Werbung im Briefkasten

Hi Leute,

es gab doch mal vor einigen Jahren ein Urteil von einem Gericht, wonach Zettelverteiler es zu respektieren haben, wenn sich jemand durch eine entsprechende Aufschrift auf dem Briefkasten Werbung verbittet.

Von welchen Gericht mit welchem Aktenzeichen war das Urteil?

Grund: hier in meiner Gegend gibt es ein paar Werbetreibende, die entweder nicht lesen können oder dennen diese Aufschrift egal ist, da will ich mal was dagegen unternehmen.

Danke

Tom

Hallo Tom,

das ist natürlich eine Möglichkeit.

Aber Werbung die als Beilage in einer Zeitung, bzw. wöchentlichen Gratiszeitung (Bei uns ganz viel im Wochenblatt und Bodenseeanzeiger) ist leider erlaubt.

Gruß Ivo

Hallo Tom,

In der Tat hat die Rechtsprechung Übergriffe vergleichbarer Art in den häuslich persönlichen Bereich als einen solchen Eingriff in die Privatsphäre erkannt. So stellt zwar grundsätzlich das Einwerfen von Handzetteln und ähnlichen Werbemitteln in den häuslichen Briefkasten noch keine vorwerfbare Handlung dar, dies gilt jedoch dann nicht mehr, wenn sich der Eigentümer oder Besitzer einer Wohnung durch einen Aufkleber an seinem Briefkasten gegen den Einwurf von Werbematerial wehrt. Kommt es gleichwohl zu Wurfsendungen, so ist das Selbstbestimmungsrecht des Betroffenen verletzt (vgl. BGH, NJW 1989, S. 902)

MfG
Matthias

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Hallo Thomas,
les mal hier:

http://www.vz-nrw.de/doc397B.html

Viele Grüße
Hasenschnitte

macht doch nur Arbeit…
Hi Tom,

ich war auch mal der Meinung, dagegen vorgehen zu müssen. Ich habe den „Einwerfer“ der Werbung abgefangen und wollte ihn auf das Schild „KEINE WERBUNG…“ aufmerksam machen.
Ergebnis 1: Der Bote war ein Kind von dem Alter, daß sicher noch nicht lesen kann (ca 6-7 Jahre).
Ergebnis 2: Der Bote fing an zu heulen: „Habe doch sonst keine Arbeit…“
Ergebnis 3: Der Bote meinte, er habe die strikte Anweisung seiner Firma, diese Zettel zu ignorieren und trotzdem die Werbung eizuwerfen.

Da fällt mir nichts mehr zu ein.
Macht doch alles nur Arbeit und führt zu nichts. Mich ärgert ja eher dieser massive Papiermißbrauch. Aber ich schaffe es nicht, dagegen anzukämpfen. Die Flut ist zu groß. Und wenn ich, wie im Link ebend beschrieben, erst ein Einschreiben mit Rückschein an den Werber schicken soll, werde ich ja arm dabei.

Tut mir Leid, daß ich nicht wirklich helfen konnte, wollte es nur mal los werden.
Bin frustriert!

bye
>Micha