Ich mache gerade ein Redaktions-Volontariat bei einem Fernsehsender. Ich bin allerdings nicht so recht glücklich damit und möchte mich gerne anderweitig bewerben. Aber was schreibe ich am besten ins Anschreiben und in den Lebenslauf? Das macht doch eigentlich eher einen schlechten Eindruck, wenn ich mein Volontariat noch nicht abgeschlossen habe (es geht ein Jahr, dabei bin ich jetzt seit ca. 5 Monaten), oder?
Vielleicht kennt sich ja jemand von Euch aus oder hat eine Idee…
Danke schon mal für Eure Antworten!
M.
Ich mache gerade ein Redaktions-Volontariat bei einem
Fernsehsender. Ich bin allerdings nicht so recht glücklich
damit und möchte mich gerne anderweitig bewerben. Aber was
schreibe ich am besten ins Anschreiben und in den Lebenslauf?
Wenn es wirklich nicht anderes geht (s.u.), irgend etwas mit Erkenntnis über deine wahren Interessen.
Oder du hast halt das Semester noch studiert/warst in den Staaten/hast Großmama gepflegt (also komplett verschweigen).
Das macht doch eigentlich eher einen schlechten Eindruck, wenn
ich mein Volontariat noch nicht abgeschlossen habe (es geht
ein Jahr, dabei bin ich jetzt seit ca. 5 Monaten), oder?
Versuch es durchzuziehen! Vielleicht kannst Du ja dir eine andere Nische/andere Redaktion/andere Tätigkeit im Sender suchen. Argumente könnten Neugier, ‚kurzfristiger‘* Personalengpass in der Nachbarabteilung,… sein
hmm, schwierig.
Volo´s, dass ist bekannt sind erst mal beliebte Arbeitskräfte bei den Sendern.
Allerdings auch ein guter Einstieg.
Da die Fernsehwelt im Grunde genommen sehr klein ist, kannst du dir ziemlich sicher sein, dass sich dein eventuell neuer Arbeitgeber bei deinem alten erkundigen wird, weil sich eh alle untereinander kennen.
Wenn du also dein Volo angeben willst, rate ich dir ehrlich gegenüber deinem neuen AG zu sein, also auch begründen warum du wechseln willst.
Da kommt es dann immer auf die einzelnen Menschen an, wie sie drauf reagieren.
Ich pers. denke, warum solltest du das Volo nicht erwähnen, dieses zeugt ja davon, dass du kein „Frischling“ im Job bist, sondern schon Vorerfahrung hast.
Und jeder Mensch könnte sich unter einer Stelle erst etwas anderes vorgestellt haben.
Wie gesagt, es kommt aber nicht auf meine Reaktion drauf an, sondern auf die des eventuellen neuen AG.
Ist eine 50:50 Chance.
Gruss Alex (der dich jetzt wahrscheinlich mehr verwirrt hat)
eine Firma, die einen Mitarbeiter (auch Volontär) sucht, sucht jemand, der fachlich und persönlich gut in die Firma passt. Wenn Du Dich mit Deiner Bewerbung woanders als solcher präsentierst, wird die neue Firma froh sein „Dich zu bekommen“.
Ein Makel ist der Abbruch des Volontariats nur dann, wenn Du ihn selbst nicht begründen kannst - und der Personalentscheider nicht nachvollziehen kann, warum Du abbrichst.
Geh in Deiner Bewerbung für das neue Volontariat ehrlich auf die Gründe ein - natürlich trotzdem vorteilhaft präsentieren (und das heißt jetzt nicht irgendwas zusammenlügen! - Ich kann Dir jetzt keinen konkreteren Rat geben, weil ich nicht weiß, warum Du Dein jetziges Volontariat abbrichst.)
Dennoch steht Deine Bewerbung für die neue Firma im Vordergrund, nicht versehentlich in Rechtfertigungstiraden verfallen, nur weil Du den Abbruch selbst als Makel empfindest.
Das Ganze durchziehen, obwohl Du es nicht gut findest, ist kontraproduktiv: denn erstens wirst Du jeden Tag sehr ungern in die Arbeit gehen und zweitens leidet Deine Leistung drunter.
Also lieber einen (wohlüberlegten) klaren Schnitt und Neubeginn.
Viele Grüße
Gitte,
die sich mit sowas auch beruflich beschäftigt
Danke für Eure Antworten! Ich kann ja mal kurz umreißen, warum ich den Arbeitsplatz wechseln möchte:
ein absolut mieses Betriebsklima ( Lügengeschichten, Lästern etc., vor allem gegenüber den Chefs ist an der Tagesordnung)
Fehler des Chefs werden rigoros auf die Volontäre (eher einige, dazu gehöre ich abgewälzt, wofür es dann natürlich regelmäßig einen „Anschiß“ gibt.
Menschlichkeit ist anscheinend auch ein Fremdwort, d.h., wenn man einen Fehler gemacht hat, hat man mit Freundlichkeit nicht mehr zu rechnen (man wird halt mal nicht gegrüßt o.ä.)
wurde mir versprochen, dass ich mehrere Stationen durchlaufe, jetzt soll ich aber nur in einer Redaktion bleiben.
Dazu kommt, dass es als selbstverständlich angesehen wird 11-12 Stunden am Tag zu arbeiten. Damit habe ich auch eigentlich kein Problem, nur möchte ich auch keines dadurch bekommen, dass ich mal pünktlich nach Hause gehe.
Ich weiß, dass es in Redaktionen hart zugeht, habe allerdings auch schon in mehreren gearbeitet, so dass ich einigermaßen weiß, was noch „im Rahmen ist“.
So, das sind also so ungefähr die Probleme, die ich mit meinem momentanen Job habe.
Dann habe ich noch eine Frage, vielleicht weiß ja jemand von Euch Bescheid:
Ist es eigentlich möglich, ähnlich wie in einer Ausbildung, meine bisherige Volontariatszeit beim anderen Arbeitgeber anzurechnen?
Schon mal danke für Eure Antworten:smile:
Liebe Grüße,
M.
Abbruch ist nicht unbedingt ein Makel…
… denn vielfach wird das eher positiv aufgenommen, da du nicht zu „feige“ warst Konsequenzen zu ziehen und bei den Gründen ist es ja mehr als berechtigt zu wechseln!
Mußt halt nur - wie schon gesagt - bei der Wahrheit bleiben und die Firma aber auch net zuuu schlecht machen (selbst wenn sie es war) da du sonst als Nörgler dastehst ;o))