Hallo,
und vielen Dank erst mal für die - wenn auch nicht erfreuliche - Antwort (ebenfalls @O.U. !!).
Im § 622 BGB steht, dass ein Arbeitsverhältnis mit einer Frist
von 4 Wochen zum Fünfzehnten oder Monatsende gekündigt werden
kann. Unabhängig von der Ausbildungszeit: Bei der Anrechnung
von Beschäftigungsjahren gelten nur die Jahre, die nach
Vollendung des 25. Lebensjahres geleistet wurden!
Ui, das mit 25 habe ich ja noch nie gehört. Das käme bei ihr dann noch hinzu.
Gute Frage - Wie schon gesagt wurde: Die Zeit sinnvoll zur
Jobsuche nutzen - es ist momentan schwer genug…
Weiß Gott… Sie ist schon gleich heute früh zum Arbeitsamt. Dummerweise ist sie sehr spezialisiert, was die Sache vermutlich nicht einfacher machen wird.
Eine Frage noch: Wurde die Kündigung schriftlich ausgehändigt?
Das wäre nämlich Bedingung für eine Rechtmäßigkeit!
Wurde sie, allerdings war sie fehlerhaft, da dort von einer „fristgerechten Kündigung zum 30.03.“ die Rede ist, was aber angeblich ein Druckfehler ist. Korrigierte Fassung soll heute nachgereicht werden.
So wie es aussieht geht die Kündigung als solche also klar. Tja, schade…
Nebenbei: Was mich daran so dermaßen ankotzt ist vor allem die Tatsache, WIE den beiden das mitgeteilt wurde. Um fünf vor 6 zum Chef rein, kurze Eröffnung des Sachverhalts, Schlüsselabgabe und Tschüß. Sie konnten sich nicht mal von ihren Kolleginnen verabschieden, weil die inzwischen weg waren. Auch die Tatsache, dass man (die wirtschaftlichen Probleme kamen wohl kaum über Nacht) genau die Monatsfrist abwartet statt den beiden schon mal vorab zu sagen: „Hört zu, es sieht schlecht aus, bewerbt euch was das Zeug hergibt“. Dass man nicht mal vielleicht ein paar Adressen rausgibt von Kollegen, die u.U. Bedarf haben (Ärzte haben ja teilweise ein gutes Netzwerk untereinander). Dass man letztes Jahr im Sommer drei Leute einstellt (2 feste und 1 Azubi), obwohl es dafür scheinbar null wirtschaftliche Grundlage gab…
Die ganze Art und Weise, wie man mit Mitarbeitern umgeht, von denen eine fast 4 Jahre dabei war: Ich finde es schlichtweg zum Kotzen und unfair.
Nichts desto trotz euch beiden vielen Dank,
Claus