Off Topic und nicht Off Topic: Geiler Job?

Gerade unterhielt ich mich mit meinem lieben Kollegen Gerald über unseren Job. Ich meinte, wir hätten einen geilen Job.

Weia, das artete aus… sagte er doch, es gäbe keine geilen Jobs!
Der Malocher, der bei Wind und Wetter schwerste Lasten bewegt.
Der kleine Angestellte, der vor seinem Arbeitsherrn zittert.
Der Selbständige, der seinen Laden jeden Tag mit 18 Stunden unermüdlichen Arbeitens in den nächsten Tag retten muß.
Der Künstler, der nicht weiß, ob er sein Bild verkaufen kann.
Der Top-Manager, der die Verantwortung für die Geschicke vieler Menschen trägt.
Selbst der Berufssohn, dem es zu langweilig wird, jeden späten Morgen von zwei Tittenmonstern den ersten Blow Job des Tages verpasst zu kriegen.

Gibt es den geilen Job, der geil bleibt? Oder ist Veränderung die einzige Möglichkeit, in Freuden das Rentenalter zu erreichen?

Gruß!
Tino

Hmm…
Hi!

Gibt es den geilen Job, der geil bleibt? Oder
ist Veränderung die einzige Möglichkeit, in Freuden das
Rentenalter zu erreichen?

Ich glaube, ohne Veränderungen wird alles irgendwann langweilig! Ich könnte mir nicht vorstellen, tagtäglich bis zum Rentenalter das Gleiche zu machen. Wobei auch geringfügige Veränderungen ihren Reiz haben (können) - also man nicht unbedingt einen neuen Job suchen muss…

Meine Meinung…

Gruß
Guido, der eigentlich einen geilen Job hat

was ist geil?
Hallo Tino,

Weia, das artete aus… sagte er doch, es gäbe keine geilen
Jobs!

Gibt es den geilen Job, der geil bleibt?

Hm. Das hängt schon mal individuell von der Definition von „geil“ ab, sag ich mal. Und dann von der Person selbst auch.

Was ich sagen will? Ich war früher mal Tippse bei der Polizei. Da war meine Aufgabe, von früh bis spät nur zu tippen: Nach Diktat, bei Vernehmungen. Hat mir total Spaß gemacht. Und die Tätigkeit selbst würde mir heute noch Spaß machen, weil ich gern tippe.
Bei bloßer „Draufsicht“ auf den Job würde er wohl nicht das Prädikat „geil“ bekommen.

Äh. Versteht einer, was ich versuche zu sagen? :o)

Schönen Tag
Gitte

Hallo, Gitte!

Ja, nun stell Dir mal vor, Du hättest weiterhin als zivil-uniformierte „Tippse Vojeur“ gearbeitet… das wäre heute bestimmt nicht mehr so toll. Irgendwann geht das auch auf den Keks. Als Plattform für individuelle Verwirklichung, virtuose Selbstentfaltung, schäumender Quell eigener Ideen völlig ungeeignet.

Und die Gegenfrage: Wieso hast Du dann den Job gewechselt? Nur die Kohle kann’s nicht sein, oder? Und wenn doch, hast Du heute auch nicht den geilen Job, weil’s finanziell motiviert war. Dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis Du dir was anderes suchst.

Ich glaube fast, Gerald hat recht.

Tino

Hallo,

Der Malocher, der bei Wind und Wetter schwerste Lasten bewegt.
Der kleine Angestellte, der vor seinem Arbeitsherrn zittert.
Der Selbständige, der seinen Laden jeden Tag mit 18 Stunden
unermüdlichen Arbeitens in den nächsten Tag retten muß.
Der Künstler, der nicht weiß, ob er sein Bild verkaufen kann.
Der Top-Manager, der die Verantwortung für die Geschicke
vieler Menschen trägt.
Selbst der Berufssohn, dem es zu langweilig wird, jeden späten
Morgen von zwei Tittenmonstern den ersten Blow Job des Tages
verpasst zu kriegen.

Gibt es den geilen Job, der geil bleibt? Oder
ist Veränderung die einzige Möglichkeit, in Freuden das
Rentenalter zu erreichen?

ganz klar natürlích: Philosoph! Da ist die Abwechslung schon drin. Selbständig kannst du machen, was du willst, trotz der Verantwortung (Als Philosoph kannst du sogar das Wort selbst definieren!). Ein wenig künstlerisch ist der Beruf auch und einen (wirklichen) Vorgesetzten hast du auch nicht (nur Frau und Kinder vielleicht). Sogar als Malocher kannst du tätig werden, wenn du nämlich dich vom Beruf des Philosophen nicht ernähren kannst (aber es gehört ja auch zum Philosophen, bescheiden zu sein und keine allzu großen Erwartungen zu hegen).

Du siehst: Eigentlich ist alles drin. Nur die Tittenmonster mit den Blowjobs — das wird etwas schwierig.

