Unfallwagen

Hallöchen,…

ich habe eine kleine Frage und werde versuchen mich kurz zu halten.
Muß aber die Vorgeschichte erzählen.
Ich wohne in Kiel und wohnte noch vor 2 Monaten in Schwerin. Brauchte aber nun ein neues Auto, deshalb schaute sich mein Vater in Schwerin nach einem neuen um. Fand dann auch eins. Einen 97iger Polo. (Gebrauchtwagen beim Ford-Haus)
Als er sich den anschaute fiel ihm auf dem Angebotsschein eine kleine Bemerkung auf. „Unfallwagen“. Der Verkäufer sagte es ihm vorher nicht. Als mein vater ihn drauf ansprach meinte dieser nur fix „ach ja das is wat kleines an der Türschwelle“.
Als ich ihn mir dann ne Woche später ansah, sagte mir der Typ nix davon (und leider vergas mein vater mir es zu sagen).
Jedenfalls kauften wir ihn trotzdem und bemerkten jetzt später einen Rostfleck. den wollten wir dann so nachträglich noch ausbesseren lassen. wäre ja kein problem denn wir haben ja Garantie.
Eben war ich hier in Kiel bei einem VW-Haus. der Werkstattmeister meinte zu mir das dieser Fleck nicht von der garantie gedeckt ist weil er von außen nach innen rostet.
„was wiederum komisch ist“, meinte er „da sowas nur passiert wenn etwas nihct richtig ordentlich ausgebessert wurde“. Er sah sich das ganze Auto an und meinte zu mir das sei ein Unfall-Auto. War geschockt, denn ich ging davon aus das er Unfallfrei ist.
Da ist jedenfalls nicht nur ein Schaden an der Türschwelle (wie der Verkäufer in Schwerin sagte), nein, es ist der ganze Bereich hinten und die hinter Seite von der Beifahrerseite.
Überall kommt der Lack hoch. wasser ist schon drunter ein gedrungen. rost ist im anmarsch.
Was kann man da jetzt machen?
Muß ich die Ausbesserungen selber bezahlen oder kann ich das vom Autohasu in Schwerin verlangen das die das erneuern?
Was kann ich da noch tun?
Bin tierisch sauer, man kann echt niemanden mehr vertrauen.

Hoffe auf Rat von Euch.
habe auch noch mehr mehrrädern gepostet.

Danke schon mal

Bianca

Hallo Bianca,

da vermutlich in deinem Kaufvertrag „nicht unfallfrei“ drinstehen wird, hast du denkbar schlechte Karten. Einzig, der Verkäufer hätte das 'bißchen was am Schweller" in den Kaufvertrag mit reingeschrieben, besteht noch eine Chance.
Möglicherweise läßt sich die schlechte Lackqualität bemängeln… aber da solltest du vielleicht besser mal einen Fachmann vor Ort (Gutachter/Anwalt) fragen. Lies auch mal deinen Kaufvertrag ganz genau durch…

Grüßle
Frank K.

Hi Bianca,

wenn ich das richtig verstanden habe stand in dem Angebot für das Auto drin daß es ein Unfallwagen ist - Dein Vater hat es ja gelesen.

Hat dieser Angebotsschein auch noch in dem Auto gelegen als Du das Auto besichtigt hast? Dann wärst auch Du darüber informiert gewesen daß es sich hier um ein Unfallauto handelt…

Wenn dann auch noch eine entsprechende Bemerkung im Vertrag steht würde ich sagen: dann hast Du ganz schlechte Karten…

Daß es keine feine Art ist wenn der Verkäufer den Schaden herunterspielt bzw. nicht nochmal extra erwähnt ist unbestritten. Daß Du dich ärgerst und über den Tisch gezogen fühlst ist auch nachvollziehbar. Nur: Dem Verkäufer kann nichts angehangen werden wenn Du das Angebot nicht sorgfältig liest und das Auto - gerade im Falle eines Gebrauchtwagens - nicht ausführlich untersuchst und dabei den Schaden bzw. sein Ausmaß übersiehst.

Am Ende läuft es darauf hinaus daß es schwer sein dürfte dem Händler eine komplette arglistige Täuschung nachzuweisen.

Ist ne blöde Sache, aber „Reue nach dem Kauf“ zieht nicht wenn Du anfangs selber übersehen hast daß es einen Unfallschaden gibt.

MecFleih