Frage nach dem derzeitigen Gehalt

Hallo alle zusammen,

das leidige Thema Geld veranlasst mich ja unter anderem meinen nächsten Entwicklungsschritt in einem anderen Unternehmen zu suchen. Dabei weiss ich, dass ich vor drei Jahren bereit war zu einem dumping Gehalt einzusteigen und es für mich als Investition zu sehen.

Nun ist aber mein Marktwert gereift und inzwischen erheblich gestiegen. Ich werde auch häufig zu Vorstellungsgesprächen, insbesondere bei Personalberatern eingeladen. Dabei wird mir immer wieder die Frage nach meinem derzeitigen Gehalt gestellt. Ich weise auch immer geschickt auf die von mir angegebene Bandbreite meiner Gehaltsvorstellungen hin und verweise auf diese Verhandlungsbasis aber viele bleiben hartnäckig und meinen, sie könnten ja sowieso auf der Steuerkarte mein Gehalt nachvollziehen.
(Reiche einfach neue Steuerkarte ein - denke ich)

Frage 1: Ich finde in der Literatur hierzu unterschiedliche Angaben. Nach neuester Rechtsprechung soll diese Frage eine unzulässige Frage sein? Kann mir das jemand bestätigen und wenn ja die Fundstelle des Urteils nennen?

Wenn das so sein sollte, kann man die Frage ja auch unwahrheitsgemäss beantworten ohne bei Aufdeckung mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen rechnen zu müssen.

Frage 2: Wie kann ich geschickt um die Beantwortung dieser Frage drumherum kommen? Bisher habe ich meine Arbeitsvertragliche Verschwiegenheitsklausel angeführt, ist aber auch nicht so der Hit.

Und die mit einem Lächeln gekonterte retorische Gegenfrage nach dem Gehalt des Gesprächspartners zeigt zwar Selbstvertrauen, kommt aber gar nicht gut.

Viele Grüsse

Hallo Rainer,

im Laufe der Jahre habe ich für meinen eigenen Betrieb etliche Einstellungsgespräche geführt. Wenn es um gewerbliche Mitarbeiter geht, gibt es ein gut überschaubares Preisgefüge. Da kann man sich gegenseitig nicht viel vormachen. Die Einstellung eines leitenden Mitarbeiters, dessen Leistung nicht so unmittelbar und kurzfristig zuzuordnen und meßbar sein wird, ist immer ein Risiko. Der eigene Eindruck als Momentaufnahme kann trügen und Zeugnisse sagen auch nicht alles. Da wird dann schon mal ein Unternehmergespräch geführt, sehr persönlich und absolut vertraulich. Ganz unabhängig von irgendwelchen rechtlichen Hintergründen, Zulässigkeit von Fragen etc. ist das Vertrauen in den zukünftigen Mitarbeiter übel lädiert, wenn man dabei bemerkt, angeschwindelt worden zu sein.

Warum machst Du aus dem Gehalt ein Geheimnis? Den Fähigkeiten entsprechend angemessen bezahlt zu werden, ist doch durchaus eine nachvollziehbare Begründung für einen Wechsel des Arbeitsplatzes. Wenn Du vorgibst, vorher schon hoch bezahlt worden zu sein, fragt sich Dein Gesprächspartner sicher, weshalb Du wechseln möchtest. Und schon bist Du im Zugzwang mit der nächsten Schwindelei. Die Sache wird dann schnell unerfreulich.

Ganz allgemein zu Rechtsstandpunkten beim Einstellungsgespräch: Den Unternehmer mußt Du Dir erst backen, der auf sowas Lust hat.

Gruß

Wolfgang

Hallo Rainer,

die Frage nach dem derzeitgen Gehalt ist üblich und Du kannst doch Deine Forderung gut belegen (mehr Erfahrung…). Wenn Du wechseln willst, mußt Du Dich so gut, wie möglich, verkaufen.

Es ist doch logisch, daß Du mehr Geld, als bei Deiner vorherigen Stelle haben willst, sonst würdest Du Dich ja nicht wechseln (es sei denn, Du steht unter Zugzwang oder der Job bringt Dich mittelfristig gesehen noch weiter).

