Grundstueckskauf auf fremden Planeten

Ich habe gehört, dass es möglich ist Grundstuecke auf dem Mond, Mars und Venus zu erwerben. Ist der Erwerb rechtlich in irgendeiner Weise gesicher? Oder handelt es sich dabei um ein Verkauf, aehnlich wie bei der Antarktis?

Ich glaube mal gehört zu haben das der Mond und die anderen Planeten als " Weltgut " o.ä. bezeichnet wurden. D.h. du kannst also daran keine Eigentum erwerben. Es gibt allerdings ein paar kluge Köpfe die denken wenn sie irgendwo große Mondparzellen kaufen können sie die in kleine Parzellen unterteilen und dann weiterverkaufen.
DAS IST ABER NICHT möglich, da wie gesagt diese Planeten der " ganzen Welt " gehören.
Man bekommt zwar eine schöne Urkunde und solch einen schnickschnack, das ist aber noch keine Gartantie für den Besitz dieses Grundstückes. Außerdem stehen Grundstücksbesitzer doch im Grundbuch oder ??. Wo sollte dann der Besitzer eines Monstückes eingetragen sein ??. Ich denke nur die „Urkunde“ alleine macht noch keinen Besitzer.
P.S. solltest du dennoch Eigentum erwerben wollen erkundige dich lieber genau ich habe gehört die Preise sollen recht stark variieren .
MfG

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Hi!

Sorry, aber wer glaubt er könnte auf dem Mond Land kaufen und das auch noch tut, der ist selbst Schuld und weiß wohl nichts mit seinem Geld anzufangen…

Gruß

Bernd

Hi Joerg,

der gute Mann heisst Dennis Hope und ist, wie nicht anders zu erwarten :wink: Amerikaner.
http://www.lunarembassy.com

Hier mal seine rechtliche Grundlage:

Auf welche legale Basis stützt sich die Lunar Embassy, extraterrestrische Grundstücke zu verkaufen?
Nun, die Antwort auf diese Frage hat mehrere Teile. Zuersteinmal, wenn man ein Stück Land verkaufen will, muss es einem erstmal gehören. Wenn ein Grundstück nie jemanden gehört hat, wie die Mondoberfläche oder die Planeten zum Beispiel, dann muss mann, eine legale Basis des Eigentums nachweisen können.

Es ist Individuen und Firmen heute nicht untersagt, extraterrestrische Grundstücke zu besitzen. Das „Outer Space Treaty“ von 1967 der Vereinten Nationen besagt das keine Regierung extraterrestrische Grundstücke besitzen oder ausnutzen darf, aber Sie vergassen schlauerweise, Individuen und Firmen mit einzubeziehen. Die UNO wurde sich dieser Omission sehr schnell bewusst, und versuchte jahrelang danach dieses Loch im Gesetz zu stopfen. Nach einigen Jahren vergeblicher Versuche kulminierten dann alle Anstrengungen im sogennanten „Moon Treaty“ von 1984. Das Moon Treaty von 1984 verbietet ganz klar die Ausnutzung möndlicher oder planetarischer Resourcen aus profit Motiven (also auch den Besitz), für alle, Firmen und Individuen mit einbezogen.

Nur gab es dabei ein klitzekleines Problem: Aus 185 Mitgliedstaaten der UNO haben es nur sechs Länder unterstützt. Alle anderen, sowie alle im Weltraum tätigen Nationen wie die USA, Russland und China zum Beispiel, haben es abgelehnt es zu unterschreiben und haben es auch nicht unterschrieben. Die USA lehnten es ab es zu unterschreiben da Sie lieber „abwarten wollten wie sich die Publike Meinung entwickeln wird“. Und dies macht auch Sinn. Stellen Sie sich vor wir finden öl auf dem Mond und Privatfirmen dürften es aus Profitmotiven nicht abbauen?

Um also eine lange Geschichte kurz zu gestalten, das Loch im Gesetz existiert heute noch. (Falls Sie auf eine extrem technische Diskussion was die legale Lage angeht lust haben…schauen Sie mal in unsere Weltraum Recht Seite.) Deshalb kann man heute legaler Besitzer dieser Grundstücke werden, wenn mann den ersten sogenannten „Claim“ eingereicht hat und ihn notariell hat beglaubigen lassen. Dies tat die Lunar Embassy im Jahre 1980, und ist somit, wenigstens legal gesehen, der Besitzer. Komplett verrückt, aber wahr.

