraut machen
Die Frage, ob Du es wagen sollst, kannst nur Du selber beantworten!
Woher sollen wir denn wissen, was Du gerade verdienst und was Dir bei dem Job in Aussicht steht?
Was Du durch den Wechsel sonstwie noch aufgibst und was Du für Chancen hast.
Wenn Du z.B. bei der Müllabfuhr hinten auf dem Fahrzeug draufstehst, würd ich das auf jeden Fall versuchen.
(Das ist keine Beleidigung der Müllwerker! Ich habe selber schon für einen Abfallverband gearbeitet und es war eine der nettesten Jobs überhaupt mit - viel rumgekommen, viel frische Luft und frühzeitig Schluss am Tag)
Wenn Du allerdings gerade promovierst und nur nicht als Dozent am Rednerpult vor Studenten stehen willst, würd ich mir das zweimal überlegen.
Also, ohne mehr Infos kann Dir da kaum jemand realistisch Empfehlungen geben!
Ich kenne mich mit der Materie überhaupt nicht aus, suche aber
aus gesundheitlichen Gründen dringend eine sitzende Tätigkeit.
Andererseits
müsste ich sein komplettes Tätigkeitsfeld abdecken können, da
er gerade etwas anderes auf die Beine stellt.
Ich halte es nicht für realistisch aus dem Stand alle Aufgaben eines Immobilienverwalters und Maklers zu übernehmen. Beide Themenbereiche sind recht komplex und erfordern eine gewisse Einarbeitungszeit und Unterweisung. Wenn es mit einer verwaltenden Bürotätigkeit ginge, wäre es einen Versuch wert, aber nach Deiner Schilderung rate ich Dir zur Vorsicht.
Am Rande: wie sähe Deine Bezahlung aus ? Gehalt oder Provision ?
und Danke für Eure Antworten. Ich hatte mich wohl etwas missverständlich ausgedruckt: Ich soll ihm sämtlichen Papierkram abnehmen, also quasi alles, was vom Schreibtisch aus geregelt wird. Und ich stelle es mir nicht ganz leicht vor, weil ich so etwas noch nie gemacht habe. Die Maklertätigkeit selbst, also quasi den Außendienst, wird er selbst weitermachen. Insofern wird es natürlich auch nach Stunden bezahlt.
Der Hintergrund dieses Angebotes war, dass ich meinen geliebten Job als Paketzustellerin auf Dauer nicht mehr machen kann, da ich körperlich nicht mehr leistungsfähig genug bin. Er kekam das mit und bot mir an, mich anzulernen. Ich finde es total nett, fürchte aber, es wird ihn eine Menge Nerven kosten, mir all das beizubringen. Ich werde es auf alle Fälle versuchen.
müsste ich sein komplettes Tätigkeitsfeld abdecken können, da
er gerade etwas anderes auf die Beine stellt.
Hallo Annette,
Lernen kann man sehr viel - mit entsprechendem Aufwand und Wille.
Sein komplettes Tätigkeitsfeld in „kurzer Zeit“ (?) abzudecken, ist
ein äußerst anspruchsvolles Ziel… Das weiß er selbst auch, insofern erwartet er von Dir sicher nichts Übermenschliches. Und wenn Du weißt, daß Du im allgemeinen eine gute Auffassungsgabe besitzt, spricht doch insofern nichts dagegen.
Aber über diesen letzten Satz würde ich eher nachdenken:
Nämlich, daß er etwas anderes auf die Beine stellen möchte!
Denn viele Makler - zumindest in unserer weiteren Region - suchen
ein zweites Standbein - einfach, weil es in dieser Branche erhebliche Probleme gibt und sie nicht mehr diese Umsätze und Gewinne haben, wie schon in der Vergangenheit. Und die Konkurrenz ist groß. Viele wollen in diesem Geschäft leben. Nur wenige leben davon noch g u t .
Ich will Dir keine Angst machen, aber nicht daß er eine günstige Angestellte sucht, die noch irgendwie den kleinen Rest abwickelt, der sich so ergibt, und er baut inzwischen einen anderen Bereich auf. Wenn es dann im Immobiliengeschäft total bergab geht, trifft es in diesem Fall nur noch Dich mit Deinem Arbeitsplatz - denn er hat ja inzwischen sein zweites Standbein aufgebaut …
Du kennst ihn und auch seine Verhältnisse wahrscheinlich besser. Vielleicht tue ich ihm Unrecht, dann wäre es schön für Dich. Ansonsten: Bedenke diese Möglichkeit einfach mal.
da muss ich noch einmal einiges klarstellen. Er hat mir von Anfang an gesagt, dass er das Maklerwesen nur noch nebenbei betreibt. Jetzt meinte er, er könne es bequem weiterführen, wenn er Entlastung hätte und würde es dann auch gerne tun. Meine momentane Situation ist, dass ich meinen Paketdienstjob nicht mehr schaffe und erst einmal keinen anderen Job hätte, wenn er mir dieses Angebot nicht gemacht hätte.
Ich werde es mir anschauen und näher erklären lassen. Dann wird sich zeigen, ob ich es auf die Reihe bekomme. Es ist mir momentan vor allem deshalb noch etwas suspekt, weil ich noch nie Büroarbeit gemacht habe.
ein weiterer Grund es zu wagen, der hier noch nicht so angesprochen worden ist, könnte auch sein, dass es sich um einen Bekannten handelt, da wird es bestimmt ein gutes Arbeitsklima geben, als wenn Du mit Fremden arbeiten musst. Denn Fremde kennst Du nicht, er wird Dich bestimmt gewissenhaft und gründlich einarbeiten. Bei Fremden ist das KEINE Selbstverständlichkeit. Die kümmern sich nicht viel um Dich, weil die keine Zeit haben und Du musst Dich ganz alleine durchbeissen. Und vorsichtig muss man bei Fremden sein, weil man die nicht gleich einschätzen kann. Ich an Deiner Stelle würde es auch probieren und diese chance nutzen. Ich wünsche Dir viel Glück und eine gute Auffassungsgabe.
Gruss
chatboy
und Danke für Eure Antworten. Ich hatte mich wohl etwas
missverständlich ausgedruckt: Ich soll ihm sämtlichen
Papierkram abnehmen, also quasi alles, was vom Schreibtisch
aus geregelt wird. Und ich stelle es mir nicht ganz leicht
vor, weil ich so etwas noch nie gemacht habe. Die
Maklertätigkeit selbst, also quasi den Außendienst, wird er
selbst weitermachen. Insofern wird es natürlich auch nach
Stunden bezahlt.
Der Hintergrund dieses Angebotes war, dass ich meinen
geliebten Job als Paketzustellerin auf Dauer nicht mehr machen
kann, da ich körperlich nicht mehr leistungsfähig genug bin.
Er kekam das mit und bot mir an, mich anzulernen. Ich finde es
total nett, fürchte aber, es wird ihn eine Menge Nerven
kosten, mir all das beizubringen. Ich werde es auf alle Fälle
versuchen.