Hallo Namensvetter,
nachdem ich das Ganze hier nun seit einiger Zeit mitverfolge, fasse ich mal meine Eindrücke zusammen:
EDV (im weitesten Sinne) ist Dein absolutes Hobby, für das Du Dich sehr einsetzt. Wenn Dich ein Problem / Thema gepackt hat, dann bearbeitest Du es bis ins 1.000stel, wobei Du den Anspruch hast, unbedingt die Beste / Interessanteste Lösung zu finden; Standard-Lösungen (obwohl wahrscheinlich einfacher, fehlerfreier usw.) sind für Dich langweilig.
Das hat sicherlich Vorteile in der Grundlagenforschung, wo man einem Übel irgendwo auf den Grund gehen muß.
Aber was erwarten Deine potentiellen Arbeitgeber ?
Sie erwarten einen Mitarbeiter, der auch mal über den Zaun schauen kann, der unternehmerisch handelt (und dazu gehört auch eine Kosten-Nutzen-Analyse) und auch die Belange der anderen Unternehmensbereiche versteht.
Der Personaler, der die Bewerbungen auf dem Tisch hat, ist (von einigen Ausnahmen abgesehen) garantiert kein EDV-Freak, meistens ist es ein BWLer. Er hat die Aufgabe, möglichst Leute zu rekrutieren, die auf mehreren Arbeitsgebieten einsetzbar sind.
Was ist nun, wenn er von Dir eine Arbeitsprobe analog zu Deiner Homepage sieht ? Er wird sich denken, dass Du zwar EDV-technisch sehr interessiert bist, den Rest (Fehler usw) wird er aber wie eine rechtschreib-technisch schlechte Papier-Bewerbung beurteilen (Fähigkeit, fehlerfrei zu arbeiten, Ordnungsliebe usw.).
Also meiner Meinung nach solltest Du (bei aller Liebe zur EDV) versuchen, nicht allzusehr auf dieser Schiene an das Thema heranzugehen.
Versuche Dir den Personaler als Menschen im Alter ab 35/40 Jahren vorzustellen, für den EDV nur ein Randgebiet ist, obwohl er in einer EDV-Firma arbeitet (ein Personaler bei einem KFZ-Hersteller hat i.A. auch keinen blassen Schimmer von Autos, ist auch gar nicht seine Aufgabe).
Grüsse
Sven