Hallo,
kann mir hier jemand aus Erfahrung sagen wie folgende Unfall typischerweise bewertet wird:
Auto A hält auf einer Vorfahrtsstraße (je Richtung eine Spur) auf der Fahrbahn und lässt eine Beifahrerin raus.
Auto B kommt hinter Auto A (Abstand ca. 20-30m) von der gegenüberliegenden Seite aus einer Nebenstraße und biegt so nach links ab, dass es bequem hinter Auto B auf freie Bahn (oder das Weiterfahren von Auto A) warten könnte.
Als Auto B halb mitten auf der Vorfahrtsstraße ist, setzt Auto A plötzlich rückwärts (wollte 50m zurück in einen freien Platz im Seitenstreifen). Auto B kommt fast ganz auf dessen Fahrbahn, aber noch leicht schräg, zum Stillstand und Hupt. Leider zu spät, denn im Augenblick danach krachts und Auto B rammt rückwärts fahrend mit seinem Heck in die Front von Auto B (Schaden an Auto B ca. DM 6000).
Der Fahrer von Auto A fühlt sich unschuldig. Dessen Versicherung meint: allerhöchstens Quote, da Auto A ja auf einer Vorfahrtsstraße fuhr.
Die Kernfrage ist: Hatte A die Vorfahrt auch beim Rückwärtsfahren? Selbst dann, wenn A noch stand als B schon in die Vorfahrtsstraße eingefahren ist?
Am liebsten wäre mir tatsächliche, vergleichbare Fälle.
Danke
Michael