Hallo Dornkaat,
„vergleichsweise offen“ ist zur Stellensuche immer schlecht … weil es für Deine Freundin - und auch für Unternehmen - schwierig ist, damit was anzufangen. Nicht falsch verstehen: Offenheit ist sehr schön, aber wenn man was sucht, kann es eben auch ein Hindernis sein.
Das „vergleichsweise offen“ stelle ich aber auch gleich noch in Frage … die, natürlich sehr kurz gefassten Punkte, die Du unten angibst, sind nämlich nicht unbedingt offen … da wird zum Teil schon was abgelehnt, was eigentlich passend wäre … ich kann Dir nur raten, dass sich Deine Freundin mal hinsetzt und ihre Vorstellungen für sich selbst konkretisiert, also wirklich in die Details geht.
Echt mal hinsetzen, überlegen - und für sich aufschreibt:
- Bürotätigkeit (z.B. Verwaltung, Marketing, Sachbearbeitung)
Was genau heißt Bürotätigkeit für Sie? Also nicht nur auf den möglichen Fachbereich beziehen, sondern woraus die Arbeit bestehen sollte.
- Herausforderung/Abwechslung (tödlich wären 95%
Routinetätigkeiten)
tscha, was heißt denn Routinetätigkeit für Deine Freundin (nicht MIR beantworten), nur mal drüber nachdenken. Heißt das immer-wiederkehrende-Arbeiten (das hast in jedem Beruf), heißt das anspruchslosere Arbeiten (und wenn ja: was heißt anspruchslos/anspruchsvoll) … Du siehst, worauf ich aus will: Die großen, allgemeinen Begriffe klein und greifbar machen.
- keine reine Sekretärinnenfunktion
Auch das käme auf die Definition an. Sekretärin-/Assistenzstelle heißt in unterschiedlichen Firmen was ganz unterschiedliches. Bei der einen kocht man Kaffee und tippt Berichte, in anderen Firmen ist man für eigene Projekte verantwortlich und koordiniert firmenübergreifend alles Mögliche.
Es wäre gut, wenn Deine Freundin, bevor sie das kategorisch ablehnt, sich mal überlegt, was sie Negatives mit Sekretärin verbindet - dann ist für sie auch klar, was sie definitiv nicht möchte.
Ich kenne viele Sekretärinnenposten, die hundertmal anspruchsvoller und spannender sind als bei so manchem Sachbearbeiter (wo vielleicht der Titel besser klingt). Nur um nochmal zu verdeutlichen, dass Stelle nicht gleich Stelle ist. Letztlich hängt es immer a) vom Unternehmen ab und b) was man selbst draus macht!
- Branche, bei der man sich mit den Produkten (ich fasse hier
auch mal Dienstleistungen drunter) man sich etwas vorstellen,
bzw. identifizieren kann (Chemie/Logistik u.ä. fallen da wohl
aus)
Nanana? Chemie/Logistik fallen allgemein gleich raus, weil „man“ sich nichts vorstellen/identifizieren kann … besser ist auch hier, dass Deine Freundin für sich echt definiert, womit sie nichts anfangen kann. Und bei Produkten/Dienstleistungen, wo sie nicht recht weiß, einfach erstmal Informationen für sich einholt - oft kann man’s erst dann beurteilen, wenn man einen Zugang hat.
Keine Ahnung, ob dieses Wunschprofil irgendwie weiterhilft.
Ja. Die Punkte, die Du aufführst, sind recht allgemein gehalten - und wenn Deine Freundin (vielleicht mit Deiner Hilfe) sich echt die Arbeit macht, ihre Vorstellungen etwas zu konkretisieren (das heißt übrigens nicht, dass sie ihre Offenheit einengt, im Gegenteil: Ihr werde feststellen, dass sie breiter, aber konkreter denken wird), dann könnt Ihr geplanter an die Suche herangehen.
Ich bin nach wie vor der Ansicht, dass Dir internetmäßig alle möglichen Jobbörsen als Infoquelle dienen können … ich teile die Meinung nicht, dass sich alle ausschließlich auf Akademiker konzentrieren.
Natürlich muss das Profil bzw. eine Bewerbung interessant und aussagekräftig genug sein, dass ein Unternehmen auch neugierig wird.
Viel Erfolg.
Schönen Tag,
Gitte