was ist geil?
Hallo Tino,
… das wäre heute bestimmt nicht mehr so toll. Irgendwann geht
das auch auf den Keks …
Ja, da stimm ich Dir schon zu, dass die Gewohnheit bestimmte Tätigkeiten mit der Zeit nicht attraktiver macht. Was ich mein(t)e ist, dass es wichtig ist, für sich selbst eben jenes „was ist geil für mich“ zu klären. Oder auch die Schlagworte, die Du nennst, wie „Selbstverwirklichung, etc.“
Erst wenn ich für mich geklärt habe, was diese Worte denn tatsächlich sein sollen (für mich selbst), kann ich checken, ob ich nun einen geilen Job habe oder nicht. Und was ich selbst dran machen kann.
Um das Tippsenbeispiel nochmal zu bemühen: Ich hab mir innerhalb meines „Tipp-Bereichs“ schon eigene Ziele und Ansprüche gesetzt - das ist zum Beispiel was, das mir am Beruf wichtig ist: selbst was draus zu machen. Und damit hab ich in einer eigentlich „banalen“ Tätigkeiten (obwohl sie so banal gar nicht ist, ich versichere das!) plötzlich Ziele und Ehrgeiz für mich mit drin.
Und die Gegenfrage: Wieso hast Du dann den Job gewechselt? Nur
die Kohle kann’s nicht sein, oder?
Aus zwei Gründen: Einmal tatsächlich wegen der Kohle - ich habe sehr wenig dort verdient, so dass die Fixkosten schon so gut wie den ganzen Verdienst aufgefressen haben. Die „freie Wirtschaft“ hat mir da sofort eine deutliche Steigerung gebracht.
Der zweite Grund war, dass ich nicht mal ein gescheites Arbeitsmittel bekommen habe: Ich hatte eine elektrische Schreibmaschine, die nach Lust und Laune nach einer Dreiviertelseite bei der Zeilenschaltung das Papier zerrissen hat - und das war für niemanden Grund, mir das Teil zu ersetzen. Nachdem ich einige Monate auf mechanische Maschinen umgestiegen war, hatte ich keinen Bock mehr.
Zum Thema „Veränderung“ - ja, Veränderung oder auch Weiterentwicklung finde ich persönlich schon auch wichtig. Das heißt aber nicht unbedingt, den Beruf zu wechseln, sondern innerhalb der Aufgabe auch „selbst zu gestalten“. Klingt komisch, mein ich aber.
Letztlich ist es aber, wie schon gesagt: Muss jeder für sich selbst auch rausfinden (und hinterfragen).
Der eine braucht Action und Veränderung von außen - der andere ist zufrieden, wenn er einen bekannten Bereich hat, wo sich möglichst wenig ändert.
Achtung, ich werde philosophisch: Suche die Geilheit im Job nicht nur von außen, sondern auch in Dir LOL … äh … okay, es klingt blöd, aber ich mein’s schon auch so.
Viele Grüße
Gitte,
die heute etwas wirr denkt