mein Freund arbeitete 4 Wochen in einer Baufirma als Bauschlosser, wurde dann wieder entlassen weil nix mehr zu tun war. Das ansich ist schon erstmal ein Witz. Seine höfliche Bitte um ein wenig Vorschuß gegen Ende des einen Monats wurde immer wieder verschoben und als er unerwartet die Kündigung erhielt, wurde ihm gesagt, dass es überwiesen wird. Hier haben sie meinen Freund schon erstmal tagelang so verscheißert und natürlich nie etwas überwiesen und die Frechheit besessen, am Telefon zu sagen sie hätten überwiesen. (Ich habs gehört!) Dass sie dazu nicht verpflichtet sind ist uns vollkommen klar. Kurz vor dem Zahltag (15.12.) kam per Post der Lohnschein und natürlich kein Pfennig auf dem Konto. Mein Freund ist ein sehr ruhiger Mensch und hat sich bei seinen telef. Nachfragen nun jedesmal abspeisen lassen mit der Aussage, dass sie es überweisen würden. Wir stehen kurz vor Weihnachten, wie man weiß und es ist kein Pfennig in Sicht. Seine geleisteten Überstunden in den 4 Wochen wurden auf dem Lohnschein übrigens auch nicht erwähnt. Heute habe ich in der Firma angerufen, aber leider war ich emozional zu sehr geladen und hatte einen relativ scharfen Ton drauf, so dass man mir eigentlich nur die Auskunft gab, dass „man dran bleibe“ - was immer das auch heißen mag. Der Chef war dann der Meinung er müsse mit mir nicht sprechen und legte den Hörer auf. Bitte sagt uns, was wir als nächstes tun müssen, um IRGENDWANN in den Genuss des Geldes zu kommen. Dass die Firma „Zahlungsprobleme“ hat war mir klar, als mein Freund erzählte, dass jeden Tag die Frau eines Kollegen anruft und fragt, wo sein Geld bleibt…
Wir leben von 1000 DM, ich zahle alles alleine und wir haben noch nicht mal Miete bezahlt. Es ist echt zum heulen.
wie die Firmen ihre Mitarbeiter - vor allem auf dem Bau - verscheißern, weiß ich aus eigener Erfahrung (bzw. von meinem Freund). Leider kann ich Euch keinen besseren Tipp geben, als sich an die Gewerkschaft zu wenden. Die haben ganz gute Fachleute bis hin zu Rechtsanwälten. Wir haben die Erfahrung gemacht, daß sich die Leute dort echt den A… aufreissen, um einen zu helfen.
Dazu müsste Dein Freund allerdings in die Gewerkschaft eintreten. Die Beiträge sind verschwindend gering (soviel ich weiß 1% vom Monatslohn) und wenn er keine Kohle hat, dann sind es glaube ich um die 5,oo DM. Diese lohnen sich aber auf jeden Fall; billiger als eine Rechtsschutzversicherung ist es alle mal.
Und wenn es soweit kommen sollte, daß Dein Freund klagen muß, ist es durch die Beiträge auch schon abgedeckt.
Auf jeden Fall würde ich Euch raten, in seiner Firma nicht mehr anzurufen. Es zeckt dort mit Sicherheit keinen an und Ihr verliert nur Euere Nerven.
Berichtet mal, was dabei rausgekommen ist.
Viel Glück wünscht Euch
Katharina
(TessaVance ist ein Schatz, daß sie mich immer in ihren PC schauen läßt)
Zuallererst würde ich etwas schriftliches schaffen.
Einschreiben mit Rüsckschein. Forderungen auflisten incl. der Überstunden und dann eine Frist setzen. Damit Ihr irgend etwas in der Hand habt.
Anrufen bringt doch nichts.
Und dann zur Gewerkschaft oder zum Arbeitsgericht.
beim nächsten Gespräch würde ich darauf verweisen, das Dein Freund an der Zahlungsfähigkeit der Firma zweifelt und deshalb beim Arbeitsamt Konkursausfallgeld beantragen wird, wenn das Geld nicht bis zum x.y.z auf dem Konto ist. Genau das würde ich dann auch tun. Das AA stellt dann nämlich einen Konkursantrag - und das ist für die Firma wesentlich unangenehmer als zu bezahlen. Wenn es schiefgeht, zahlt das AA allerdings auch keine 100% - aber mehr als gar nichts eben!
Dein Recht : Gehe zum Arbeitsamt zur Beratung und die werden dich zum Arbeitsgericht schicken wo du Klage auf das Gehalt einreichen kannst und die Kosten dafür muß der Ex-Arbeitgeber übernehmen.