Lachende Grüße
sendet dir der lachende Philosoph

Thomas Miller

was ist geil?
Hallo Tino,

… das wäre heute bestimmt nicht mehr so toll. Irgendwann geht
das auch auf den Keks …

Ja, da stimm ich Dir schon zu, dass die Gewohnheit bestimmte Tätigkeiten mit der Zeit nicht attraktiver macht. Was ich mein(t)e ist, dass es wichtig ist, für sich selbst eben jenes „was ist geil für mich“ zu klären. Oder auch die Schlagworte, die Du nennst, wie „Selbstverwirklichung, etc.“

Erst wenn ich für mich geklärt habe, was diese Worte denn tatsächlich sein sollen (für mich selbst), kann ich checken, ob ich nun einen geilen Job habe oder nicht. Und was ich selbst dran machen kann.

Um das Tippsenbeispiel nochmal zu bemühen: Ich hab mir innerhalb meines „Tipp-Bereichs“ schon eigene Ziele und Ansprüche gesetzt - das ist zum Beispiel was, das mir am Beruf wichtig ist: selbst was draus zu machen. Und damit hab ich in einer eigentlich „banalen“ Tätigkeiten (obwohl sie so banal gar nicht ist, ich versichere das!) plötzlich Ziele und Ehrgeiz für mich mit drin.

Und die Gegenfrage: Wieso hast Du dann den Job gewechselt? Nur
die Kohle kann’s nicht sein, oder?

Aus zwei Gründen: Einmal tatsächlich wegen der Kohle - ich habe sehr wenig dort verdient, so dass die Fixkosten schon so gut wie den ganzen Verdienst aufgefressen haben. Die „freie Wirtschaft“ hat mir da sofort eine deutliche Steigerung gebracht.

Der zweite Grund war, dass ich nicht mal ein gescheites Arbeitsmittel bekommen habe: Ich hatte eine elektrische Schreibmaschine, die nach Lust und Laune nach einer Dreiviertelseite bei der Zeilenschaltung das Papier zerrissen hat - und das war für niemanden Grund, mir das Teil zu ersetzen. Nachdem ich einige Monate auf mechanische Maschinen umgestiegen war, hatte ich keinen Bock mehr.

Zum Thema „Veränderung“ - ja, Veränderung oder auch Weiterentwicklung finde ich persönlich schon auch wichtig. Das heißt aber nicht unbedingt, den Beruf zu wechseln, sondern innerhalb der Aufgabe auch „selbst zu gestalten“. Klingt komisch, mein ich aber.

Letztlich ist es aber, wie schon gesagt: Muss jeder für sich selbst auch rausfinden (und hinterfragen).
Der eine braucht Action und Veränderung von außen - der andere ist zufrieden, wenn er einen bekannten Bereich hat, wo sich möglichst wenig ändert.

Achtung, ich werde philosophisch: Suche die Geilheit im Job nicht nur von außen, sondern auch in Dir LOL … äh … okay, es klingt blöd, aber ich mein’s schon auch so.

Viele Grüße
Gitte,
die heute etwas wirr denkt

Sei nicht überrascht: Ich versteh’s!!! :wink: (owT)
:wink:

Fahrstuhlführer …
… da geht´s ständig auf und ab.

Ich wollte ja früher immer Müllmann werden, weil ich dachte, die arbeiten nur dienstags und hätten den Rest der Woche frei.

Gruß Dirk

ich hab einen!
mache seit ueber 20 jahren high-tech logistik… und darunter kann sich kein schwein was vorstellen…
wir organisieren relocations/transporte von schweren elektronischen teilen.
das war vor 20 jahren z.b. die ibm 370/138 … die hatte schon nen volles 1 mb ram!!! - bestehend aus 16 platinen, die so gross, wie ne zeitung waren - diese mit bestverkaufte maschine der ibm wog ca 1350 kg und kostete knapp ne mio.
der echte mainframe 370/168-dual waren 2 komplette lkws mit haenger voll, wogen ca 20 tonnen , und kosteten viele mios, hatten aber auch sensationelle 8 mb!!!
in der festplattenindustrie gab es die ibm 3330 ( 330 mb ) und die wog 700 kg
in der medizintechnik wurden cts=computertomographen erfunden… das sind diese riesenteile, die koerperbereiche abscannen koennen, ohne schaedliche x-rays zu verwenden.
die bands arbeiteten mit riesenmischpulten, die roehren- + transistorgesteuert waren.

den job mach ich immer noch, und es gibt noch nen menge zu tun:

die fetten + schweren rechner gibt es immer noch… mit mehr leistung…
die medizinischen teile heissen jetzt nmr und ein analysegeraet zum bse-test wiegt ca 400 kg, und die bands haben statt 64 kanaele mindestens 256 auf den mischpulten, und die telekommunikationsindustrie stellt megatonnenweise hardware in knotenpunkte, die kurzfristig wieder abgeholt werden muessen, weil der neue provider pleite geht.

mein job ist also, diese teile zu bewegen… das machen wir vorausschauend, denn wir wollen wissen, wovon wir in 2 oder 5 jahren leben.
d.h. ich tingel rum und schau mir zukuenftige technische entwicklungen an, fuer die wir arbeiten werden, und vergess dabei aber bei den erforderlichen vielen reisen auch nicht, mit den kunden abgeschlossene projekte zu feiern, oder auch neukunden mit den ueblichen bestechungsmethoden , wie z.b. gut essen oder sonstwas gehen, zu aquirieren.
was will der mensch mehr?
gruss
kuddel

(ot)