Schwindeleien über die das derzeitige Gehalt sind zu leicht nachzuprüfen und sind, wenn dies herauskommt, ein erster Knacks im Vertrauensverhältnis. Wenn Deine Gehaltsvorstellungen ins Lohngefüge passen und man Dich auch noch haben will ist doch alles ok.

MfG

Thomas

Hallo Thomas,

vielen Dank für Deine Antwort. Da rennst Du bei mir absolut offene Türen ein. Schwindeln ist gar nicht mein Ding.

Jedoch haben meine Markttests ergeben, dass hier eine Differenz bis zu 60% Bruttogehalt vorliegt. Ich bin zwar bisher zufrieden gewesen, weil mein ArbG und ich andere Wege (Extra Weiterbildungen, teure Incentives, Sonderausstattungen etc.) als Übergangslösungen gefunden haben, aber der Konzern betreibt hier eine sehr restriktive Tarifpolitik für sogenannte „externe“.

Mein Entschluss zu Wechseln steht fest und Gott sei Dank stehe ich nicht unter Zugzwang, nur mit der Wahrheit verbaue ich mir evtl. meine Verhandlungsbasis. Üblich ist ja auch der sogenannte 10-15% Aufschlag. Hier könnte der potentielle ArbG evtl. sogar denken, dass aufgrund der derzeit „geringen“ Bezahlung etwas mit mir nicht stimmt.

Dies wäre eine völlige Fehleinschätzung, die ich aber der „anderen Seite“ nicht verdenken könnte.

Nachdem Du meine Situation jetzt etwas näher kennst, hast Du vielleicht weitere Tipps ?

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Wolfgang,

auch Dir vielen Dank für Deine Antwort. Das Wesentliche habe ich bereits in meiner AW zu Thomas seinem Beitrag eingestellt. Ich würde mich hier nur wiederholen.

Nur eins möchte ich richtig stellen, anscheinend habe ich mich da etwas undeutlich ausgedrückt, ich suche nach einem ehrlichen Lösungsansatz.

Ich bin überzeugt, dass mein nächster ArbG mit mir einen guten Einkauf macht, jedoch bin ich nicht mehr bereit weit unter Wert zu arbeiten.

Die Problematik habe ich bereits unter dem Stichwort 10-15% Aufschlag angesprochen. In diese Schiene will ich aber auf gar keinem Fall mehr geraten. Ich kann was und leiste viel. Dafür will ich auch „marktgerecht“ bezahlt werden.

Deinen Hinweis zu den vertraulichen Austausch zwischen ArbG habe ich mir schon gedacht, ist aber Interessant einmal offen bestätigt zu bekommen. Hierfür ein extra Danke.

Lies doch mal meine AW an Thomas. Vielleicht könnt Ihr oder andere mir noch Tipps geben.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Rainer,

Mein Entschluss zu Wechseln steht fest
und Gott sei Dank stehe ich nicht unter
Zugzwang, nur mit der Wahrheit verbaue
ich mir evtl. meine Verhandlungsbasis.
Üblich ist ja auch der sogenannte 10-15%
Aufschlag.

Die 10 - 15 % sind schon ok, es geht aber auch mit 50 % plus Extras.

Hier könnte der potentielle
ArbG evtl. sogar denken, dass aufgrund
der derzeit „geringen“ Bezahlung etwas
mit mir nicht stimmt.

Oh no, Rainer, ich sehe es eher so, daß der potienelle Arbeitgeber eine Möglichkeit sucht, Dich günstig einzukaufen und daher auf Deinem derzeitigen, niedrigen Gehalt rumreitet.

Übergangslösungen gefunden haben, aber
der Konzern betreibt hier eine sehr
restriktive Tarifpolitik für sogenannte
„externe“.

Logisch, die neuen Leute, die ich haben will, muß ich ködern, das geht (fast) nur mit Geld. Als Quereinsteiger hast Du ja auch nur die eine Möglichkeit das Gehalt festzulegen, die danach folgenden Gehalötserhöhungen bewegen sich ja im Rahmen des üblichen (sofern sich nicht Dein Arbeitsbereich ändert).

