Mahnbescheid angedroht, was nun?
Von: , Frage gestellt am Do, 29. Aug 2002
Hallo Ihr Lieben,
ich weiss nicht, wieso ICH immer in solche Dinge schliddere....
Ich habe ein Schreiben eines Inkassounternehmens erhalten, in dem die Zahlung von rund 90€ (Hauptforderung) plus 6€ Mahnkosten plus 7,60€ Zinsen plus 12,80€ Inkassokosten verlangt werden. Es geht dabei um eine Forderung von Compuserve.
Eine Kopie der Rechnung bzw. eine Angabe zur Rechnung, um die es geht wurde nicht gemacht.
Nach telefonischer Nachfrage bei dem Inkassounternehmen erhielt ich ein weiteres Schreiben, in dem mitgeteilt wird, dass die Hauptforderung durch Call-by-Call (Internet) in den Monaten 8, 9 und 10 2001 zustande gekommen ist und mit der Telefonrechnung über die Telekom geltend gemacht wurde. Eine Kopie der Rechnung könne man nicht vorweisen, ICH solle bitte nachweisen, dass ich den Posten bezahlt habe (Kontoauszug) und Kopien der Rechnung an die Inkassofirma schicken.
Hintergrund der traurigen Geschichte:
Nachdem ich ab Februar letzten Jahres von der Telekom KEINE Rechnungen für meinen Telefonanschluss mehr erhielt und die Telekom auf mehrere telefonische Nachfragen meinerseits lapidar erklärte: "Sie sind nicht mehr Vertragspartner der Telekom" und mir nicht mitteilen wollte, wer denn nun mein Nachfolger sei, habe ich Mitte 2001 nach Sperrung der Call-by-Call-Nummer auf meinem Anschluss vermutet, dass mein Arbeitgeber (Grosskonzern, Betreuung durch die Großkundenbetreuung der Telekom: der T-Systems) nun offiziell der Inhaber meines Anschlusses war.
Eine Recherche brachte Gewissheit: Mein Arbeitgeber hat (irrtümlich) die T-Systems beauftragt, meinen privaten Telefonanschluss auf ihn zu übertragen (und damit wurden die 010xx-Nummern gesperrt).
Nachdem ich mit der zuständign Person bei meinem Arbeitgeber (Mr.X) und auch der T-Systems (Mr. Y) telefoniert habe wurde mir die Rückübertragung zugesagt. Dies dauerte nochmals rund 3 Monate: Ab November 2001 bekam ich wieder Rechnungen der Telekom (die ich natürlich, wie es sich gehört, brav bezahlte).
Also:
Für die Forderung des Inkassobüros habe ich nie eine Rechnung erhalten, Mr. X und Mr. Y, die ich zwischenzeitlich kontaktierte, haben zwischenzeitlich festgestellt, dass die besagten Rechnungen bei meinem Arbeitgeber eingegangen sind. Mr. X vertritt die Meinung, dass diese auch bezahlt wurden,da die Telekom eine Einzugsermächtigung hat.
ICH habe also den schwarzen Peter :o(
WER ist denn nun in diesem Fall verantwortlich für die Bezahlung der Rechnungen? Der, der sie bekommen hat? Oder ich, weil mein AG bzw. die T-Systems gar nicht berechtigt waren, mir meinen Telefonanschluss weg zu nehmen?
Oder muss ich bezahlen und bei der Telekom (die schliesslich ohne mich zu informieren meinen Telefonanschluss an die T-Systems weggegeben hat) Schadensersatz (Inkassogebühren....) geltend machen? Hat die Inkassogesellschaft Anspruch auf Zinsen, Inkassogebühren.... auch wenn ICH niemals eine ´ordentliche´ Rechnung erhalten habe?
Gibts brauchbare Tipps, was ich tun sollte?
Mir liegen übrigens nun ein Ausdruck der originalen Rechnungen vor (bei der T-Systems arbeiten Leute (Mr.Y), die sich mit den Datenbanken der Telekom auskennen und solche Rechnungen finden). An der Rechnungsanschrift ist zu sehen, dass mein AG diese bekommen hat. Weiterhin steht auf den Rechnungen, dass die Beträge von einem Konto meines AG abgebucht werden.
Bin für jeden Tipp und tröstende Kommentare dankbar.
Gruss Tefan
*DerMittlerweileZuNetCologneGewechseltHatUndMitDenenSehrZufriedernIst*
PS. Über Compuserve ärgere ich mich genauso wie über die Telekom, die die Aufklärungsarbeit auf mich überträgt. Kann ich auch (im Gegenzug zu Mahn- und Inkassokosten der Inkassofirma) meinen Aufwand geltend machen?
