eigene Erfahrung
Halle Cirwalda,
Wir haben eine Probe-Abo von Spot on bestellt. Kündigungsfrist
10 Tage nach dem 3. Heft. Da die Hefte doch nicht so toll
sind, haben wir nach dem dritten Heft die Kündigung geschickt.
Nun schreiben die, dass wir zu spät gekündigt haben und ein
ganzes Jahr die Hefte beziehen müssen.
manchmal hilft die Mitleidstour, also das Pochen auf Kulanz, in anderen Fällen ist rechtlich noch Druch zu machen, in anderen Fällen nicht.
Mein Fall (vor einigen Jahren):
Ich hatte ein Abo bestellt, bei dem als Abbestellung ausreichen sollte, dass man das erhaltene Material zurückschickt. Das hatte ich getan, nur nach Meinung des Verlages einen Tag zu spät. Ich hatte also zwar rechtzeitig gekündigt, aber die Sendung nicht früh genug aufgegeben. Ich habe dann mit Hilfe meiner Frau (Juristin) die Sache so drehen können, dass ich dem Verlag Sorgfaltspflicht vorgeworfen habe, weil er mich hätte informieren müssen, dass meine Kündigung nicht ausreicht. Bei manchen Verlagen hilft also ein Hinweis darauf, dass SIE eigentlich die Schuldigen seien. Bei mir war es erfolgreich.
Die andere Methode mit der Mitleidsmasche ist auch Erfolg versprechend. Du teilst dem Verlag mit, dass du im Moment einfach nicht in der Lage bist, dir das Abo finanziell zu leisten (möglichst mit ausführlichen gefühlsbetonten Wendungen), behältst die aber vor, demnächst eventuell doch - bei besseren finanziellen Möglichkeiten - ein Abo zu bestellen („denn eigentlich möchtest du schon gerne eines“ *g*). Auch hier kenne ich Menschen, die auf diese Weise ein Abo losgeworden sind.
Allerdings: Eine Erfolgsgarantie gibt es nicht, weder im 2. Fall (logisch), noch im 1. Fall, wobei aber zu sagen ist, dass im ersten Fall natürlich die juristische Begründung der Situation gut sein muss, aber in der Regel lassen sich da gute Gründe finden.
Im Zweifel allerdings hast du schlechte Karten, so dass du dir die Vorgehensweise genau überlegen must (mit einem befreundeten Anwalt?). Denn Vertrag ist Vertrag.
Herzliche Grüße
Thomas Miller