ich bin im moment 30% Schwerbehindert. Aufgrund einer Hauterkrankung habe ich die Möglichkeit meine Schwerbehinderung auf 50% zu erhöhen. Ich denke aber, das mir dieses in der freien Wirtschaft extreme Nachteile bietet.
Nun habe ich die Möglichkeit im öffentlichen Dienst einen Arbeitsstelle zu bekommen. Welche Vorteile bietet mir denn dort eine Schwerbehinderung? Ich habe gehört man ist dann unkündbar usw. stimmt das?
Zwar nicht gerade mein Fachgebiet, aber soweit ich weiß ist man bis 50% nicht schwerbehindert, sondern höchstens „gleichgestellt“. Inwieweit das in der freien Wirtschaft Nachteile nach sich zieht, weißt du wohl selbst besser. Im öff. Dienst gereicht eine Schwerbehinderung in der Regel nur zum Vorteil des Arbeitnehmers. Soweit stimmt deine Einschätzung.
Unkündbar wird man dadurch nicht, allerdings muss bei allen möglichen Maßnahmen, die den Schwerbehinderten betreffen, die Schwerbehindertenvertretung eingeschaltet werden. Maßnahmen, die zu Ungunsten des Arbeitnehmers durchgesetzt werden sollen, werden -ganz generell gesagt- erheblich erschwert.
Schwerbehinderte können unter erleichterten Bedingungen eingestellt werden (Behörden müssen aufgrund Stellenbesetzungssperre ansonsten 18 Monate auf einen neuen Angestellten verzichten), bei Einstellung in den öff. Dienst wird eine Schwerbehinderung von daher gerne gesehen. Jede Behörde muss Ausgleichszahlungen leisten, wenn sie nicht genug Schwerbehinderte beschäftigt. Die Einrichtung des Arbeitsplatzes wird erheblich subventioniert.
Rede Klartext mit der Einstellungsbehörde, sie werden dir mitteilen, ob sie generell höheres Interesse an einem Schwerbehinderten haben. Einen Freifahrtsschein für lebenslange Unterstützung ohne konstruktive Mitarbeit bietet ein Schwerbehindertenausweis heutzutage jedoch (gerechterweise) immer noch nicht!
Gruß
Jeanny
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]