So wie es sich darstellt, versucht Dich der neue Arbeitgeber günstig einzukaufen. Das ist sein gutes Recht. Den Weg, den er dabei zu beschreiten versucht, (was verdienst Du jetzt, was möchtest Du verdienen) ist nicht so ganz ok. Meine Tips:
a) wenn der neue Arbeitgeber ein Problem mit der zu deutlichen Verbesserung Deines Gehalts im Gegensatz zu Deinem jetzigen Gehalt hat, so vereinbare vertraglich mehrere großzügige Gehaltserhöhungen im Abstand von 6 Monaten.

b) sieh es gelassen, andere Mütter haben auch schöne Töchter. Bei mir ist es mal nach dem vierten! Gespräch bei einem neuen Job an den lächerlichen Umzugskosten gescheitert.

Viel Glück

Thomas

Hallo Rainer,

Du hast schon viele Antworten erhalten, dennoch sind zwei Aspekte m. E. bisher unberücksichtigt geblieben:

  1. Das bisherige Gehalt besteht ja nicht nur aus tatsächlicher Geldleistung, sondern möglicherweise kommen sog. „geldwerte Vorteile“ dazu (Weiterbildung, Literatur, Unterweisung, ggf. Nutzung eines Firmen-Kfz , weitere Nutzung betrieblicher Einrichtungen u. v. m.). Wenn Du also im Vorstellungsgespräch darauf verweist, dass zu Deinem bisherigen Gehalt (gleich in welcher Höhe) private Vorteile addiert werden müssen, die Du jetzt nicht mehr nutzen kannst/willst/mußt/brauchst, und deren „Wert“ Du ja frei beziffern kannst, so gibst Du damit doch eine viel naheliegender Zielmarke für den künftigen Chef.

  2. U. U. kannst Du Dein bisheriges Gehalt in ein Tarifgitter einpassen und Du argumentierst. dass Du wegen erweiterter Aufgaben/Verantwortung/Qualifikation udgl. nunmehr eine AT-Stelle (außertarifliche Position) suchst. Übrigens könntest Du auch alle Sonderzahlungen (13. Monatseinkommen, zusätzliches Urlaubsgeld, Spesen, Auslösung udgl.) auf einen Monat umrechnen. Dadurch wird das durchschnittliche Monatseinkommen in der Regel um einiges erhöht (So macht es z. B. das stat. Bundesamt!).

So, das wars von mir - viel Erfolg und
Munter bleiben

Hubert

Hallo Hubert,

auch Dir vielen Dank für Deine Hinweise. Die von Dir aufgezählten sonstigen Bestandteile eines Gehalts habe ich auch schon einmal für mich ermittelt. Mit dem Ergebnis habe ich mich ja auch bisher motivieren können. Nur ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, bei dem ich mehr an „Kohle“ interessiert bin, als an noch weiteren Weiterbildungen oder unentgeltlichen Vergünstigungen.

Ich denke, bei der Frage nach meinem derzeitigen Gehalt ist definitiv das gemeint, was auf meiner Lohnsteuerkarte drauf steht und zwar als Jahresbruttogehalt und nicht statistisch interpretierbare Monatszahlungen.

Inzwischen tendiere ich aber dahin, tatsächlich in dem von Dir unter Aspekt 1 dargestellten Sinne zu antworten, denn dann bin ich tatsächlich in dem Zielbereich, bei dem ich meine Verhandlungssituation nicht erschwere.

Bleibt nur noch offen, wie ich antworte, wenn mein Gesprächspartner auf den Betrag der Lohnsteuerkarte besteht ?

Ciao
Rainer

P.S. Nebenbei bemerkt - klasse Forum, bleibt bestimmt nicht meine einzige Aktion.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Rainer,

eine Anmerkung noch zu dem auf der Lohnsteuerkarte eingetragenen Bruttoverdienst: natürlich kannst Du Dein „tatsächliches“ Brutto nicht manipulieren, mußt Du m. E. auch gar nicht. Argumentiere, Du seist an einer neuen Stelle interessiert, weil Du ab jetzt ein angemessenes Brutto (sowohl steuer- als auch sozialversicherungsmäßig) erzielen möchtest (Stichwort: Altersversorgung).

