Kündigungsschreiben

Hi!

Wie sehen/sahen derartige Schreiben bei Euch aus?
Stecke gerade in einer Diskussion über Stil und möchte mal sehen, was Ihr dazu denkt.
Interessant ist auch, ob Ihr sie persönlich abgebt/abgegeben habt oder per Post schickt/geschickt habt.

Vielen Dank im voraus,

Mathias

Hi Mathias,

es hängt davon ab, wer und warum kündigen will und natürlich von der gesamten Ausgangssituation.

Ob nun der AN oder der AG kündigen will, die Variante „Brief auf Tisch - Betroffener fällt am nächsten Morgen aus allen Wolken“ ist nicht besonders elegant. Natürlich kannst Du eine Kündigung auch per Einschreiben-Rückschein schicken, es hat dann aber meistens genau diesen Fall-aus-allen-Wolken-Effekt, was - gerade bei einer unerwarteten Kündeigung - meistens a) zur plötzlichen Krankschreibung des AN bzw. b) zum überraschenden Wechsel im Verhalten des Chefs führt.

Bei mir in der Firma hat sich - egal welche Seite kündigt - ein persönliches Gespräch mit anschließender Übergabe der schriftlichen Kündigung eingebürgert. Seitdem wir es so handhaben, hat sich nach der Kündigung kein Mensch mehr - wie so oft üblich - krankschreiben lassen. Na ja, so oft schmeiße ich meine Leute auch nicht raus:smile:

Zum Stil der Kündigung sind eigentlich nur zwei Worte zu sagen: kurz und höflich. Etwa so: „Sehr geehrte® Frau/Herr …, hiermit kündige ich meinen Arbeitsvertrag vom … fristgerecht zum … Meinen Resturlaub (X Tage) würde ich gerne ab dem … nehmen. Ferner bitte ich um ein qualifiziertes Zeugnis. Ich danke Ihnen für das mir entgegengebrachte Vertrauen (bzw. die angenehme Zusammenarbeit o. ä.). Mit freundlichen Grüßen“. Nicht mehr und nicht weniger.

So long

Tessa

Hi Mathias,

die Vorgehensweise von Tessa finde ich klasse. Ich selbst bin Mitinhaberin einer Unternehmens und hasse nichts mehr, als einen Brief auf meinem Tisch. Ich halte es für feige, mich vor vollendete Tatsachen zu stellen. Mir bleibt nicht einmal mehr die Möglichkeit um meine Mitarbeiter zu kämpfen. Leider sehen das die Mitarbeiter nicht immer so. Wenn es nicht mehr so läuft, schaut man sich um und bei der nächsten Gelegenheit ist man weg. Um allen Unannehmlichkeiten aus dem Weg zu gehen, kündigt man dann recht spät und schriftlich. Schönen Dank auch. Glücklicherweise ist es nicht immer so.

Wenn wir (ich) einem MA kündigen muß, haben zuvor immer Gespräche stattgefunden (so ohne weiteres kann man sowieso nicht kündigen). Niemals aber haben wir schriftlich geküdigt, ohne voher eingespräch zu führen. Das ist nur fair. Auch der MA soll kämpfen dürfen.

Ansonsten halte Dich so knapp wie möglich in Deinem Schreiben. Am besten so wie es Tessa formuliert hat.

Gruß Angelika

Hi!

Vielen Dank für Eure Meinungen hierzu.
Ich sehe das genauso.

Bis dann,

Mathias

die Vorgehensweise von Tessa finde ich klasse. Ich selbst bin
Mitinhaberin einer Unternehmens und hasse nichts mehr, als
einen Brief auf meinem Tisch. Ich halte es für feige, mich vor
vollendete Tatsachen zu stellen. Mir bleibt nicht einmal mehr
die Möglichkeit um meine Mitarbeiter zu kämpfen. Leider sehen
das die Mitarbeiter nicht immer so. Wenn es nicht mehr so
läuft, schaut man sich um und bei der nächsten Gelegenheit ist
man weg. Um allen Unannehmlichkeiten aus dem Weg zu gehen,
kündigt man dann recht spät und schriftlich. Schönen Dank
auch. Glücklicherweise ist es nicht immer so.

Wenn wir (ich) einem MA kündigen muß, haben zuvor immer
Gespräche stattgefunden (so ohne weiteres kann man sowieso
nicht kündigen). Niemals aber haben wir schriftlich geküdigt,
ohne voher eingespräch zu führen. Das ist nur fair. Auch der
MA soll kämpfen dürfen.

Ansonsten halte Dich so knapp wie möglich in Deinem Schreiben.
Am besten so wie es Tessa formuliert hat.

Gruß Angelika

Hallo Mathias,

dem Text von Tessa kann ich nix mehr hinzufügen, aber - aus eigener Erfahrung - noch ein Rat: Auch wenn Du in einem persönlichen Gespräch Deine Kündigungsabsichten erklärst und am Ende vielleicht den netten Schrieb gleich auf den Tisch legst, laß Dir vor Deinen Augen einen Eingangsstempel mit Datum draufmachen! Oder eben einen Vermerk von Hand „Erhalten am xx.xx.xx Unterschrift: Chef“ oder sowas. (Bei mir hat der Chef dann nämlich plötzlich behauptet, daß er die Kündigung nicht mehr fristgerecht erhalten hat - und dann beweis mal, daß Du sie rechtzeitig abgegeben hast!)

Viel Erfolg

Petzi