Es ist ein bisschen wie in den USA im Wilden Westen vor ein paar hundert Jahren - wer zuerst proklamiert das ihm ein Grundstück gehört, der darf auch den Antrag dazu stellen (Dies basiert auf alten Amerikanischen claim Gesetzen). Dies ist ein Gesetz dass noch aus der Zeit von Abraham Lincoln stammt. Der Antrag muss beim lokalen Grundstücks Amt eingereicht werden und er muss von demselben Amt akzeptiert werden.

Nun, ein sehr schlauer, und gutaussehender junger Herr Dennis Hope, ging also 1980 zum Grundstücks Registrierungsamt in San Francisco, und händigte dort seinen Antrag für die gesamte Mondoberfläche ein (Er händigte ebenfalls einen Antrag für die Oberfläche aller anderen in unserem Sonnensystem befindlichen Planeten und deren Monde, ausser der Erde und der Sonne ein.) Zuerst dachten die natürlich, dass sie hier einen lustigen verrückten im Haus haben. 5 Stunden, 2 Stockwerke und 3 Chefs später, nahm dann doch der Geschäftsführer persönlich den Antrag entgegen, und akzeptierte diesen. (Es war auch wichtig dass dies in den USA geschah, denn mann könnte heute im bezug auf Mondgrundstücke argumentieren, dass wenn der Mond je jemanden gehört hat, dann den USA mehr als jedem anderen Staat, da die USA zuerst darauf gelandet sind und ihre Fahne aufgestellt haben.) Nun, das ist aber noch nicht alles. Der Mond und die Planeten gehören einem noch lange nicht. Der Staat hat nähmlich nach einem solchen Antrag mehrere Jahre Zeit, gegen den Antrag Berufung einzulegen. Ausserdem müssen andere informiert werden. Zum Beispiel, wurden zur selben Zeit, von der Lunar Embassy, die Vereinten Nationen sowie die Russische Regierung schriftlich davon unterrichtet, das Herr Hope die Absicht hat, estraterrestrische Grundstücke zu verkaufen. Auch diese können Berufung einlegen. Es geschah nur nicht. Kein Staat hat in der ausgesetzten Frist auch nur die geringste Berufung eingelegt. Nun, dies erlaubte Herrn Dennis Hope, einen wichtigen weiteren Schritt zu tun. Er erwarb nun auch das Copyright auf seine Arbeit. Und so, wurde Herr Hope, mit dem offiziellen erhalt seines Copyright Zertifikats, übernacht, der warscheinlich grösste Landbesitzer der Welt. Dies ist die legale Basis auf die sich die Lunar Embassy heute stützt um Mondgrundstücke und extraterrestrische Grundstücke als orginelle Geschenke zu verkaufen. Dies sind alles die Gründe, warum keine einzige Regierung seit 20 Jahren, Herrn Hope davon abgehalten hat, Mondgrundstücke zu verkaufen. Im Gegenteil. Die netteste Reaktion der Regierung der USA war, das zwei ehemalige US Präsidenten sofort Mondbesitzer wurden.

Das und mehr - auf der Homepage.
Kann man dazu stehen wie man will, aber irgendwie ein Gag ist es schon, oder?
Nettes Geschenk für die/den Liebste/n - ein Stück vom Mond. :smile:
Die Kosten drehen sich wohl so um die 50 DM (incl. Versand etc.)

Gruss
Gudrun :smile:)

Hallo Joerg,

wenn Du Geld übrig hast, maile ich Dir gerne meine Kontonummer. Nach Eingang eines Betrages, den ich mir noch aus den Fingern saugen muß, bekommst Du eine wirklich hübsche Urkunde zum Einrahmen oder zum Verschenken. Darin bestätige ich Dir Dein Eigentum an einem Grundstück mit Schürfrechten, unverbaubarem Blick auf die Erde sowie einem Fensterplatz im Shuttle, sobald dies technisch möglich ist. Eine gebührenpflichtige Baugenehmigung erhälst Du nach Einreichen Deiner Pläne.

Gruß
Wolfgang

PS: Darf ich Dir bei dieser Gelegenheit auch eine Tüte heiße Luft anbieten?

Theoretisch wird der rechtliche Anspruch auf den Mond recht schlüssig begründet. Nur: Selbst wenn diese Person Recht haben sollte: Eine Privatperson gegen den Rest der Welt, incl. USA und Russland? Keine Chance im Zweifelsfall.
IMHO aber auch egal, da es mittelfristig wohl sowieso keine zivile Reisemöglichkeit zum Mond geben wird, geschweige denn eine Baufirma, die ein Fertighaus hinstellt.
Aber: Ich habe letztens trotzdem ein Grundstück auf dem Mond gekauft! Immerhin ist es doch ein originelles Geschenk. Ich habe jedenfalls schon mehr Geld für schlechtere Geschenke ausgegeben.

Ciao
Kaj

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