Damit wird angedeutet, dass bisher Dinge nicht ganz nach Vorschrift gelaufen sind und Du deshalb natürlich auch nicht darüber sprechen kannst/darfst und willst. Die Aussage, Dein bisheriger Arbeitgeber verfügte immer über „Bargeld“ - schadet niemandem, aber wer sowas als Chef hört, wird sich schon das Passende denken. . .

Viel Erfolg

Hubert

Hallo Rainer,

kannst Du klare, aber vielleicht hilfreiche Worte vertragen?

Meine Antwort wird Dir vielleicht nicht gefallen, aber ich rede (schreibe) jetzt einfach mal praxisbezogen und nicht nach Lehrbuchvorgaben und sonstiger Literatur, erst recht nicht unter Einbezug irgendwelcher Urteile in Bezug auf zulässige Fragestellungen in einem Bewerbungsgespräch.

Ich stell mir einfach mal vor, Du würdest als Bewerber mit mir - als angenommener Personalberater oder Personalchef - ein Gespräch führen.
Du machst insgesamt einen positiven Eindruck auf mich und auch die vorgelegten Bewerbungsunterlagen können überzeugen. Das Gespräch ist bis jetzt gut verlaufen, kommt aber bei der Frage nach dem bisherigen Einkommen ins Stocken, Du wirst unruhig, Du zögerst, Du gibst ausweichende Antworten, Du suchst nach Begründungen, Du redest von einer Bandbreite Deiner Einkommensvorstellungen, ganz einfach: Du zerstörst in diesem Moment ein bis jetzt geschaffenes positives Bild, Du wirst zu einem Stück Seife (will sagen: Du wirst glitschig), nicht mehr berechenbar, Du gibst plötzlich den Eindruck eines Paragraphenhengstes ab, Dein Marktwert sinkt rapide, nicht wegen mangelnder fachlicher Qualifikation, sondern wegen
sonderbarem Verhalten.
Rainer, dass Gespräch mit Dir ist binnen 10 Minuten beendet, zwar freundlich, aber auch direkt und bestimmend, Deinen Kaffee kannst Du natürlich noch austrinken. Denn hier bin ich der Boss, ich bin für die Ausgaben des Unternehmens verantwortlich, ich bestimme hier, wer eingestellt wird und wer nicht!
Du wirst von mir hören, sage ich Dir. Du hörst auch von mir, nein Du kannst es lesen: Eine Absage in freundlich höflichem Ton (ein Musterbrief, wie ihn schon viele andere vor Dir erhalten haben).
Ich bin doch auf Dich nicht angewiesen! Es gibt genügend qualifizierte Leute, die die Stelle gerne haben wollen. Da kann ich doch selektieren.
Mein Gott, denke ich, was haben die Leute für Vorstellungen, was glauben die denn wer sie sind (oder wer ich bin). Heini’s gibt es auf dieser Welt, wirklich schlimm. Kein Wunder, dass wir ein Heer von Arbeitslosen haben.

Genug der Dinge.

Ich habe bewusst übertrieben, um Dir klar zu machen wie es läuft, wenn jemand sich mit solchen Gedanken befasst wie Du!

Rainer, verstehst Du was ich sagen will?

Leg die Karten auf den Tisch! Deshalb musst Du doch Deine stark vom bisherigen Einkommen abweichenden Einkommensvorstellungen nicht verhehlen.

Sei kompromissfähig, versuch einen Einstieg unter Deiner Einkommensvorstellung, handel doch eine Steigerung für den Tag X aus, wenn nachvollziehbar ist, dass Du eine entsprechende Leistung erbringst und Dein Geld wert bist.

usw., usw., usw.,

Das muss reichen - werde wach und Du erreichst Dein Ziel.

Abschliessend noch ein Praxisbeispiel:
Wenn ein Arbeitnehmer, mit dem über ein überdurchschnittliches Gehalt verhandelt wird, die Frage nach vermögenswirksamen Leistungen stellt, dann ist ‚der Ofen in aller Regel auch schon aus‘.

Ich sage nicht, dass ich mich mit all dem was ich jetzt geschrieben habe, identifiziere, aber ich habe Dir aus der selbst erlebten Praxis erzählt, und nicht aus dem Hirn von Leuten, die zu lange die Schulbank gedrückt haben, nicht aus Gerichtsurtelen und auch nicht aus der Literatur.

