hallo gerdy,
deinen hilferuf habe ich gelesen, und mir ist es dabei kalt den rücken runtergelaufen. auch die meinungen der anderen fand ich interessant und von der sache her zutreffend.
ich mach es mal kurz : ich habe die firma gewechselt. ich wurde aber nicht von meinen kollegen gemobbt - sowieso nicht, sondern von meinem chef.mit meinen kollegen - wir alle haben aussendienst gemacht - technische beratung - konstruktion und vertrieb von industrieflachdächern, hatte ich ein super verhältnis. immer. ihnen ist nie verborgen geblieben, welchen seelischen qualen ich zeitweise ausgesetzt war.
ich habe zu einem kollegen ein sehr teamorientiertes verhältnis gehabt, was uns auch heute noch verbindet. dem hab ich dann mal mein herz ausgeschüttet. weil - ich hab ihm vertraut und tue es heute noch. mir ging es hinterher wohl etwas besser, bin aber der typ, der andere damit nicht nerven wollte. — rücksicht ?—
ich hab überlegt, ob ich zum pastor in die kirche gehe, um da mein seelenunheil loszuwerden. ich habe ein problem - bin atheist, also kam das für mich dann auch nicht in frage.
ich habe meinen chef - wie viele andere in unserem markt - gehasst. der hass ging dann soweit, daß mir alles egal wurde. alles. ich habe die auseinandersetzung gesucht - mit ihm darüber zu reden. ich stellte fest - wie andere vor mir - daß es m.E. und die user mögen mir verzeihen - ein menschliches dreckschwein ist.
und hier gebe ich den anderen autoren recht : wo kein opfer - da kein täter. ja das ist so. ich war dran. ich stand bei ihm auf der liste. er konnte seine machtgeilheit ausprobieren, und ich habe es mir zu lange gefallen lassen. nur : wenn ich geblieben wär, es hätte sich nichts geändert. gar nichts.
man riet mir, mich an den betriebsrat zu wenden, an den eigentümer der firma. gut. und dann…
mein chef hatte - schließlich und endlich angst. vor mir. ich galt wohl als ein sehr kritischer aber sehr engagierter kollege, und das ist heutzutage eine gratwanderung. aber für engagement und die erfüllung der unternehmensziele werde ich nun mal bezahlt. damit hatte dieser typ riesen probleme. ich hatte ideen, die er als seine verkaufte. gut. und ich merkte nicht mal,
daß ich ihn mir unbewußt zu meinem feind machte - von dem ich abhängig bin. immer. überall. ich war naiv.
ich erhielt nun aufgabenstellungen am freitag, die mußten erledigt sein bis montag. hatte alles nichts mit dem job zu tun. irgendwelche statistiken - alberne stellungnahmen…zahlenkolonnen aufaddieren. und und und.
ich wurde persönlich beleidigt, er legte mir nahe doch mal zum psychater zu gehen ( er hatte selbst vor jahren einen autounfall unter alkohol und mußte zum psychater )und und und.
ich wußte, hier ist auch mit leistung gar nichts mehr zu machen. der brauchte das. und ich wars eben. resignation.
ich habe mich angefangen zu bewegen, neuer job etc.pp. es hat geklappt - habe mein mir auch immer nachgesagtes selbstbewußtsein weider gefunden und fühl mich wohl. kann wieder schlafen - essen und bin motiviert.
du siehst, ich habe mir das hier auch mal von der seele geschrieben, mein wunsch ist es, daß du deinen weg findest…
geh in dich, red mit jemanden drüber, und such auch nach alternativen, ok.
bis denn mal tom