Hi Peggy,
die Idee mit der anderen Identität „Rechtsanwalt“ finde ich gut. Erst: „Ich bin viele“ und dann „Ich bin alle“. 
Nachdem ich ständig in so eine Scheiße laufe, habe ich mir nun ein paar Tiptel Telefone, Tiptel 195, zugelegt. Ich schneide geschäftliche Gespräche immer häufiger rein prophylaktisch mit.
Ein Beispiel der Extra-Klasse: auf einer Reise lies ich mit dem Hermes-Versand zwei Koffer und einen Multifunktionsdrucker im Originalkarton transportieren. Auf dem Hinweg wurde der 1 Tag alte Koffer rechts eingedellt, abgeschrammt und der Koffer hat sogar einen mehrere cm langen Schlitz auf der Seite. Hier habe ich umgehend reklamiert als ich am Reiseort angekommen war. Die Sache ist auch noch nicht abgeschlossen.
Auf dem Rückweg kamen meine Sachen etwas verspätet an. Ich war extremst erkältet und konnte nichts heben, war viel zu schwach. Somit habe ich zwar den Multifunktionsdrucker gesichtet, doch stehen lassen. Als ich ca. zwei Wochen später das Gerät hochhob, hörte ich es schon klirren.
Ich telefonierte hier rum und mir sagte ein Händler in der Nähe, das Gerät selbst hatte ich über’s Internet gekauft, ich müsse eine Reparaturpauschale von ca. 350 Euro bezahlen. Schluck. Und das für eine simple Glasscheibe!!! Tja, angeblich wäre es halt so, daß HP nichts mehr reparieren würde, nur in wenigen Fällen noch. Tja, Das Gerät hatte ich im Frühjahr gekauft. Der HP-Händler meinte, sie wären ja auch froh, wenn sie mehr reparieren dürften, doch HP würde das untersagen. Und es ginge nicht anders. Sie dürften / könnten keine Ersatzteile beziehen.
Da war ich erstmal geschockt und ich machte einen kleinen Rückzieher. Doch de Händler köderte mich und meinte, ich würde dafür ein „neues“ Gerät erhalten. Nun, neu heißt für mich halt „nigelnagelneu“. Daß „neu“ hier generalüberholt heißt bzw. nur daß das Innenleben ausgetauscht wird, wußte ich nicht, sagte er auch nicht. Ich empfand dies schon als irreführend, egal wie un-absichtlich dies erfolgte.
Vier bis fünf Wochen wartete ich, rief immer wieder an, doch das Gerät kam und kam nicht. Tja, als ich es dann erhielt, traf mich fast der Schlag. Es war weder mein Gerät noch war das Gerät neu. Es begann ein Horror.
Der Händler meinte, ich habe den Kostenvoranschlag unterschrieben und dazu müsse ich nun stehen. Ursprünglich war es mir ja gleich, war schon sauer auf Hermes, da ich davon ausging, das zahlt die Transportfirma. Es ist nicht meine Aufgabe, den günstigsten Reparaturpreis für den Hermes Versand zu suchen. Doch zwischenzeitlich hatte mir der Hermes-Versand in zwei oder gar drei Briefen sein Bedauern ausgedrückt, doch ich hätte halt die einwöchige Reklamationsfrist überschritten. Und das seien halt die Regeln. Da könne man nichts machen. Ich hätte halt anrufen müssen und den Schaden melden müssen. Wenn ich sogar dazu zu krank gewesen wäre… Nun, ich hatte den Schaden von außen nicht gesehen, erst gehört, als ich das Gerät hochhob. Und so krank wie ich war, mit Arztbesuchen, hätte ich das Gerät nicht aus dem Karton heben können… Naja. Ich finde der Hauptschuldner ist der Hermes-Versand, doch der macht stur auf seine Regeln.
Nun sollte ich also 350 Euro für eine Glasscheibe zahlen. Wow!!! Zwischenzeitlich erfuhr ich von anderen Händlern, daß ich dieses Vorlagenglas mir hätte für z.B. 26 Euro im Internet bestellen können. Oder ich hätte es mir auch beim Glaser für einen 20er machen lassen können.