Wie auch immer, ich wünsche Dir bei der Job-Suche viel Erfolg (und rede im Bewerbungsgespräch nie von Job, das ist negativ, Du suchst eine Arbeitsstelle, die Dir die Möglichkeit gibt, Dein Wissen und Können zum Wohle der Firma einzusetzen!!!).

… und wenn es Deinem Chef hypergut geht, dann geht es Dir zumindest gut.

Gruss
WALTER

Hallo Rainer,

ich habe mir auch gerade eine neue Stelle gesucht und mehrere Vorstellungsgespräche gehabt.
Bei der „Prosa“ des Lebenslaufes ist es nie so wichtig, WAS du erzählst, sondern WIE. Aber das nur am Rande.

Richtig interessant für den AG sind in erster Linie zwei Zahlen: Gehaltswunsch und Eintrittsdatum. Auch wenn man sonst nicht offen darüber spricht, das Vorstellungsgespräch ist der falsche Zeitpunkt für um-den-heißen-Brei reden (weil zu kurz für Entscheidungen von solcher Tragweite).
Wenn du eine konkrete Zahl nennst (keine Bandbreite), ist dein Gesprächspartner in der Pflicht, eine konkrete Antwort zu geben.

Für mich viel wichtiger als das Eintrittsgehalt ist die regelmäßige Bewertung (und Gehaltsanpassung) durch die Vorgesetzten. In großen Unternehmen ist das formalisiert, die einen machen es ernsthaft, die anderen pro-forma. Wenn du gut bist, wirst du nie nach einer Gehaltserhöhung fragen müssen. Arbeite so, dass sie dich angemessen bezahlen MÜSSEN.

Ich wünsche dir viel Erfolg!

Gruss,
Deddi

Hallo Walter,

vielen Dank für Deinen sehr offenen Beitrag. Natürlich kann ich ihn verkraften, ich suche ja nach offenen Meinungen. Ich bin allerdings der Überzeugung, dass ich bereits „wach“ bin.

Selbstverständlich hast Du recht mit Deiner Situationsbeschreibung, deshalb bin ich ja hier im Forum auf der Suche nach einer besseren Reaktionsmöglichkeit. Ich will kein Stück glitschige Seife sein. :smile:)

Und das von Dir genannte Antwortschreiben mit dem von Dir geschilderten Hintergrund habe ich bereits erhalten - leider, war eine klasse „Arbeitsstelle“.

Was den Punkt unter Wert einsteigen angeht, verdanke ich meine derzeitige Situation ja genau dieser Strategie. Ich hatte nur Pech, dass der Mutterkonzern mit seiner Tarifpolitik die Zusagen meiner Vorgesetzten auf marktgerechte Gehaltsanpassungen für alle „externen“ zunichte machte.

Aus den vielen Beiträgen werde ich mir eine neue Strategie bauen.

Vielen Dank.
Rainer

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Deddi,

herzlichen Glückwunsch zu Deiner neuen Stelle. Ich hoffe, es bewahrheitet sich auch bei Deinem neuen ArbG, dass gute Leute nicht um Gehaltserhöhungen verhandeln müssen.

Ich habe genau umgekehrte Erfahrungen gemacht, der ArbG hat auch guten Leuten nichts freiwillig zu schenken.

Bezüglich der Angabe einer Gehaltsbandbreite, finde ich die Variante Bandbreite besser, sie lässt einen Verhandlungsspielraum offen und signalisiert Verhandlungsbereitschaft. Aber so unterschiedlich könen Gesprächsstrategien sein.

Was die regelmässigen Leistungsbeurteilungen und Gehaltsanpassungen angeht stimme ich Dir voll zu. Leider kenne ich nur den Part der Leistungsbeurteilungen, den ich inzwischen sogar vertraglich vereinbare, sofern im Unternehmen bisher nicht üblich.

Gehaltsanpassungen kenne ich lediglich aufgrund des variablen Bestandteils - der ist aber ja logisch.

In großen Konzernen ist es aber so eine Sache mit der „angemessenen“ Bezahlung. Oft lassen die Tarifverträge flexibilität zu wünschen übrig.

Viele Grüsse

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]