Hallo,
meine Tochter hatte im letzten Jahr auf einem Reiterhof einen Unfall. Sie ist auf dem Reitplatz, der zeitweise auch als Paddock genutzt wird mit unserem Pferd geritten, dabei hat sich ihr Schuh am Stromzaun verfangen. Beim Versuch den Schuh aus dem Stromzaun zu befreien, fiel sie vom Pferd und blieb regelrecht mit ihrer Hand am Stromzaun kleben. Das brachte ihr eine starke Verbrennung an der Hand sowie 3 Tage Intensivbetreuung im Krankenhaus wg. Herzrythmusstörungen ein.
Wir klagen dann auf Schadensersatz, da uns der Hofbetreiber sehr dumm kam, als wir mit dem Argument kamen der Stromzaun kann nicht in Ordnung gewesen sein, sonst wäre sie nicht kleben geblieben.
Leider wurde die KLage abgewiesen, mit der Begründung meine Topchter hätte wissen müssen, das dort Strom floss und sie hätte wahrscheinlich ihr Pferd nicht unter Kontrolle gehabt, da der Hofbetreiber munter darauflos log und sagte, sie wäre nur mit einem Strick und ohne Sattel geritten.
Die einzige Zeugin unserseits ist ihre Freundin.
Habe ich Chance gegen die Klageabweisung anzugehen ??
Bin für jede Antwort dankbar, da ich soclhe Lügen nicht im Raum stehen lassen kann.
Und kann ich gegen den Hofbetreiber Anzeige wg. Falschaussage machen ?
ich fürchte da kommst du nicht mit durch:
die klageabweisung erfolgte ja, weil euch bekannt ist, das durch den stromzaun strom floss und fließt.
das ist sozusagen eigenes risíko, zumal deine tochter offensichtlich noch auf eurem eigenen pferd geritten ist ( oder?? ), da kann davon ausgegangen werden, dass sie dieses soweit unter kontrolle hat, dass sie weit genug vom zaun
entfernt langreitet.
dabei ist meines wissens nach unerheblich, ob sie mit oder ohne sattel geritten ist ( wichtig ist nur *gg * ob sie ne kappe aufhatte *lach, perfide, gell?? aber sowas wollen die versicherungen immer wissen… ), oder mit oder ohne zaumzeug…
solange sie nicht ohne alles geritten ist.
sollte das pferd sich jedoch z.b. erschreckt haben, läuft dieses versicherungstechnisch z.b. unter tierischer unberechenbarkeit und wäre, wenn es ein fremdes pferd gewesen wäre, versichert gewesen. ( natürlich nicht als reitbeteiligung, wenn es keine fremdreiterhaftpflichvers. gibt ).
sieht glaube ich schlecht aus für euch.
hat deine tochter folgeschäden behalten? ich hoffe nicht…
wie alt ist deine tochter denn ?
wenn du noch was wissen möchtest:
mail mich an
ute
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Hallo Ute
danke für deine Antwort.
Bin nur so fassungslos, dass bei Gericht so gelogen werden darf und man muss fassungslos zuhören.
Ich kenne Elektro bzw. Weidezäune nur so, dass man einen kurzen Schlag bekommt und dann ist gut, aber daran kleben zu bleiben.
Ich weiss nicht.
aus dem Stromzaun zu befreien, fiel sie vom Pferd und blieb
regelrecht mit ihrer Hand am Stromzaun kleben. Das brachte ihr
eine starke Verbrennung an der Hand sowie 3 Tage
Intensivbetreuung im Krankenhaus wg. Herzrythmusstörungen ein.
Solche Weidezaungeräte bei denen man mit der Hand kleben bleibt und hinterher noch auf der Intensiven liegt, sind mir unbekannt. Normalerweise ist die bei Berührung abgegebene Energie für den Mensch nicht schädlich. Hier mal ein Link der sich damit beschäftigt.
sehr dumm kam, als wir mit dem Argument kamen der Stromzaun
kann nicht in Ordnung gewesen sein, sonst wäre sie nicht
kleben geblieben.