Es folgten viele Telefonate und Androhungen von Rechtsanwalt. Ich telefonierte auch mit HP. Besonders sauer war ich, daß das Gerät gerade mal ein paar Monate alt war und nun sollte ich nun fast den Preis eines Neugerätes (Auslaufmodell) bezahlen. Selbst hatte ich weit über 600 Euro hingelegt. Das kann’s ja wohl nicht sein. Und dann gäbe es auch nur noch ein halbes Jahr Garantie, gleichwohl ich im Moment noch ca. 1 1/2 Jahre auf mein Gerät habe.
Selbst bei HP waren sie sich uneins. Manche Mitarbieter meinten, es sei halt so. Da könne man nichts machen. Ich hätte den Kostenvoranschlag unterschrieben. Einer bei dem „Complaint Management“ erzählte mir was von, wenn ich das Gerät ein halbes Jahr im Keller liegen lasse bzw. gebraucht über Ebay ersteigere… ich war ganz baff, wie er zu diesen Weisheiten kam…
Dann hatte ich ein Telefonat vorgestern mit einem jungen Mann der meinte, ich könne mich aun eine Verbraucherzentrale oder an den Rechtsanwalt wenden. Denn der Händler hätte mir eine wesentlich günstigere Reparatur anbieten müssen. Er habe nicht in meinem Interesse gehandelt. Und einiges mehr…
Ob das Eindruck bei einem Anwalt machen würde? Naja, jedenfalls ist es absolut unverhältnismäßig für eine simple Glasscheibe ca. 700 DM hinzulegen. Übedies hieß es immer, wenn ich noch Garantie hätte… obwohl es gleichzeitig auch hieß, es sei ja kein Garantiefall, da der Schaden durch äußere Einwirkung entstand. Doch wäre noch Garantie drauf, könnte man anders damit umgehen. Ich dachte, ich flippe jetzt bald aus. Das Gerät war von mir neu und original verpackt im Februar gekauft worden. Nein, die Gerätenummer würde was anderes sagen, hieß es. Wenn ich ein Gerät kaufe, das veraltet im Keller lag, dann müßte ich den Schadensersatz vom Händler einklagen, wurde mir gesagt.
Gestern meinte dann ein Mitarbeiter von HP, ich solle mich an die Beschwerdestelle schriftlich wenden, indes der Händler meinte, er würde die Angelegenheit dem Anwalt übergeben. Der Mitarbeiter meinte, reparieren sei zu teuer geworden. Ergo, würden Geräte nur noch komplett ausgetauscht werden. Und dies mache nicht nur HP so. Das sei einfach der Trend. Das heißt, wenn auf ein Gerät ein Jahr bzw. zwei Jahre Garantie ist, und es ein paar Tage später defekt ist, kannst Du es im Prinzip wegwerfen, denn eine Reparatur rentiert sich nicht. Ein Neugerät ist kaum teurer und überdies „neu“ und wohl auch moderner, mit ein paar weiteren Zusatzfunktionen, ausgestattet. Es lebe die Wegwerfgesellschaft einerseits und die Abzocke andererseits. Das heißt, besonders ärgerlich ist es, wenn z.B. wie bei mir, ein Schaden durch äußere Einwirkung entsteht und aus welchen Gründen auch immer keine Versicherung für den Schaden aufkommt.
Indes mir dann ein Mitarbeiter gestern an dessen Adresse ich ein Fax schicken sollte und von dem ich dann über große Umwege die Telefonnummer in Erfahrung brachte, mir sagte, ich möge mich doch an die Beschwerdestelle schriftlich wenden, erhielt ich gestern ein Fax von der Stelle an die ich gefaxt hatte. Darin hieß es dann, der Händler bekäme nach den Feiertagen eine Gutschrift von HP. Über welche Höhe sich diese beläuft und ob nun die Sache zu einem Abschluß kommmt…who knows? Das läuft ja erst seit Ende September. 
Schlechtes Karma.
))
Ciao,
Romana