Hallo Eckard,
wenn Deine Gegnerschaft gegen die gegenwärtige Regierung Dir
nicht ganz den Blick verstellt, wirst Du zugeben, dass Wein,
Sekt und Spirituosen eher selten in Dosen erhältlich sind -
und wenn, schüttelt es mich mit Grausen.
das geht mir ähnlich, nur ist es ja so, daß nicht nur Dosen seit neulich bepfandet (grausliches Wort) werden, sondern eben alle Einwegverpackungen mit den genannten Ausnahmen. Was da an leeren Behältnissen Pennerglück im Hofgarten rumliegt ist nicht weit von dem entfernt, was man an Dosen findet. Insofern ist Bepfandung von Einwegmineralwasserflaschen vs. Nichtbepfanduung von Weinflaschen nicht wirklich einzusehen.
Das hat mit meiner Einschätzung der derzeitigen Regierung eigentlich gar nichts zu tun. Ich bin durchaus in der Lage, zwischen sinnvoll und nicht sinnvoll zu unterscheiden unabhängig davon, wer es denn nun gerade verbrochen hat.
Da diese Getränke also weitaus überwiegend im Glasgebinde
angeboten werden, bei Glas aber - im Gegensatz zu Dosen - das
Recycling nahezu problemfrei und zu einem hohen Grad
funktioniert ist da die Befandung (bisher) nicht erforderlich.
Das Recycling funktioniert nur dann, wenn ein Gegenstand dem Recycling zugeführt wird. Ob die Quote bei Coladosen, Einwegwasserflaschen oder Einwegweinflaschen verschieden ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Ein Recycling von Gegenständen, die bis zum Ende aller Tage im Wald vor sich hinrotten, wobei sich das bei Glas einige Tausend Jahre länger hinzieht, als bei Weißblechdosen, ist schlichtweg nicht möglich. Insofern ist die Unterscheidung in meinen Augen nur ein Kotau vor der Wein- und Sektlobby.
Die gegenwärtige (auch nach meiner Meinung) mißliche Lösung
ist weitgehend auf den Widerstand des Zwischenhandels
zurückzuführen, der es zum einen jahrelang vermieden hat, eine
Das ist unbestritten. Ich bin auch gar nicht der Ansicht, daß die ganze Veranstaltung unsinnig ist, nur eben nur halbausgegoren. Eine Nachbesserung im Sinne von Verschärfung wäre nicht nur wünschenswert, sondern auch im Sinne der Grünen Ideale gewesen. Wobei diese ja in der letzten Zeit sowieso einen schlechten Stand haben, was ich durchaus schade finde.
Dein Einwurf, warum kohlensäurefreie Getränke in Dosen der
Bepfandung nicht unterliegen ist allerdings auch nach meiner
Ansicht völlig berechtigt. Nicht ohne Grund scheint sich aber
eine grundsätzliche Änderung der Verpackungsverordnung bereits
abzuzeichnen.
Warten wir es ab.
(Der im übrigen wie auch Du bei höchstens einem Liter
Dosengetränk per anno von diesen Maßnahmen fast nicht
betroffen ist.)
Ich auch nicht. Ich habe bisher noch keine zu bepfandende Verpackung gekauft und sehe da auch keine Notwendigkeit. Auch sonst ist mein früherer Konsum derartiger Dinge eher gering gewesen. Was mich nicht daran hindert, mich über die Getränkeindustrie und die halbherzige Form der Regelung zu echauffieren. 
Einen schönen Abend wünscht
Christian