Hallo zusammen!
Ich habe da mal eine rechtliche Frage…
Seit etwa einem Jahr bin ich bei einem alten Herrn (84), der aufgrund einer Augenerkrankung sehr schlecht sieht, um ihm beim Lesen div. Dinge und Schreiben zu helfen. Es ist ein „Taschengeldjob“, denn viel kommt natürlich nicht dabei heraus. 2 - 3 x im Monat für ca. 1 Stunde ist nicht weltbewegend, aber egal.
Er hat niemanden mehr. Das Haus, in dem er wohnt, gehört ihm, ist aber auf Rentenbasis bereits „vergeben“. Nun suchte er bisher immer per Annonce eine Lebensgefährtin, die auch seinen Wagen fahren könnte usw. Er hat aber niemanden gefunden. Ende letzten Jahres war da eine ältere Frau, die recht nett war, aber Polin und schlecht Deutsch sprach, ihm also bei Schreibereien nicht helfen konnte. Er hatte bereits bei einem Notar klar gemacht, daß sie sich um alles kümmern solle, wenn er einmal stirbt. Dies hat er aber wieder rückgängig gemacht, weil es zu einer Unstimmigkeit gekommen ist, sie putzt jetzt nur noch alle 2 Wochen. (man muß wissen, daß er sehr anstrengend sein kann und immer recht hat!)
Heute war ich mal wieder da. Nach erledigter „Arbeit“ sprachen wir noch eine Weile. Er macht sich Gedanken darum, was aus seinem Nachlaß wird, wenn er stirbt. Er wollte mich fragen, ob ich mich darum kümmern wollte. Wie gesagt, das Haus selbst nicht, das ist vergeben. Aber alle Möbel, sein PKW (abgemeldet seit knapp 2 Jahren) und wohl auch seinen Sparbüchern. (ich war ziemlich überrascht…)
Nun frage ich mich, was da auf mich zukommt. Genau haben wir es nicht besprochen. Schulden hat er keine. Aber trotzdem würde ich natürlich vorher gerne wissen, was das rechtlich bedeutet? Was ist z. B. , wenn er doch in ein Altenheim käme, müßte ich dann zahlen? Wie sieht es aus mit Erbschaftssteuern?
Er ist kein Millionär, aber ein nettes „Taschengeld“ käme heraus… Und überhaupt!!! Wir sind weder verwandt noch verschwägert…
Kann mir jemand von Euch einiges dazu sagen? Ich werde auf jeden Fall auch mit dem Notar genau sprechen, evtl. sogar mit meinem Rechtsschutz, vielleicht sogar einen Anwalt… Keine Ahnung.
Ich denke, ich werde ja sagen. Selbst, wenn wenig übrig bliebe, ist es mehr als gar nichts.
Danke Euch im voraus! (Gerne auch per Mail.)
Gruß
Carmen