Ist die Anlage nach dem Unfall von unabhängiger Seite überprüft worden?
Leider wurde die KLage abgewiesen, mit der Begründung meine
Topchter hätte wissen müssen, das dort Strom floss und sie
hätte wahrscheinlich ihr Pferd nicht unter Kontrolle gehabt,
Lagen Hinweise auf ein schadhaftes oder nicht vorschriftsmässiges Gerät vor?
da der Hofbetreiber munter darauflos log und sagte, sie wäre
nur mit einem Strick und ohne Sattel geritten.
Die einzige Zeugin unserseits ist ihre Freundin.
Habe ich Chance gegen die Klageabweisung anzugehen ??
Das wird wohl schwer werden. Wenn der Hofbetreiber die Weidezaunanlage mittlerweile repariert hat oder eine vorschriftsmässige installiert hat, dann werdet ihr Probleme haben dem Betreiber eine Schuld nachzuweisen
Bin für jede Antwort dankbar, da ich soclhe Lügen nicht im
Raum stehen lassen kann.
Und kann ich gegen den Hofbetreiber Anzeige wg. Falschaussage
machen ?
Auch das wird sich im nachhinein nur schwer beweisen lassen.
Eine Anzeige kannst du auf jeden Fall erstatten, unabhängig vom Prozessausgang, nur bezweifel ich den Erfolg, denn auch dort bedürfte es eines Beweises.
Ich würde es aber auf jeden Fall machen, rein um den Herrn mal etwas Angst zu verschaffen!
Gruß
Bernd
P.S.: Die Ausssichten einer Berufung kann dir nur ein Anwalt nennen, der den Vorgang genau kennt und auch die URteilsbegründung
Ich kenne Elektro bzw. Weidezäune nur so, dass man einen
kurzen Schlag bekommt und dann ist gut, aber daran kleben zu
bleiben.
die bauern, und auch übrigens der bauer, bei dem ich mein pferdi stehen habe, sichern einige zäune mit normalem strom ab
also 220 volt! meine dicke hatte damit schon mal den gesamten brustraum verbrannt, weil sie hängengeblieben ist ((
die einfachen stromgeräte wirken bei einigen pferden nicht so gut; und lieber nen ordentlichen schlag, als die pferde von der autobahn in stücken absammeln müssen * leicht ironisch resignierend anmerke; aber: passen tut mir das auch nicht!!!
aber wir haben z.b. super freche gäule, die wären ohne diese zäune regelmäßig auf wallfahrt…*gg
und mit dem lügen vor gericht, das kann ich dir voll und ganz nachempfinden. ändert aber nichts; ich hoffe, ihr habt nen guten stall gefunden?
jedes Weidezaungerät verpasst den Tieren einen stärkeren Schlag als es 220V tun würden, da die Weidezaungeräte mit Spannungen von mehreren Tausend Volt aber sehr niedrigen Stromstärken arbeiten. Normale 220V hätten aufgrund des hohen Stromes lediglich zur Folge, das die Tiere bei Berührung tot neben dem Zaun liegen würden… von Passanten, die beim Sparzierengehen dranlangen ganz zu schweigen.
Ich kenne Elektro bzw. Weidezäune nur so, dass man einen
kurzen Schlag bekommt und dann ist gut, aber daran kleben zu
bleiben.
Ich weiss nicht.
Der kurze Schlag kommt in bestimmten Abständen immer wieder. Wenn Deine Tochter beim ersten Mal die Finger um den Draht geschlossen hatte (um sich festzuhalten, als Reflex) kann es schon passieren, dass der Stromstoss einen Krampf in den Fingern auslösst und sie die Hand nicht mehr wegbekommt… und jeder neu Stromstoss macht es nur noch schlimmer… möglich ist es also schon.