Fa. XY, wir machen eine Umfrage zum Thema Fernsehverhalten.
Ich habe ihm erstmal, nett wie ich nunmal bin, einige Fragen beantwortet, bis er mir eine Fernsehzeitschrift andrehen wollte. Da fiel natürlich der Hammer.
Ich habe gesagt, dann brauch’ ich erst nochmal Ihren Firmennamen und Adresse, und Ihren Namen auch. Auf seine Nachfrage, wofür, sag’ ich nur: „Das wollen die immer haben bei der Polizei, wenn ich die Anzeige abgebe. Sie wissen ja, dass das illegal ist, was Sie machen: Direct Marketing an Privatanschluesse ohne vorherige Erlaubnis.“
Das hat bisher immer super gewirkt.
Aber der gestern machte mich doch unsicher, als er sagte, das Gesetz sei geändert worden … stimmt nicht, oder?
Wow, Dreistigkeit kennt wirklich keine Grenzen. Nein, das ist illegal und wird es auch bleiben. Die Gesetze rund um (Direkt-)Marketing werden zwar häufiger verändert, dann aber verschärft und nicht gelockert.
Hast Du die Daten von der Firma? Hm, mit anzeigen habe ich keine Erfahrung. Aber man könnte mal beim ddv anfragen, ob die die Firma nicht abmahnen können. :o)
Stimmt, von solchen Methoden habe ich auch schon mal gehört.
Wäre interessant zu diskutieren, ob die GEZ derartige Kaltanrufe machen darf. Verkaufen wollen sie ja nicht direkt etwas. ;o) Ich kenne aber den genauen Gesetzestext nicht, welche Anrufe an Privatpersonen genau verboten sind.
Wenn es verboten wäre - dürfte die GEZ die derart illegal erworbenen Informationen verwenden?