Hallo Experten,
ich habe eine Frage an die Personalchefs unter Euch und/oder an diejenigen, die sich im Personalwesen gut auskennen.
Mein Mann, der zur Zeit als Krankenpfleger arbeitet, bewirbt sich bei einigen großen Pharmaunternehmen als Pharmareferent. Nun hat er ein Problem mit dem Bewerbungsphoto: er trägt nämlich eine Vollglatze - und nicht weil er politisch rechtsorientiert wäre, sondern einfach nur weil er wenig Haare hat und die Glatze ihm sehr gut steht. Die Frage ist: ist es ungünstig, ein Bewerbungsphoto mit Vollglatze zu schicken? Kommt es schlecht an? Denken die Personalchefs und -Sachbearbeiter, er wäre rechtsradikal oder nicht repräsentativ?
Er läßt sich gerade fürs Bewerbungsphoto die Haare zwar ein wenig wachsen, dabei fühlt er sich aber unwohl und ungepflegt und im Grunde sieht er normalerweise anders aus.
Ich bitte Euch dringend um Tipps.
Vielen Dank im voraus
Dein Mann muß sich so bewerben wie er ist ! Wenn ein Personalentscheider anhand eines Fotos beurteilt ob jemand rechtsradikal sein könnte oder nicht dann ist das sowieso der falsche Laden. Wenn die Referenzen stimmen wird es ein Vorstellungsgespräch geben, in dem wird die Entscheidung gefällt.
Aus einem Nachteil einen Vorteil machen
Hallo Camilla,
Runter mit den Haaren! Das Bewerbungsphoto muß zu dem Bewerber passen. Spätestens beim Vorstellungsgespräch wird dieses „Verbiegen“ sowieso herauskommen, und dann kann er den Job vergessen.
Viel besser wäre es, in dem Bewerbungsschreiben auf den Sachverhalt hinzuweisen. Ein immer wieder unterschätzter Punkt bei Bewerbungen: Man ist normalerweise nur einer unter vielen und läuft Gefahr, in der Masse unterzugehen. Wenn in einer geschickten Form auf den Sachverhalt hingewiesen wird, bleibt er dem Personalchef (positiv) in Erinnerung. Solche „Kleinigkeiten“ können letztendlich den Auschlag geben.
Außerdem wird ein Glatzenträger normalerweise nur dann mit einem Faschisten in Verbindung gebracht, wenn andere Attribute hinzukommen. Oder will er sich mit Bomberjacke und Springerstiefeln bewerben?
auf die Haare oder die „Platzhalterfläche“ gucken die Entscheider sicherlich weniger. Da geht es mehr um die Augen, Offenheit, eine positive Ausstrahlung. Das Photo hat schon einen sehr hohen Stellenwert. Meiner Erfahrung nach lohnt es sich, hier etwas zu investieren. Und für einen Pharmareferenten spielt als angehender Repräsentant sicher auch die auf dem Foto sichtbare Kleidung eine Rolle.
Toi toi toi für den Erfolg bei der Stellensuche
wünscht Sandra