Arbeiten bei einer NGO

Von: , Frage gestellt am Sa, 14. Okt 2006

Hallo!
Mein Mann wünscht sich schon seit Langem, bei einer NGO zu arbeiten. Ohne auf die Gründe jetzt lang und breit einzugehen: er möchte einfach endlich einen Job machen, hinter dem er auch stehen kann. Nun ist es ja kein Problem, ehrenamtlich tätig zu werden, das ist aber für ihn kaum möglich (Vollzeitjob, kleine Kinder, etc.). Er war schon einmal ehrenamtlich tätig, aber mußte es wieder aufgeben, weil einfach keine Zeit war, sich richtig reinzuhängen. Jetzt meine Frage: ist jemand in diesem Bereich tätig und kann mir einen Tipp geben, wie er es am Besten anstellt, bei einer solchen Organisation einen Arbeitsplatz zu finden?

4 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 52 Minuten 0 hilfreich
    Re: Arbeiten bei einer NGO

    Hallo Angela, ist jemand in diesem
    Bereich tätig und kann mir einen Tipp geben, wie er es am
    Besten anstellt, bei einer solchen Organisation einen
    Arbeitsplatz zu finden?
    Das läuft wie bei anderen Arbeitgebern auch. Entweder Bewerbung auf ausgeschriebene Stelle (z.B. Zeitung, i-net, Mund-zu-Mund-Infos) oder initiativ. Hat er denn eine Qualifikation, die ihn da weiterhelfen könnte (je nach Bereich, was medizinisches, pflegerisches o.ä.) oder kommt er aus ner ganz anderen "Branche"*?
    Was macht er denn jetzt beruflich und was möchte er bei einer NGO gern machen?

    MfG

    * wobei - je nach Größe und "Zweck" der Organisation, ja alle möglichen Tätigkeiten anfallen könnten (vom Handwerker über Bürotätigkeiten, Arbeit mit Behinderten bis zur Pflege ...usw.)

    • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
      Re^2: Arbeiten bei einer NGO

      Hallo,

      Hallo!

      Also, an Qualifikationen sieht es so aus: nach dem Zivildienst in einem Behindertenwohnheim hat er Medienwissenschaften, Pädagogik und Germanistik studiert, mußte das Studium jedoch kurz vor Abschluß abbrechen. Seither arbeitet er in einem Großhandel für biologische Lebensmittel, wo seine Aufgaben v.a. in den Bereichen Organisation, Planung, Mitarbeiterbetreuung und Kommissionierung liegen. Berufsbegleitend hat er eine Ausbildung zum Heilpraktiker gemacht. Seit etwa einem Jahr arbeitet er nebenberuflich in eigener Praxis, in der er sowohl somatisch als auch psychotherapeutisch tätig ist. Ausgebildet wurde er in verschiedenen psychotherapeutischen Verfahren, ist Sanitätshelfer und hat (s.o.) in einem Behindertenwohnheim gearbeitet, auch noch nach dem Zivildienst.
      Er kann sich im Grunde sehr vieles vorstellen, von der Organistion von Projekten bis hin zu handwerklichen Tätigkeiten, oder was eben so gebraucht wird.
      Das ist ja auch ein bißchen das Problem: bei Stellenausschreibungen wird in der Regel was ganz Konkretes verlangt, ein abgeschlossenes Hochschulstudium im Fach XY oder so ähnlich. Es ist auch ein bißchen schwierig, einfach so an die Organisationen zu schreiben: hallo Leute, ich würde gerne bei euch mitarbeiten, was habt ihr denn so im Angebot, ich mache (fast) alles..:-)Davon versprechen wir uns nicht so viel, ich weiß nicht, ob das so gut ankommt...

      Grüße,
      Angela [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

      • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
        Re^3: Arbeiten bei einer NGO

        Hallo Angela,

        zu diesem Problem: Das ist ja auch ein bißchen das Problem: bei
        Stellenausschreibungen wird in der Regel was ganz Konkretes
        verlangt, ein abgeschlossenes Hochschulstudium im Fach XY oder
        so ähnlich.
        "So ähnlich" ist meistens der Satz: oder eine vergleichbare Qualifikation. Kann Dein Mann dann eine in diesem Zusammenhang vergleichbare Qualifikation, zum Beispiel in Form von mehrjähriger Berufserfahrung, nachweisen, dann nichts wie los mit der Bewerbung. Es ist auch ein bißchen schwierig, einfach so an
        die Organisationen zu schreiben: hallo Leute, ich würde gerne
        bei euch mitarbeiten, was habt ihr denn so im Angebot, ich
        mache (fast) alles..:-)Davon versprechen wir uns nicht so
        viel, ich weiß nicht, ob das so gut ankommt...

        Grüße,
        Angela Hallo Angela, ist jemand in diesem
        Bereich tätig und kann mir einen Tipp geben, wie er es am
        Besten anstellt, bei einer solchen Organisation einen
        Arbeitsplatz zu finden?
        Das läuft wie bei anderen Arbeitgebern auch. Entweder
        Bewerbung auf ausgeschriebene Stelle (z.B. Zeitung, i-net,
        Mund-zu-Mund-Infos) oder initiativ. Hat er denn eine
        Qualifikation, die ihn da weiterhelfen könnte (je nach
        Bereich, was medizinisches, pflegerisches o.ä.) oder kommt er
        aus ner ganz anderen "Branche"*?
        Was macht er denn jetzt beruflich und was möchte er bei einer
        NGO gern machen?

        MfG

        * wobei - je nach Größe und "Zweck" der Organisation, ja alle
        möglichen Tätigkeiten anfallen könnten (vom Handwerker über
        Bürotätigkeiten, Arbeit mit Behinderten bis zur Pflege
        ...usw.)
        Das ist bei keinem Arbeitgeber so gefragt, denn wer "alles kann" gerät leicht in den Verdacht "nichts zu tun".

        Übrigens verstehe ich nicht, warum Dein Mann nicht seinen nebenberuflichen Heilpraktiker zum Hauptberuf macht. Damit könnte er doch auch viel Gutes unter die Leute bringen.

        Und noch eines: Ehrenamtliches Engagement hilft oft auch dabei, das Ganze mit den Kindern leichter unter einen Hut zu bringen. Bei uns im ADFC hat sich eine junge alleinerziehende Frau trotz Mehrfachbelastung in Sachen Radverkehr und Jugendarbeit engagiert, und fand dabei eine ganze Menge engagierter Leihtanten und -onkel, nicht zu vergessen, die Leihomi, die dieser Zeilen schreibt, die ihre Tochter zu Terminen für den ADFC, aber auch zu Terminen, die dann nichts mehr mit dem ADFC-Engagement zu tun hatten, gerne mal gehütet haben.

        Grüße,
        Karin

        • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
          Re^4: Arbeiten bei einer NGO

          Hallo Karin, Übrigens verstehe ich nicht, warum Dein Mann nicht seinen
          nebenberuflichen Heilpraktiker zum Hauptberuf macht. Damit
          könnte er doch auch viel Gutes unter die Leute bringen.
          Haben wir ja versucht, mussten jetzt aber die Praxis nach zwei Jahren aufgeben: es sind eben zu wenige bereit, für das "Gute" auch Bares zu hinterlassen, wenigstens soviel, daß sich davon leben ließe, von Reichtümern spricht ja eh keiner...

          Angela

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